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Modell- und Demonstrationsvorhaben "Soziale Dorfentwicklung"

Viele Dörfer stehen vor großen Herausforderungen, wie nachlassender Infrastruktur und weniger Dienstleistungen im Ort oder dem Wegzug junger Menschen. Doch die Dörfer sollen als eigenständige Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturräume erhalten und weiterentwickelt werden.

Um innovative Ansätze zu fördern und zu erproben und die Kenntnisse daraus bundesweit nutzbar zu machen unterstützt das Bundeslandwirtschaftsministerium im Rahmen von Modell- und Demonstrationsvorhaben innovative Projekte der sozialen Dorfentwicklung. Ein wichtiger Schlüssel liegt dabei beim Miteinander der Bewohner, der Selbsthilfe und dem ehrenamtlichen Engagement. Alle gesellschaftlichen Gruppierungen sollen sich angesprochen fühlen, die dörfliche Lebenskultur zu stärken.

An dieser Stelle werden ausgewählte Leuchtturmprojekte mit Vorbildcharakter aus dem Modell- und Demonstrationsvorhaben "Soziale Dorfentwicklung" vorgestellt.

Leuchtturmprojekt in der Rhön: Aktives
Miteinander aller Generationen im Fokus

Bundesminister Christian Schmidt hat am 20. März das Leuchtturmprojekt "Gemeinsam aktiv - Kinder- und SeniorenTREFF" im hessischen Nüsttal-Silges besucht. Er lobte das Konzept der intergenerativen Betreuung von Älteren und Kindern unter einem Dach. "Gemeinsam Aktiv" wird über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung mit 125.000 Euro gefördert.

Schmidt hatte im Sommer des vergangenen Jahres in Berlin "Gemeinsam aktiv" im Rahmen des Modellvorhabens "Soziale Dorfentwicklung" als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet und den entsprechenden Förderbescheid an die Bürgermeisterin von Silges, Marion Frohnapfel, überreicht.

Nun informierte er sich in Nüsttal-Silges über die aktuellen Entwicklungen. Die Förderung wurde in erster Linie für den Umbau nicht mehr benötigter Räumlichkeiten des Kindergartens im Dorfgemeinschaftshaus in eine ambulante Pflegeeinrichtung genutzt. So gelang es den Menschen der Gemeinde Nüsttal, den Kindergarten zu erhalten, Älteren eine ambulante Tagesbetreuung zu bieten und Raum für Begegnung zu schaffen. Es zeigt sich, dass die Älteren durch die Kinder an Lebensqualität gewinnen und ihnen ihre Erfahrungen weitergeben.

Entstanden ist ein freundlicher Gebäudekomplex als Treffpunkt für alle Generationen, der Raum für Angebote in Kooperation mit verschiedenen Vereinen bietet. So organisierte jüngst der Kultur- und Geschichtsverein einen Obstbaumschnitt-Workshop auf der Wiese hinter dem Gebäude. In Kürze stehen ein Osterfest, ein Mundart-Workshop, und Singveranstaltungen im großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses auf dem Programm. Kurz: Das Projekt fruchtet. Das soziale Miteinander im Dorf wird gefördert, bürgerschaftliches Engagement wird in das Projekt eingebracht und mit dem Ausbau der Aktivitäten im Dorfgemeinschaftshaus gestärkt.

Zur weiteren Ausrichtung des ehrenamtlichen Angebots sind Zukunftswerkstätten mit allen Projektbeteiligten und den Bürgerinnen und Bürgern geplant. Das Projekt macht deutlich, wie das soziale Miteinander im Dorf gefördert und bürgerschaftliches Engagement in der Umsetzung eingebracht werden kann.

Einen weiteren Bericht finden Sie hier.

Antragsteller: Gemeinde Nüsttal
Projektort und Bundesland: Nüsttal-Silges in Hessen (Rhön)
Website:www.nuesttal.de
Projektpartner:Pflegedienst, Hochschule Fulda, Biosphärenreservat Rhön, eine Vielzahl von Vereinen aus Silges
Projektlaufzeit:1. Juni 2016 bis 31. Mai 2018
Gesamtausgaben: 183.371,72 Euro
Förderung:125.000 Euro
Stand:
21.03.17

Inhalt des Dossiers

  • Leuchtturmprojekt in der Rhön: Aktives
    Miteinander aller Generationen im Fokus

Publikationen

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung - Ideen und Impulse für die Zukunft unserer ländlichen Räume

Cover der Broschüre "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Unser Ziel ist die Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen. Unser Bundesprogramm Ländliche Entwicklung ist eines der Instrumente, um dieses Ziel zu erreichen. Wir vernetzen Partner, probieren Neues aus, wir zeichnen gute Ideen aus und schaffen Wissen. Wie das geht, erfahren Sie in der Broschüre.

Digitale Perspektiven für das Land

Cover der Broschüre

Beim Thema Digitalisierung im ländlichen Raum geht es um mehr als technische Standards. Vor allem stehen clevere Ideen im Mittelpunkt, mit denen sich Raum und Zeit überbrücken lassen: Lange Wege zum Arzt? Apps auf Smartphone und Tablet bringen die Sprechstunde direkt nach Hause. Weite Fahrten zur Arbeit? Telearbeit schafft neue Optionen für junge Eltern, aber auch für Menschen, die sich auf dem Land engagieren wollen. Digitale Innovationen können helfen, wegfallende Infrastruktur zu ersetzen – und neue Impulse für das Dorfleben zu setzen.

Wir zeigen, welche Chance darin liegen kann, digitale Lösungen fürs Land voranzubringen – Lösungen, die Nutzerinnen und Nutzer mitnehmen und ihnen neue, attraktive Perspektiven für ihren Alltag in ländlichen Regionen eröffnen.

Modellvorhaben Land(auf)Schwung - Regionen in Aktion

Cover der Broschüre "Modellvorhaben Land(auf)Schwung - Regionen in Aktion"

Das Modellvorhaben Land(auf)Schwung hat sich zum Ziel gesetzt, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und die Beschäftigung im ländlichen Raum zu sichern. Land(auf)Schwung bietet hierfür ein Experimentierfeld zur Erprobung neuer Lösungswege.

Soziale Dorfentwicklung

Titelbild des Flyers "Soziale Dorfentwicklung - Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Gestaltung neuer Wege für ein soziales Miteinander zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Soziale Dorfentwicklung". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen.

Das Bewusstsein für die dörfliche Lebenskultur, der Erhalt des Charakters der ländlichen Gemeinden, die Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Grupen und Generationen stehen im Zentrum der geförderten Projekte. Für eine erfolgreiche soziale Dorfentwicklung ist das aktive Mitwirken der im Ort lebenden Menschen unverzichtbar.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Mehrfunktionshäuser - alles unter einem Dach

Titelbild des Flyers "Alles unter einem Dach! Mehrfunktionshäuser Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Errichtung von Mehrfunktionshäusern zu unterstützen und die Nahversorgung im ländlichen Raum zu sichern, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Regionalität und Mehrfunktionshäuser". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen. Mehrfunktionshäuser vereinen zum Beispiel Dorfladen, Landarztpraxis, Pflegestützpunkt, Vereinstreffpunkt, Bücherei, Gemeindeamt, Café, Post oder Bank unter einem Dach. Auf diese Weise tragen sie zur Sicherung der Nahversorgung und lokaler Dienstleistungen auf dem Land bei. Gleichzeitig schaffen sich Dorfgemeinschaften mit Mehrfunktionshäusern einen Treffpunkt, der Begegnungen fördert und das tägliche Miteinander im Ort stärkt.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

  • Leitfaden "Land(auf)Schwung"
  • Ländliche Entwicklung aktiv gestalten - Leitfaden zur integrierten ländlichen Entwicklung (PDF, 3 MB, barrierefrei)
  • Ländliche Regionen verstehen - Fakten und Hintergründe (PDF, 9 MB, barrierefrei)
  • Zum Thema

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    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Initiative ergriffen, die ländliche Entwicklung voranzubringen, damit ländliche Regionen heute wie in Zukunft vital und attraktiv bleiben.

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    Modellvorhaben LandZukunft

    Logo des Internetportals LandZukunft

    Mit dem Modellvorhaben LandZukunft wurden neue Wege in der ländlichen Entwicklung erprobt, mit denen auch andere Regionen dem demographischen Wandel trotzen und eine drohende Abwärtsspirale durchbrechen können.

    mehr: Modellvorhaben LandZukunft …

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