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"Gut leben auf dem Land" – Bürgermeister berichten

Innerhalb von sieben Monaten reisten im letzten Jahr Bundesminister Christian Schmidt und seine Staatssekretäre durch die ländlichen Regionen Deutschlands. Das Ziel: Im Dialog mit den Bürgern erfahren, was ihnen wichtig ist. Im Rahmen des Zukunftsforums Ländliche Entwicklungen berichten nun die Bürgermeister von ihren Dialogerfahrungen und ziehen eine positive Bilanz: mehr Motivation und Engagement in ihren Dörfern.

In zehn ländlichen Orten hatte das Ministerium von April bis Oktober 2015 mit den Bürgern unter dem Motto "Gut leben auf dem Land - was uns wichtig ist" erarbeitet, was Lebensqualität auf dem Land ausmacht. Dabei wurden die aus der Sicht des jeweiligen Ortes wichtigsten Handlungsfelder benannt. Auf diese Weisesoll die Lebensqualität auch für kommende Generationen erhalten bleiben. Im Rahmen des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung hat Bundesminister Schmidt am 20. Januar 2016 in Berlin erste Ergebnisse der Dialogreihe "Gut leben auf dem Land" vorgestellt..

"So unterschiedlich die Orte auch waren – eines war überall spürbar: die Menschen wissen die Freiräume des Lebens auf dem Lande und den Zusammenhalt in der Orten zu schätzen", berichtete Bundesminister Christian Schmidt in seiner Eröffnungsrede. Im Hinblick auf die Nahversorgung und Mobilität auf dem Lande vor dem Hintergrund des demografischen Wandels betonte er: "Hier helfen keine Einheitsrezepte, sondern maßgeschneiderte Lösungen für die Herausforderungen vor Ort."

Begleitveranstaltung beim "Zukunftsforum ländlicher Entwicklung"

Unter dem Titel "Zehn Orte, 2000 Pinnwand-Karten und ein Koffer voller Aufträge an 'die Politik' in Berlin" stellte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, gemeinsam mit teilnehmenden Bürgermeistern seine Erfahrungen der Bürgerdialogreihe des BMEL zu Lebensqualität in ländlichen Regionen vor.

Gruppenfoto Der Parlamentarische Staatssekretär beim BMEL, Peter Bleser, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bürgerdialoges "Gut leben in Deutschland" im Bürgerhaus in Quirnbach, Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler (Pfalz), Quelle: BMEL/photothek/Michael Gottschalk

"Die Dialoge in zehn sehr unterschiedlichen Orten in Deutschland haben uns eine Momentaufnahme ermöglicht, was die Menschen in den Orten aktuell bewegt", sagte Bleser. Er beschrieb in einer persönlichen Rückschau, wie viel er aus den Begegnungen nach Berlin genommen habe. "Das Land ist nicht so rückständig, wie manche glauben". Dieser Satz einer Bürgerin sei ihm gut in Erinnerung geblieben. Davon habe er sich auch bei den Rundgängen in den Dialogorten überzeugen können: lebendige ehrenamtliche Projekte, hochspezialisierte innovative Unternehmen, familiengeführte Handwerksbetriebe und viele engagierte Menschen, die für das Leben in ihren Orten Verantwortung übernehmen.

Der ehrenamtliche Bürgermeister Harald Bernhardt aus Zorge (Harz) sagte, gezielt Menschen zum Dialog einzuladen, die sonst in seinem Ort eher nicht in der "ersten Reihe" stünden, sei einer der Erfolgsfaktoren der Dialoge gewesen. Die Veranstaltung des BMEL habe eine neue Gruppe motiviert, sich stärker zu engagieren und mit der Zukunft ihres kleinen Ortes im Harz, der mit stark abnehmenden Bevölkerungszahlen zu kämpfen hat, auseinander zu setzen. Auch andere Bürgermeister der Dialogorte berichteten, dass sich nach den Veranstaltungen neue Initiativen entwickelt hätten. "Wir haben mit dem Dialog Themen sichtbar gemacht, bei denen seit Jahren nichts voran ging. Nach dem Dialogabend ist es uns als Gemeinde gelungen, mehrere der in unserem Ortskern leerstehenden Gebäude zu erwerben", berichtete Bürgermeister Ludwig Reger aus Rötz in der Oberpfalz .Auch Rainer Rauch, Bürgermeister der kleinen Orgelstadt Borgentreich im Landkreis Höxter, fasste den Dialog in seiner Gemeinde zusammen: Das Motiv des Erhaltens hätte sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung gezogen, erläuterte der Bürgermeister. Zentrale Themen seien die Gemeinschaft im Ort mit Ehrenamt und Vereinen, der Erhalt von Arbeitsplätzen und Infrastruktur und der Breitband-Ausbau gewesen.

Auch Rainer Rauch, Bürgermeister der kleinen Orgelstadt Borgentreich im Landkreis Höxter, fasste den Dialog in seiner Gemeinde zusammen: Das Motiv des Erhaltens hätte sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung gezogen, erläuterte der Bürgermeister. Zentrale Themen seien die Gemeinschaft im Ort mit Ehrenamt und Vereinen, der Erhalt von Arbeitsplätzen und Infrastruktur und der Breitband-Ausbau gewesen.

Wortwolke Wortwolke aus den Ergebnissen des Vorbereitungsworkshops in Borgentreich zum Leben auf dem Land, Quelle: BMEL/MediaCompany

"Wir brauchen keine neuen Spaßbäder für mehr Lebensqualität, wir müssen vor allem erhalten, was in unseren Orten ist", so auch Bürgermeister Steffen Raab aus der Gemeinde Weischlitz im Vogtland. Wie in fast allen Dialogorten der Reihe "Gut leben auf dem Land" des BMEL wurde auch in Weischlitz der Erhalt kleiner Schulen in ländlichen Orten als entscheidender Standortfaktor dafür benannt, dass junge Menschen in den Dörfern bleiben und wieder mehr junge Familien in die Orte ziehen. "Wenn ein Arzt oder Facharbeiter in unseren Ort ziehen will, dann ist eine gute Schule am Ort ein ganz entscheidendes Auswahlkriterium", berichtet während des Zukunftsforums ein Dialogteilnehmer. Weitere wichtige Themen in Weischlitz waren die Anbindung und Versorgung der Ortsteile, die Nachwuchsprobleme in Vereinen sowie der Ausbau der Jugendarbeit und der touristischen Infrastruktur.

Die Ergebnisse der zehn Dialoge fließen in die Auswertung des Regierungsdialoges "Gut leben in Deutschland" ein. Darüber hinaus wird das BMEL sie im Frühjahr 2016 im Hinblick auf eine Weiterentwicklung seiner Politik für ländliche Regionen intensiv auswerten.

Weitere Informationen

Stand:
08.02.16

Videos

Der Bürgerdialog des BMEL

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Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, möchte mit Bürgerinnen und Bürgern Antworten auf die Frage finden, was in Deutschland Lebensqualität in Ländlichen Regionen ausmacht und was nötig ist, damit das Leben auf dem Land auch in Zukunft und für die junge Generation attraktiv ist.

Hinweis zum Abspielen des Videos: Der Untertitel kann mit Klick auf das Symbol [CC] ein- und ausgeschaltet werden.

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"Gut leben in Deutschland"

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Die Bundesregierung möchte mit den Menschen in Deutschland einen Dialog über ihr Verständnis von Lebensqualität führen. Sie will sich direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern austauschen, um sich künftig noch konkreter an dem zu orientieren, was den Menschen in Deutschland wichtig ist. Der Bürgerdialog findet sowohl in bundesweiten Veranstaltungen als auch über den Online-Dialog auf dieser Webseite statt

zum Video: "Gut leben in Deutschland" …

Zum Thema

www.gut-leben-in-deutschland.de

Logo der Regierungsstrategie "Gut leben in Deutschland – was uns wichtig ist"

Die Bundesregierung möchte mit den Menschen in Deutschland einen Dialog über ihr Verständnis von Lebensqualität führen. Sie will sich direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern austauschen, um sich künftig noch konkreter an dem zu orientieren, was den Menschen in Deutschland wichtig ist. Der Bürgerdialog findet sowohl in bundesweiten Veranstaltungen als auch über den Online-Dialog auf dieser Webseite statt.

Zur externen Website: www.gut-leben-in-deutschland.de …

"Politik muss die Menschen mitnehmen"

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt spricht mit dem Südkurier über die Dialogreihe "Gut leben in Deutschland"

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Pressemitteilung

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