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Bundesministerin Julia Klöckner, Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistags, und Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, vor der Konferenz Bundesministerin Julia Klöckner, Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistags, und Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, geben vor der Digitalisierungskonferenz Interviews, Quelle: Photothek/Felix Zahn

Digitalisierung: Neue Offensive bringt Zukunft auf dem Land

Bundesministerin Klöckner: 60 Millionen Euro Fördergeld stehen bereit

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) will noch stärker innovative Ideen für ein gutes Leben auf dem Land fördern. Im Mittelpunkt soll dabei die Digitalisierung stehen. Bei der bundesweiten Konferenz „Wir sehen Land: digital!“ in Berlin kündigte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die „Offensive zur Ergreifung der Chancen der Digitalisierung in den ländlichen Räumen“ an. Dafür stünden in den kommenden Jahren 60 Millionen Euro bereit. Klöckner: „Wir müssen vom Reden zum Machen kommen. Digitalisierung muss konkret werden. Dazu wird die Offensive einen Beitrag leisten.“ Es gelte, ländliche Regionen als Kraftzentren des Landes zu erhalten und zu stärken.

Unterstützung für Regionen

Die Bundesministerin erklärte vor den mehr als 250 Konferenzteilnehmern die Eckpunkte der Offensive: Das Geld steht bundesweit für alle bereit, die zu digitalen Vorreitern werden wollen – „von der kleinen Initiative bis zur größeren Region“.

Über den Baustein „Land.Digital“ fördere das BMEL konkrete Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet in den Bereichen Gesundheit & Pflege, Qualifizierung & Bildung, Engagement & Beteiligung, Wirtschaft & Arbeit, themenübergreifende Plattformen, Mobilität sowie Nahversorgung. Das Modellvorhaben "Smarte LandRegionen" werde sich darüber hinaus an ganze Regionen richten. Klöckner: "Ziel ist es, intelligente Lösungen zu finden, die wir so gut wie möglich auf andere Regionen übertragen können."

Bund und Länder sollen stärker zusammenarbeiten

Klöckner sprach sich bei der Konferenz zudem für eine Änderung des Grundgesetzes aus, damit Bund und Länder gemeinsam ländliche geprägte Regionen stärken können. Die Änderung solle die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) um den Aspekt ländliche Entwicklung ergänzen. Im Koalitionsvertrag sei außerdem ein Sonderrahmenplan für den ländlichen Raum vereinbart – den der Bundestag in den nächsten Jahren mit ausreichenden Mitteln ausstatten möchte. Klöckner sagte: „Mit dieser Grundgesetzänderung können wir mehr als ein Signal setzen. Wir können es schaffen, dass wir als Bund und Länder gemeinsam vor Ort wirken werden und dass eben nicht das Gefühl aufkommt, allein gelassen zu werden.“

Bundesprogramm: Förderung für innovative Ideen und mehr Unterstützung für das Ehrenamt

Das bereits seit Jahren bestehende Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) möchte die Ministerin entwickeln und verstetigen. Erfolgreiche Ansätze aus BULE-Pilotprojekten sollen weiterhin – über die GAK – allen Engagierten in allen Regionen zugutekommen können. Zentrales Thema für das Bundesprogramm werde das Ehrenamt sein: „Für uns sind die Stärkung der Zivilgesellschaft und des Ehrenamts nicht nur ein zentrales Element für die Zukunftsfähigkeit ländlicher Gemeinden. Das Ehrenamt ist die Seele des ländlichen Raums.“ Wer sich engagiert und wem Unterstützung zuteilwird, würde sich nicht so schnell abgehängt fühlen. Die Bundesministerin kündigte an, dem Ehrenamt ein Hauptamt zur Seite zu stellen – etwa bei Fragen zu Haftung, Versicherung und Datenschutz, die mittlerweile viele Engagierte abschreckten.

Starke Akteure ziehen an einem Strang

Unter dem Motto „Regional vernetzt, gemeinsam stark“ hatte die Bundesministerin mit vier Partnern vor wenigen Tagen das Aktionsbündnis „Leben auf dem Land“ gestartet. An der Seite des BMEL stehen der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund), der Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Deutsche Industrie- und Handelskammertags. Es gehe um das Erarbeiten von Lösungen – mit gebündelten Kräften. Klöckner: „So werden wir die Lebensqualität verbessern und die Wirtschaft in den ländlichen Regionen stärken und der Abwanderung entgegenwirken.“

Konferenz stellt Chancen der Digitalisierung in den Mittelpunkt

Die Konferenz „Wir sehen Land: digital!“ ist eine gemeinsame Veranstaltung von BMEL, Deutscher Landkreistag und Fraunhofer IESE. Mehr als 250 Fachleute aus Kommunen, Politik, Wirtschaftsförderung und Zivilgesellschaft nehmen teil.

Pressmitteilung zur Konferenz "Wir sehen Land: digital!"

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE)

Aktionsbündnis "Leben auf dem Land" gestartet - Medieninformation, mit Videostatement Bundesministerin Julia Klöckner

Ankündigung Konferenz "Wir sehen Land: digital!"

Aktuelle Infos zur Konferenz "Wir sehen Land: digital!"

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Stand:
08.06.18

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