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Neue Strategien für den Agrarexport - Bundesminister Schmidt lädt zum Export-Gipfel

Bundesminister Christian Schmidt hat am 14. Oktober 2015 die Präsidenten bzw. Vorsitzenden der Fachverbände der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu einem Export-Gipfel ins BMEL nach Berlin eingeladen, um gemeinsam eine künftige Strategie für den Agrarexport abzustimmen.

Derzeit liegen die Erzeugerpreise für wichtige landwirtschaftliche Produkte (Milch, Schweinefleisch) auf sehr niedrigem Niveau. Hier ist der Agrarexport eine wichtige Option zur nachhaltigen Verbesserung der Lage. "Wir brauchen eine stringente Exportstrategie und Exportumsetzung, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze flächendeckend in der Landwirtschaft und im gesamten ländlichen Raum zu sichern", so der Minister in seiner Rede.

Auch das von der Europäischen Kommission vorgelegte Maßnahmenpaket zur Unterstützung der europäischen Landwirte umfasst neben Liquiditätshilfen auch eine Erhöhung der Mittel für das Programm zur Exportförderung um 30 Millionen Euro ab 2016.

Daten und Fakten zum Agrarexport

Deutsche Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft beteiligen sich immer stärker am Handel mit Drittländern. Jeden vierten Euro erlöst die deutsche Landwirtschaft im Export, die Ernährungsindustrie nahezu jeden dritten Euro und die Landtechnik gar drei von vier Euro. Weltweit ist Deutschland die Nr. 3 unter den Agrarexporteuren.

Seit 2006 sind die Agrarexporte um mehr als 60 Prozent gewachsen und erreichten 2014 ein Volumen von rund 67 Milliarden Euro. Hinzu kommen 7,5 Milliarden Euro aus dem Export von Landtechnik.

Auch 2015 setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort. Der Agrarexport insgesamt ist von Januar bis Juli dem Wert nach um 3,5 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode angestiegen.

Dennoch ist der Agrarexport weiter ausbaufähig. Im Rahmen des Export-Gipfels wurde daher gemeinsam erörtert, in welchen Bereichen es Möglichkeiten zur Verbesserung der deutschen Exportchancen gibt und was das BMEL und die Wirtschaft zusätzlich gemeinsam unternehmen können, um den Positivtrend weiter zu verstärken.

Bereits in den letzten Jahren hat das BMEL sein Unterstützungsangebot deutlich ausgeweitet und eine Fülle von Aktivitäten zur Unterstützung des Agrarexports ergriffen.

Exportförderprogramm

Das Exportförderprogramm des BMEL ist derzeit mit einem Finanzvolumen von 3 Millionen Euro pro Jahr ausgestattet und richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen sowie die Organisationen der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Schwerpunkte des Programms sind

  • Unternehmerreisen (rund 25 pro Jahr) zur Markterkundung und Geschäftsanbahnung einschließlich Importeursvermittlung,
  • Maßnahmen zur Information deutscher Unternehmen sowie
  • imagefördernde Maßnahmen, wie Produktpräsentationen oder Workshops.

Wie schon bisher sollen auch zukünftig die Maßnahmen des Exportförderprogramms strategisch weiterentwickelt werden, um geschmeidig auf Strömungen im Markt reagieren zu können.

Auslandsmesseprogramm

Das Auslandsmesseprogramm des BMEL (AMP) ist eines der wichtigsten und erfolgreichsten Marketinginstrumente mit weltweiter Ausrichtung. Durch die offizielle Beteiligung an ausgewählten Messen und Ausstellungen im Ausland schafft die Bundesrepublik Deutschland für ihre Exportwirtschaft die Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Nutzung dieses Marketinginstruments.

Das AMP ist für die Jahre 2015 und 2016 mit 5,3 Millionen Euro pro Jahr ausgestattet. Davon sollen weltweit im Jahre 2015 insgesamt 26 Messebeteiligungen und im Jahre 2016 insgesamt 23 Messebeteiligungen finanziert werden.

Aber auch auf anderen Gebieten ist das BMEL aktiv, um Unternehmen die Erschließung neuer Auslandsmärkte zu erleichtern. Dies betrifft etwa

  • Verhandlungen mit Drittländern über den Abbau von Handelshemmnissen im Veterinärbereich,
  • die Lösung phytosanitärer Fragen beim Export und die Mitwirkung an der Erarbeitung phytosanitärer Standards auf internationaler Ebene oder
  • die Unterstützung der Bestrebungen der Europäischen Union, über Freihandelsabkommen mit strategisch wichtigen Partnern den Marktzugang in Drittländern für die europäische Exportwirtschaft zu erleichtern und Zölle und nicht-tarifäre Handelshemmnisse weiter abzubauen.
Stand:
14.10.15

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Made in Germany steht auch bei Lebensmitteln und Agrarerzeugnissen für Qualität und Sicherheit. Hochwertige Veredelungserzeugnisse sind eine besondere Stärke der deutschen Ernährungsindustrie: Deutschland ist zum Beispiel Export-Weltmeister bei Süßwaren, Käse und Schweinefleisch.

Englisch version: Understanding Agricultural Exports - Facts and background information

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