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Streuobstwiese Sortenreiche Streuobstwiese, Quelle: Peter Meyer - aid infodienst

Nationale Aktivitäten

Der Erhaltung der biologischen Vielfalt für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft stellt sich das BMEL mit einem Maßnahmenbündel politischer Aktivitäten.

Sektorstrategie zur Agrobiodiversität

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat bereits im Jahr 2000 die "Konzeption zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung genetischer Ressourcen für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten" erarbeitet. In ihr sind fachliche Grundlagen, Rahmenbedingungen, Programme und Maßnahmen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene sowie der daraus resultierende Handlungsbedarf und Vorschläge für neue Maßnahmen dargestellt. Diese Konzeption bildete neben neuen Themenbereichen die Grundlage für die "Sektorstrategie Agrobiodiversität (PDF, 3 MB, nicht barrierefrei)", welche die nationale Strategie für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt ergänzt.

Die Umsetzung der Sektorstrategie erfolgt in Deutschland zu einem großen Teil durch spezifische Fachprogramme für die Bereiche Tier, Pflanze, Forst und Fischerei. Die Arbeiten werden jeweils durch ein Fachgremium von Bund, Ländern, Wissenschaft und Verbänden koordiniert.

Nationales Fachprogramm zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen
Nationales Fachprogramm zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen
Nationales Fachprogramm zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung aquatischer genetischer Ressourcen
Konzept zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung forstlicher Genressourcen in der Bundesrepublik Deutschland

Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK)

Konkrete Maßnahmen für die Erhaltung der genetischen Ressourcen in der Landwirtschaft werden durch die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) gefördert. Agrarumweltprogramme sind weiterhin ein wichtiges Instrument, um die Biodiversität in Agrarökosystemen zu erhalten. Sie honorieren u. a. die Erhaltung vielfältiger Fruchtfolgen, die Bewahrung regional angepasster Sorten und Rassen, die Umwandlung von Acker- in Dauergrünland, die Verwendung blütenreicher Saaten z.B. als Ackerrandstreifen, Anlage von Streuobstwiesen sowie die Grünlandextensivierung. 

Logo zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt

Initiative "Biologische Vielfalt schützen und nutzen"

Mit der Initiative Biologische Vielfalt schützen und nutzen hat das Bundeslandwirtschaftsministerium im internationalen Jahr zur biologischen Vielfalt (2010) unter dem Motto "Schutz durch Nutzung" auch das Thema "Agrobiodiversität" stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt.

Es wurde eine große Zahl von Veranstaltungen, Aktionen, Wettbewerben und anderen Maßnahmen zur Information der Verbraucherinnen und Verbraucher durchgeführt. Dazu gehörten u.a. eine Erlebnistour an Schulen an rund 60 Standorten unter dem Titel "Vielfalt on Tour: Mobiler Unterricht im Tourbus", ein Schulwettbewerb oder die Erstellung einer "Karte der Vielfalt" im Internet. Innerhalb der Initiative wurden E-Cards, Bilder, Videos, Spiele, Flyer, Broschüren und Wegweiser entwickelt.

Hauptziele der Initiative war es, die Agrobiodiversität stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken sowie die Zusammenhänge zwischen Agrobiodiversität und Konsumverhalten zu vermitteln. Eine besondere Rolle spielten dabei die Erlebnisvielfalt, die Fülle an Genüssen und Eindrücken sowie die Möglichkeiten der aktiven Nutzung biologischer Vielfalt im Alltag.

Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV)

Filme zur biologischen Vielfalt

Damit alte Pflanzensorten und Tierrassen erhalten bleiben, unterstützt das Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) das Bundeslandwirtschaftsministerium in zahlreichen Aktivitäten. Die wesentlichen Aufgaben liegen in der Informationsbeschaffung und -vermittlung, in der fachlichen Betreuung von Programmen und Fördermaßnahmen, in der Beratung sowie in der Koordination der Aktivitäten.

Unter anderem betreibt das IBV das Informationssystem Genetische Ressourcen (GENRES), das als Informationsplattform zur Agrobiodiversität dient. GENRES unterstützt die Umsetzung der BMEL-Strategie "Agrobiodiversität erhalten, Potenziale der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft erschließen und nachhaltig nutzen" sowie die Durchführung der Nationalen Fachprogramme zu pflanzen-, tier-, forst- und aquatischen genetischen Ressourcen. Vor diesem Hintergrund hat sich GENRES auch zu einem Monitoringwerkzeug dieser Fachprogramme entwickelt.

Deutsches Bienenmonitoring

Von den schätzungsweise mehr als 20.000 Bienenarten weltweit sind in Deutschland rund 560 heimisch und in unseren Ökosystemen und Landschaften unverzichtbar. Durch ihre Bestäubungsleistung tragen sie maßgeblich zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei – durch den Erhalt und die Erneuerung der Blütenpflanzen selbst sowie durch den reichlichen Frucht- und Samenansatz der Wild- und Kulturpflanzen als Nahrungsgrundlage vieler Tierarten. Unter Experten herrscht Einigkeit, dass der Rückgang der Bestäuber eine der Hauptbedrohungen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist.

Um die Lebensbedingungen der Bienen zu verbessern und die Winterverluste zu reduzieren, finanziert das BMEL gemeinsam mit den Ländern das "Deutsche Bienenmonitoring", das zur komplexen Thematik der Bienengesundheit, der Bienenhaltung und der Bienenzucht wertvolle Erkenntnisse liefert.

Stand:
19.08.14

Zum Thema

Kurzfilme zur Biologischen Vielfalt

Bild eines Bauernhofes mit Fluß, Weide, Kuh und Huhn sowie einigen Icons, die die Filme starten (verweist auf: Kurzfilmreihe zu biologischer Vielfalt (Öffnet neues Fenster)) Viel. Vieler. Vielfalt! Entdecken Sie die Biologische Vielfalt in Landwirtschaft und Ernährung. , Quelle: BLE

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