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Nachhaltige Landwirtschaft und Klimaschutz im Gepäck: Schmidt reiste nach Marrakesch

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt reiste am 11. November zur COP 22 nach Marrakesch. Gemeinsam mit der FAO veranstaltete er am 12. November 2016 das Side-Event "Quo vadis? Agriculture and Food Security under the Paris Climate Agreement".

"Die Landwirtschaft hat selbst ein großes Interesse am Klimaschutz. Wie keine andere Branche sind wir direkt betroffen von den Auswirkungen des Klimawandels und deswegen auch Teil der Lösung," sagte Schmidt.

So tragen Land- und Forstwirtschaft bereits heute in großem Umfang zum Klimaschutz bei: Boden, Wald und Holz nehmen Kohlenstoffdioxid auf und entlasten die Atmosphäre. Zudem erzeugen sie nachwachsende Rohstoffe, die ein Ersatz für erdölbasierte Produkte darstellen können. Zugleich sind sie aber auch Verursacher von Treibhausgasen.

Bundesminister Schmidt vor internationalen Flaggen in Marrakesch Bundesminister Schmidt zur COP 22 in Marrakesch, Quelle: BMEL/photothek/Gottschalk

"Mein Ziel ist es, dass Land- und Forstwirtschaft noch stärker als Speicher von Treibhausgasen dienen– ohne die weltweite Ernährungssicherung zu gefährden", so Schmidt in seiner Rede in Marrakesch. Daher möchte das BMEL, die Land- und Forstwirtschaft fit für den Klimawandel machen und zugleich deren Klimabilanz verbessern. Forschung, Innovation, technischem Fortschritt und Offenheit für Dialog zwischen Landwirtschaft und Umweltverbänden sind dabei wesentliche Bausteine. Denn die Herausforderung besteht darin, eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, fossile – also erdölbasierte Rohstoffe – durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen und Umwelt und Klima zu schonen.

Die COP 22: Landwirtschaft und Landnutzung

Paris war nicht das Ende, sondern der Anfang. Wir müssen beweisen, dass es uns mit der Umsetzung ernst ist. Gegeneinander wird es nicht gehen. Wir brauchen jetzt einen Dialog des partnerschaftlichen Miteinanders." Christian Schmidt zur COP 22

Bei der 22. Konferenz der Parteien zur Rahmenkonvention der Vereinten Nationen zum Klimawandel (Conference of the Parties, kurz COP 22) geht es darum, die Ziele des historischen Pariser Klimaschutzabkommen mit Leben zu füllen. Für die Land- und Forstwirtschaft bedeutet dies, dass das Primat der Nahrungsmittelproduktion und Ernährungssicherung gewahrt bleibt, Klima und Umwelt geschützt und Transformationen ökonomisch und sozialverträglich gestaltet und abgefedert werden. Die Landwirtschaft wird nie eine „Null-Emissions-Branche“ sein – und dennoch gilt es Landwirtschaft und Landnutzung so klimafreundlich wie möglich zu gestalten.

Side-Event von BMEL und FAO

Auf dem Side-Event wurden daher die vielfältigen Herausforderungen an eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft sowie die nächsten erforderlichen Schritte gemeinsam mit Vertretern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert. Exemplarisch verdeutlicht eine Präsentation des Fernerkundungstools "GRAS - Global Risk Assessment Services", welch große Bedeutung die Messbarkeit und das Monitoring von Landnutzung und Landnutzungsänderungen für die Implementierung des Pariser Abkommens haben.

Bundesminister Schmidt am Rednerpult Bundesminister Schmidt bei seiner Rede zum Side-Event, Quelle: BMEL/photothek/Gottschalk

Martin Frick, FAO-Referatsleiter für Klimapolitik moderierte das Side-Event. Auf dem Podiums des Side-Events saßen:

  • Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
  • Helena Semedo, Stellv. Generaldirektorin der FAO
  • Tabaré Aguerre, Landwirtschaftsminister Uruguay
  • Dr. Norbert Schmitz, GRAS Global Risk Assessment Services GmbH und Dr. Jan Michael Henke, Meo Carbon Solutions GmbH
  • Estherine Lisinge-Fotabong, Programmdirektorin New Partnership for Africa's Development (NEPAD)
  • Patrick Holden, Vorsitzender Sustainable Food Trust
  • World Farmer Organisation
  • Prof. Dr. Harald Grethe, Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat des BMEL für Agrarpolitik und Ernährung
Stand:
14.11.16

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