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Kind auf Stoppelfeld Quelle: BMEL, Walkscreen

Neuer Förderschwerpunkt Klimaschutz, Think Tanks & Forschungsprojekte des BMEL für Klimaforschung

Klimaschutzziele sind das eine – wie lassen sie sich aber erreichen? Forschung zu Klimaschutz und Klimawandel gibt Antworten. Daher fördert das BMEL seit langem Think Thanks und Projekte. Zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens veröffentlicht das BMEL zudem im November 2016 einen neuen Förderschwerpunkt zum Klimaschutz.

Neuer Forschungsschwerpunkt Klimaschutz: vier Bekanntmachungen

Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens umzusetzen, veröffentlicht das BMEL zur COP 22 einen neuen Förderschwerpunkt zum Klimaschutz. Budgets stehen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bereit, die Potentiale erschließen, um Land- und Forstwirtschaft sowie Holzverwendung an Klimaänderungen anzupassen und THG-Emissionen zu reduzieren.

Förderschwerpunkt Klimaschutz: Jetzt Förderung beantragen!

Förderbekanntmachung als Beitrag zum Klimaschutz gemäß Paris Abkommen (COP 21) und zur Anpassung an Klimaänderungen im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung vom 3. November 2016

Befristeter Aufruf als Beitrag zum Klimaschutz gemäß Übereinkommen von Paris (COP 21) im Rahmen des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe vom 04.11.2016

Die Förderung des BMEL umfasst vier themenspezifische Bekanntmachungen zu den Bereichen Tier, Pflanze, Boden und nachwachsende Rohstoffe. Für die Förderung in den Bereichen Tier, Pflanzen und Boden stehen über 18 Millionen Euro bereit, für den Bereich nachwachsende Rohstoffe ist bislang keine Obergrenze festgesetzt. Anträge werden (im Rahmen themenspezifischer BMEL-Förderprogramme) über die jeweils zuständigen Projektträger entgegen genommen.

Bilanz 2016: über 1200 Projekte

Im Jahr 2016 hat das BMEL über den Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) 370 Projekte im Bereich Klimaschutz, Klimawandel, Nachhaltigkeit oder Umweltschutz/Biodiversität mit rund 27 Millionen Euro gefördert. Dazu zählen Projekte beispielsweise zu nachfolgenden Programmen:

  • Bundesprogramm ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft
  • Eiweißpflanzenstrategie
  • Entscheidungshilfebedarf
  • Erhebungen
  • Programm zur Innovationsförderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
  • Innovationsfonds Forschung für Innovationen in der Landwirtschaft der Landwirtschaftlichen Rentenbank
  • Innovationsförderung aus Mitteln des Zweckvermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank
  • Internationale Forschungskooperationen
  • Modell- und Demonstrationsvorhaben
  • Waldklimafonds
  • Forschung für internationale nachhaltige Waldwirtschaft

Hinzu kommen noch rund 740 Vorhaben im Rahmen des Förderprogramms für Nachwachsende Rohstoffe, rund 160 Vorhaben des Energie- und Klimafonds sowie die Ressortforschung (beispielsweise das Thünen-Institut als Think Tank), in denen Forschungsaktivitäten zu Klimaschutz, Klimawandel, Nachhaltigkeit oder Umweltschutz/Biodiversität ebenfalls einen beachtlichen Anteil haben.

Klima-Think Tanks des BMEL

Der deutsche "Think Tank" im Bereich der Klimaforschung in der Land- und Forstwirtschaft ist das Thünen-Institut (TI). Aber auch am Julius Kühn-Institut (JKI) laufen Forschungsarbeiten zur Anpassung der Pflanzenproduktion an den Klimawandel. Zur Koordinierung der Arbeiten ist im Thünen-Institut eine Stabsstelle Klimaschutz eingerichtet.

Berichterstattung und die Abschätzungen für Projektionen in die Zukunft – beides sind intensive Arbeitsfelder. Dies betrifft etwa Beispiele wie das Waldmonitoring oder das Monitoring von landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzten Böden durch das TI – in der Fachsprache "Bodenzustandserhebung" genannt und weltweit einzigartig. Und ein Mittel, um in ganz Deutschland Stichproben zu nehmen und durch die Stabsstelle Boden die Fragen beantworten zu können: Wie geht es unserem Wald- und Ackerboden?

Die Klimaforschung am Thünen-Institut betrifft fast alle Thünen-Fachinstitute und wird in zahlreichen Arbeitsgruppen bearbeitet, häufig institutsübergreifend. Die einzelnen Aktivitäten lassen sich folgenden Teilaufgaben zuordnen, mit denen wir über das Thünen-Institut Folgendes leisten:

  • Aufklärung, wie luftgetragene Emissionen entstehen, verfrachtet werden und ökologisch wechselwirken.
  • Flächendeckende Messung und Bilanzierung von Emissionen. Für die nationale und internationale Berichterstattung erstellen wir Treibhausgasbilanzen der deutschen Land- und Forstwirtschaft.
  • Entwicklung und Bewertung von Möglichkeiten, Emissionen und Schadstoffeinträge zu vermeiden oder zu mindern.
  • Abschätzung der Folgen des Klimawandels. Der Klimawandel wirkt sich auf die Land- und Forstwirtschaft in verschiedenen Weltregionen unterschiedlich aus.
  • Entwurf von Strategien einer effektiven und effizienten Minderung von Schadstoffen und Entwicklung von Strategien der Anpassung an den Klimawandel.

Deutschland setzt sich zudem international für eine Vernetzung der Forschung im Bereich der Klimaforschung ein: So ist Deutschland unter anderem Mitglied in der Gobal Research Alliance (GRA). Die GRA wurde nach dem Weltklimagipfel im Jahr 2009 initiiert und im Jahr 2011 gegründet. Sie will Länder zusammenbringen, um Lösungen zu finden, wie mehr Nahrungsmittel ohne wachsende Treibhausgasemissionen hergestellt werden können.

Stand:
16.11.16

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