BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Nachhaltiger Anbau von Biokraftstoffen und Biostrom

Die Nachhaltigkeits-Verordnungen für den Biomassestrom- und Biokraftstoffbereich sind ein wichtiger Bestandteil der Politik der Bundesregierung zur Umsetzung der Energie- und Klimaschutzziele.

Für Biokraftstoffe und Biostrom darf seit der Ernte 2010 nur noch Biomasse eingesetzt werden, die nachweislich nachhaltig hergestellt worden ist. Dies schreiben die zur Umsetzung des EU-Rechts (Richtlinie 2009/28) erlassene Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung und die Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung vor. Die beiden Verordnungen gelten sowohl für Biomasse aus Deutschland als auch aus anderen Staaten, wenn eine Anrechnung auf die Biokraftstoffquote, eine steuerliche Ermäßigung oder Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland erfolgen soll.

Die Nachhaltigkeitsverordnungen setzen voraus, dass Biomasse mindestens ein Treibhausgasminderungspotenzial von 35 Prozent erreicht. Dies betrifft in erster Linie die Produktion von Raps-, Palm- oder Sojaöl. Zukünftig darf grundsätzlich keine Biomasse eingesetzt werden, die von Flächen mit einem hohen Naturschutzwert, wie zum Beispiel Urwäldern, Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand, wie er in Feuchtgebieten anzutreffen ist, oder Torfmooren stammt.

Kontrolle

Für die Überwachung und Kontrolle der kompletten Anbau-, Liefer- und Herstellungskette sind unabhängige Zertifizierungssysteme und -stellen zuständig, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zuvor anerkannt und dann überwacht werden. Näheres dazu sowie zahlreiche Rechtsgrundlagen, Erläuterungen, Muster und Vorlagen finden Sie im Internetangebote der BLE.

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Nachhaltige Biomasseherstellung - Anerkennungen/ Muster und Vordrucke

BLE-Leifaden

Der Biomasse-Leitfaden erläutert die gesetzlichen Vorgaben für alle Beteiligten: vom einzelnen Anbaubetrieb über die verarbeitenden Betriebe, den Landhandel bis hin zum Anlagenbetreiber von Strom und Nachweispflichtigen beim Kraftstoff. Der 80-seitige Leitfaden hilft zum Beispiel bei allen Fragen der Dokumentation einer nachhaltigen Biomasseherstellung. Welche Aufgaben und Voraussetzungen die Zertifizierungsstellen erfüllen müssen, beschreibt die Broschüre ebenfalls.
Zur umfassenden Aufbereitung des Themas wurden in dem Ratgeber sowohl die Erfahrungen der betroffenen Umwelt- und Wirtschaftsverbände als auch die wissenschaftlichen Ergebnisse eines Projektes zu Nachhaltigkeitskriterien für Biomasse berücksichtigt.

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Leitfaden Nachhaltige Biomasseherstellung

Evaluations- und Erfahrungsbericht 2011 der BLE

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) fasst in ihrem Evaluations- und Erfahrungsbericht die Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien aus der Erneuerbare-Energien-Richtlinie zusammen.
Von der BLE anerkannte Zertifizierungsstellen haben im Jahr 2011 insgesamt 1.419 Betriebe zertifiziert, davon 61 Prozent in Deutschland. In Nabisy, der Web-basierten staatlichen Datenbank zur Dokumentation und Rückverfolgbarkeit von Lieferungen nachhaltiger Biomasse, wurden 12.680 Nachhaltigkeitsnachweise über eine Gesamtmenge von rund zehn Millionen Kubikmetern Biomasse eingestellt.

Nachhaltige Bioenergie: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) legt Evaluationsbericht für 2011 vor

Evaluations- und Erfahrungsbericht für das Jahr 2011 zu der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung und der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (PDF, 6 MB, nicht barrierefrei)

Unternavigation aller Website-Bereiche