BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Pionierarbeit für die biobasierte Zukunft

Angesichts eines jahrzehntelangen Entwicklungsvorsprungs der von Erdöl dominierten Industrien besteht bei der stofflichen Biomassenutzung erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf.

Im Rahmen bundesweiter Förderprogramme prüfen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zahlreiche Pflanzenarten und ihre Inhaltsstoffe auf ihre Eignung als Industrierohstoff, entwickeln geeignete Verwertungsverfahren und bringen Pilotprojekte auf den Weg.

Interaktive Grafik

Hier befindet sich eine interaktive Grafik. Leider kann sie auf einigen mobilen Endgeräten nicht oder nur bedingt angezeigt werden.

Themendienst Biobasierte Wirtschaft

Das BMEL liefert Daten und Hintergründe zur biobasierten Wirtschaft und informiert über umweltfreundliche Innovationen!

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt seit den 1990er-Jahren über den Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), die Forschung und Entwicklung von stofflicher Biomassenutzung. Renommierte Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie bundeseigene Forschungsinstitute sind daran beteiligt. Derzeit stellt das BMEL rund 70 Millionen Euro für laufende Forschungsprojekte zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe bereit.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Großes Potenzial steckt für die Wirtschaft in der Entwicklung biobasierter Kunst- und Werkstoffe, die in Verpackungen, langlebigen Konsumgütern, Baustoffen oder auch im Automobilbau eingesetzt werden können. Bisher geschieht das jedoch nur in vergleichsweise kleinen Mengen: Rund ein Prozent der weltweit produzierten Kunststoffe besteht aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Potenzial von Biokunststoffen ist aber wesentlich größer, da sie aus technischer Sicht nahezu alle herkömmlichen Kunststoffe ersetzen können. Vor diesem Hintergrund hat das BMEL seine Forschungsförderung in diesem Bereich erheblich ausgebaut. Mehr als 46 Millionen Euro Fördergelder wurden bereits für konkrete Projekte bereitgestellt.

Ein weiterer wichtiger Forschungsschwerpunkt ist die Verbesserung der Nutzungskaskade im Holzbereich. Bislang entstanden aus den Resten Koppelprodukte wie Pellets, die lediglich zum Heizen dienen. Forscher wollen die Holzreste nun vorrangig stofflich nutzen. Im Chemisch-Biotechnologischen-Prozesszentrum (CBP) am Standort Leuna in Sachsen-Anhalt wird zu Bioraffinerie-Konzepten geforscht, in denen verschiedene chemische und biotechnologische Verfahren zum Einsatz kommen, um die Versuchsmasse bis auf den letzten Span nutzbar zu machen. So können bestimmte Spaltprodukte von fossilen Rohstoffen ersetzt werden. Das BMEL fördert diese Forschungsvorhaben des CBP mit insgesamt 8,5 Millionen Euro.

Forschungsstrategien von Bund und EU

Maßgebliche Impulse für den Wandel von einer erdöl- zu einer biobasierten Industrie setzt die Bundesregierung auch mit ihrer Nationalen Forschungsstrategie "BioÖkonomie 2030". Insgesamt 2,4 Milliarden Euro werden dazu im Zeitraum von 2010 bis 2016 für Forschungsprojekte bereitgestellt. Aber nicht nur auf nationaler Ebene sind nachwachsende Rohstoffe ein wichtiges Forschungsthema: Die Europäische Kommission sieht den Markt für biobasierte Produkte als einen von sechs besonders aussichtsreichen Zukunftsmärkten an. Die Brüsseler Behörde geht davon aus, dass der Jahresumsatz des Sektors mit 22 Millionen Beschäftigten in ganz Europa bis zum Jahr 2020 von 120 auf 300 Milliarden Euro steigen wird. In der Folge sollen eine Million neue Arbeitsplätze entstehen. Die EU-Kommission plant – neben Gesetzesinitiativen und Kaufimpulsen für das öffentliche Auftragswesen – anerkannte Standards und verbraucherfreundliche Produktkennzeichnungen einzuführen, um den Markt für biobasierte Produkte europaweit anzukurbeln.

Stand:
25.10.12

Zum Thema

Bioökonomie als Teil des Stundenplans

Wandtafel in der Schule mit mit Blume, Sonne und Wolken

Die Butterbrotdose aus Pflanzenstärke, das Smartphonegehäuse vom Acker, der Flugzeugsprit aus Algen: Für viele Alltagsprodukte, die heute zumeist noch aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl hergestellt werden, gibt es bereits nachwachsende Alternativen.

mehr: Bioökonomie als Teil des Stundenplans …

Biobasierte Wirtschaft interaktiv

Grafik eines Hauses

Aus unserem Alltag sind Produkte aus fossilen Rohstoffen nicht wegzudenken. Umso größer ist die Herausforderung, die sich mit dem notwendigen Wandel hin zu einer biobasierten Wirtschaft stellt. Interaktiv können hier die Wege der biobasierten Wirtschaft entdeckt werden - wie aus Holz biobasierte Produkte entstehen, wie Kohlenstoff ideal genutzt werden kann oder warum Erdöl in der Industrie immer wichtiger wurde. Im interaktiven Quiz kann das biobasierte Wissen getestet werden.

mehr: Biobasierte Wirtschaft interaktiv …

Links

Publikationen

Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Cover der Broschüre Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Die Broschüre "Neue Produkte: Aus Natur gemacht - Nachwachsende Rohstoffe im Alltag" zeigt neue Wege und Alternativen durch nachwachsende Rohstoffe und biobasierte Produkte auf - zuhause, unterwegs, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit.

Die Broschüre ist nur im Download zum Ausdrucken verfügbar!

Weitere Publikationen

Presse

Themendienst Biobasierte Wirtschaft
Schwerpunkt: 
nachwachsende Rohstoffe

Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Das BMEL liefert in einem Themendienst Hintergründe zur biobasierten Wirtschaft und informiert über umweltfreundliche Innovationen. Die sechste Ausgabe beschäftigt sich konkret mit den Chancen und Möglichkeiten der Bioökonomie.

mehr: Themendienst Biobasierte Wirtschaft …

Neue Produkte: Aus Natur gemacht

Titelbild zur Veranstaltung Bioökonomie 2014

Die Pressemappe zum Schwerpunktthema "Biobasierte Wirtschaft".

mehr: Neue Produkte: Aus Natur gemacht …

Pressemitteilungen

Videos

Film: "Neue Produkte - Aus Natur gemacht"

Startbild des Videos zur Biobasierten Wirtschaft. Link zum Video.

Erdöl, Erdgas oder Kohle sind häufig die Basis für die Herstellung vieler unserer Alltagsprodukte, ob im Smartphone oder der Shampoo-Flasche. Doch fossilen Grundstoffe sind begrenzt und werden uns nicht ewig zur Verfügung stehen. Aber es gibt nachhaltige Alternativen. Nachwachsende Rohstoffe wie Pflanzen, Holz, Stärke oder Zucker werden immer mehr in der Industrie verwendet. Die Biobasierte Wirtschaft - oder auch Bioökonomie - konzentriert sich darauf, Produkte aus nachhaltigen Rohstoffen herzustellen.

zum Video: Film: "Neue Produkte - Aus Natur gemacht" …

Film: "Neue Produkte: Aus Natur gemacht – Aus Pflanzen wird Plastik"

Video biobasierte Wirtschaft: der Moderator steht vor einer Maschine

Knapp neun Millionen Tonnen Kunststoffe werden jährlich in Deutschland verbraucht – umgerechnet 110 Kilogramm pro Bundesbürger. Rund ein Drittel davon entfällt auf Verpackungen wie Folien, Tragetaschen und Becher im Haushalt. Die gesamte erzeugte Abfallmenge würde 360.000 Müllfahrzeuge füllen. Heute besteht lediglich ein Prozent der Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Potenzial ist weitaus größer: Bei Verpackungen und Einweggeschirr, aber auch bei Spielzeug, Sportartikeln oder Gehäusen für Elektrogeräte lassen sich herkömmliche Kunststoffe durch biobasierte Kunststoffe ersetzen. Wie aus Pflanzen Plastik wird, zeigt dieser Film.

zum Video: Film: "Neue Produkte: Aus Natur gemacht – Aus Pflanzen wird Plastik" …

Weitere Videos

Schlagworte

Unternavigation aller Website-Bereiche