BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Lupinenanbau Eiweißpflanzen auf dem Feld, hier: Lupinen, Quelle: J. Mösinger

Bundesminister Schmidt unterzeichnet Europäische Soja-Erklärung (ESE)

Vierzehn Minister aus Europa haben sich dazu verpflichtet mehr Eiweißpflanzen in ihren Ländern anzubauen. Am Rande des Agrarrates in Brüssel wurde die so genannte Europäische Soja-Erklärung unterschrieben.

Die Initiative wurde von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und seinem ungarischen Amtskollegen erarbeitet und wird von elf weiteren Agrarministern unterstützt. Hierin verpflichten sich die Minister von vierzehn europäischen Staaten gemeinsam den Anbau von Eiweißpflanzen, so genannten Leguminosen wie Soja, Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen und Kleearten wie Luzerne zu fördern. Es handelt sich dabei um die Staaten Deutschland, Ungarn, Österreich, Frankreich, Niederlande, Italien, Polen, Kroatien, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Griechenland und Luxemburg.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen schafft die Grundlage dafür weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit in Einklang zu bringen und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. In 17 Zielen ruft die Agenda 2030 Staaten der ganzen Welt dazu auf, extreme Hunger und Armut bis zum Jahr 2030 zu beseitigen und natürliche Lebensgrundlagen zu schützen. Diese Ziele können nur durch eine intensive Zusammenarbeit im Rahmen neuer globaler Partnerschaften erreicht werden.

Hülsenfrüchte haben eine hohe Bedeutung für die Ernährungssicherung, indem sie hochwertiges Eiweiß liefern. Dieses brauchen wir für unsere eigene ausgewogene Ernährung, aber auch als Futtermittel für unsere Nutztiere. Gleichzeitig führt der Anbau von Eiweißpflanzen zu einer positiven Kohlenstoffbilanz, verbessert die Bodenfruchtbarkeit und trägt zur nachhaltigen Nutzung der biologischen und genetischen Vielfalt bei.

Die Europäische Soja-Erklärung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 und stellt einen zentralen Baustein im Kampf gegen den Hunger und die Armut sowie zum Schutz natürlicher Lebensgrundlagen dar.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat darüber hinaus die Eiweißpflanzenstrategie auf den Weg gebracht. Seit 2012 fördert das Ministerium mit dieser Strategie in zahlreichen Projekten den Anbau von Hülsenfrüchten und die Weiterentwicklung produktionstechnischer Kenntnisse. Das BMEL tritt dafür ein, die Mittel für die Eiweißpflanzenstrategie in den kommenden Jahren auf dem derzeitigen Niveau von 6 Mio. Euro pro Jahr weiter fortzuführen. Erste Erfolge sind bereits erkennbar. Der Anbau von Hülsenfrüchten hat von 2014 bis 2016 um schätzungsweise 80.000 Hektar zugenommen und liegt damit derzeit bei rund 188.000 Hektar.

Stand:
17.07.17

Zum Thema

Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM), Ökologischer Landbau und Tierschutzmaßnahmen

Grünland mit Mohn und Kornblumen

Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM), Ökologischer Landbau und Tierschutzmaßnahmen sind wesentliche Instrumente zur Erreichung von Umweltzielen in der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik. Der Rechtsrahmen der Europäischen Union schreibt einen Finanzanteil von mindestens 30 Prozent in den ländlichen Entwicklungsprogrammen nach Art. 59 Absatz 6 der EU-Verordnung über die Förderung der ländlichen Entwicklung (ELER) vor.

mehr: Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM), Ökologischer Landbau und Tierschutzmaßnahmen …

Eine Zukunftsstrategie für den ökologischen Landbau

Logo: Zukunftsstrategie ökologischer Landbau

Bei der Kick-Off-Veranstaltung im BMEL in Berlin hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 19. Mai 2015 den offiziellen Startschuss für die Entwicklung der "Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau" gegeben.

mehr: Eine Zukunftsstrategie für den ökologischen Landbau …

Direktzahlungen

Landwirt in seinem Büro am PC

Direktzahlungen sind ein Kernelement der EU-Agrarförderung. Mit diesem Instrument wird die Einkommens- und Risikoabsicherung landwirtschaftlicher Betriebe in Form einer von der Produktion unabhängigen Zahlung unterstützt. Die Auswirkungen der zum Teil erheblichen Schwankungen der Agrarpreise werden damit abgefedert.

mehr: Direktzahlungen …

FAQ zur Agrarreform und der nationalen Umsetzung

Felder aus Vogelperspektive

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union und ihrer Umsetzung in Deutschland

mehr: FAQ zur Agrarreform und der nationalen Umsetzung …

Publikationen

Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland - Ausgabe 2015

Cover der Broschüre "Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland"

Die vorliegende Broschüre gibt einen umfassenden und aktuellen Überblick über die EU-Agrarreform in Deutschland. Sie erhält Informationen über das Verfahren der Neuzuweisung von Zahlungsansprüchen, die Ausgestaltung der verschiedenen neuen Direktzahlungsregelungen sowie Hinweise für die Antragstellung. Darüber hinaus werden die Regelungen zu Cross Compliance und weitere Bestimmungen der neuen GAP vorgestellt.

Ackerbohne, Erbse & Co. - Die Eiweißpflanzenstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Förderung des Leguminosenanbaus in Deutschland

Cover der Broschüre 'Eiweißpflanzenstrategie des BMEL

Mit der Eiweißpflanzenstrategie des BMEL sollen – unter Berücksichtigung der internationalen Rahmenbedingungen – Wettbewerbsnachteile heimischer Eiweißpflanzen (Leguminosen wie Ackerbohne, Erbse und Lupinenarten sowie Kleearten, Luzerne und Wicke) verringert, Forschungslücken geschlossen und erforderliche Maßnahmen in der Praxis erprobt und umgesetzt werden.

Presse

Unternavigation aller Website-Bereiche