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Deutscher Innovationspreis Gartenbau 2016: Staatssekretär Aeikens zeichnet Gewinner aus

Die Gewinner des Deutschen Innovationspreises Gartenbau 2016 stehen fest. Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens überreichte auf dem Deutschen Gartenbautag am 29. September in Berlin die Preise an Unternehmen aus Dresden, Sparrieshoop, Edingen-Neckarhausen und Stuttgart.

Sie sicherten sich die Auszeichnung mit der Hortensiensorte "Diva Fiore", der "Parfuma-Duftrosen-Serie" bzw. der Produkteinführung von "Stiefkind Apfelsaft". Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr damit zwei Innovationen in der Kategorie "Pflanze" sowie eine in der Kategorie "Kooperation / Betriebsorganisation / Unternehmenskonzepte". Der Preis wird seit 1997 jährlich durch das Bundeslandwirtschaftsministerium verliehen und ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Staatssekretär Aeikens würdigte bei der Preisverleihung die innovativen Leistungen der ausgezeichneten Bewerber "Kühne Jungpflanzen", "W. Kordes Rosenschulen GmbH & Co.Kg", "Baumschule und Obstbau Georg Schneider GbR" sowie "Die Buben - Agentur für Kommunikation". Sie alle greifen mit ihren prämierten Einreichungen zentrale Fragen des Gartenbaus auf.

Portraitfoto Quelle: BMEL/Thomas Koehler/photothek.net

Aeikens stellte anlässlich der Preisverleihung zudem die Bedeutung der gesamten Branche heraus: "Der Gartenbau ist eine wichtige Branche innerhalb der Landwirtschaft. Sie erbringen pro Flächeneinheit die höchste Wertschöpfung, Beschäftigung, Ausbildung und haben die mit Abstand größte Produktpalette. Deshalb ist es unser Ziel, den Gartenbau als eine leistungsfähige, wettbewerbsstarke Branche in Deutschland und in den internationalen Handelsbeziehungen zu verankern", sagte Aeikens. Hierzu habe das Ministerium einiges auf den Weg gebracht. Exemplarisch nannte der Staatssekretär die gemeinsam mit der Branche erarbeitete und 2014 auf den Weg gebrachte Zukunftsstrategie Gartenbau; zudem entwickele das BMEL das Zukunftsthema Innovation als Schwerpunkt weiter und finanziere bis Mitte 2017 die Entwicklung einer speziellen Strategie für Innovationen im Gartenbau, damit Forschungsförderung gezielt ansetzen kann.

In welchen Bereichen mussten die Bewerber punkten, um beim Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2016 zu gewinnen? Besonders im Blick der Jury standen beim Bundeswettbewerb die Kriterien

• innovative Qualität,
• Bedeutung der Innovation innerhalb der Gartenbauwirtschaft,
• praktische Anwendung,
• Marktchancen und
• Modellcharakter für andere Betriebe.

Das BMEL stellt die drei Preisträger 2016 vor:

Kategorie "Pflanze"

Kühne Jungpflanzen, Dresden, für ihre Hortensiensorte "Diva Fiore"

Dr. Hermann Onko Aeikens bei der Preisverleihung an die Firma Kühne Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens (2.v.links) und Jürgen Mertz (links), Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), überreichten den "Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2016" an die Firma Kühne Jungpflanzen aus Dresden, Quelle: ZVG

Hortensien sind als hochpreisige Kultur im Zierpflanzenbau als Zimmer- und Gartenpflanze gefragt. Der Haken: Es gibt nur einige, sehr alte Sorten, die winterhart sind und mehrfach blühen (remontieren). Gerade diese sehr alten Sorten wachsen aber meist nicht so kompakt und blühen nicht so leuchtend, wie der Kunde es heute wünscht. Hier setzt die neue Sorte "Diva Fiore" der Firma Kühne an: Sie verbindet ein modernes attraktives Erscheinungsbild mit den wichtigen Eigenschaften des Remontierens und ausgeprägter Winterhärte. "Die "Diva Fiore" stellt daher eine echte Innovation von erheblicher Attraktivität für den Verbraucher dar", befand die Jury.

W. Kordes Rosenschulen GmbH&Co.KG, Sparrieshoop, für ihre "Parfuma-Duftrosen-Serie"

Die Firma Kordes zählt zu den weltweit führenden Rosenzüchtern. Um erfolgreich blattgesunde Rosen mit Resistenz gegenüber Sternrußtau und Mehltau zu züchten, stellte sie konsequent den Zuchtgarten auf eine Kultur ohne Fungizide um. Das schränkte zunächst die Menge des zur Züchtung verfügbaren, geeigneten Ausgangsmaterials ein. Durch ausdauernde Zuchtarbeit gelang es, neben den wichtigen Resistenzen auch den Blütenduft als ein sehr komplexes Merkmal erfolgreich züchterisch zu bearbeiten. Ein herausragendes Ergebnis ist die "Parfuma-Duftrosen-Serie" mit ganz intensivem Blütenduft. Das Votum der Preisrichter: Eine überzeugende, erfolgreiche Züchtung, die Maßstäbe setzt für diese wichtige Zierpflanzenkultur.

Kategorie "Kooperation/Betriebsorganisation und Unternehmenskonzepte"

Baumschule und Obstbau Georg Schneider GbR, Edingen-Neckarshausen, und ihr Kooperationspartner DIE BUBEN - Agentur für Kommunikation, Stuttgart für "Stiefkind Apfelsaft"

Dr. Hermann Onko Aeikens bei der Preisverleihung an die Firma Gerog Schneider und "Die Buben" Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens (links) und Jürgen Mertz (rechts), Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), überreichten den "Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2016" an die Firma Georg Schneider GBR, Edingen-Neckarhausen, und den Kooperationspartner "Die Buben", Stuttgart., Quelle: ZVG

Ausgezeichnet werden die erfolgreiche Konzeption und Markteinführung eines innovativen Apfelsaftproduktes. Ausgehend von einer Neuzüchtung aus einem rotfleischigen Zierapfel und einem gelbfleischigem Kulturapfel mit säuerlichem Geschmack wurde ein Apfelsaft entwickelt, der junge Leute anspricht. Durch gekonntes Marketing konnte eine Zielgruppe außerhalb des klassischen Apfelsaftmarktes besetzt werden, die Produktgruppe der alkoholfreien Trendgetränke. Ein für ein Familienunternehmen aufwändiges, ausgefeiltes Kommunikationskonzept mit Verkaufsförderungsaktionen, Produktproben und Guerrillamarketing-Elementen sorgte für einen raschen Imageaufbau. Der Innovationspreis würdigt den besonderen Vorbildcharakter des Konzeptes.

Angesichts eines zunehmenden Wettbewerbs im Lebensmittelhandel besteht die Herausforderung darin, klar fokussierte Zielgruppen mit professionell abgestimmten Marketinginstrumentarien für markante Produktneuheiten zu begeistern. Das Beispiel Stiefkind Apfelsaft zeigt, welche Möglichkeiten neuere Marketing- und Kommunikationsansätze bieten. Zwar ist das Vermarktungskonzept nicht eins zu eins auf andere Bereiche des Gartenbaus übertragbar. Es zeigt jedoch, dass der Gartenbau neue Ideen und trendige Vermarktungsansätze nicht nur anderen überlassen muss - so das Urteil der Jury.

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!

Weitere Informationen

Stand:
29.09.16

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