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Schmidt zum G20-Auftakt: Landwirtschaft ist ein Schlüsselfaktor für Stabilität

Zum Auftakt der deutschen G20-Präsidentschaft am 1. Dezember hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Bedeutung der Landwirtschaft für Stabilität, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit herausgestellt.

"Für die Zukunftsfähigkeit der ländlichen Regionen, für die Verantwortung zur Ernährungssicherung, aber auch für politische Stabilität ist die Landwirtschaft ein Schlüsselfaktor", sagte der Minister anlässlich des Treffens der G20-Agricultural Deputies in Berlin am ersten Tag der deutschen G20-Präsidentschaft.

Die so genannten Deputies, politische Berater oder Vizeminister, bereiten das Treffen der G20-Agrarminister am 22. Januar 2017 vor. Zu diesem lädt der deutsche Bundeslandwirtschaftsminister seine G20 Ressortkollegen nach Berlin ein. Das G20-Agrarministertreffen wird das erste Ministertreffen unter der deutschen G20-Präsidentschaft sein.

"Deutschland hat die große Ehre, im Jahr 2017 den Vorsitz der G20 zu führen. Das ist nicht nur eine große Verantwortung, sondern auch eine große Chance", betonte Schmidt. Die drei Schwerpunkte der deutschen G20-Präsidentschaft "Stabilität – Verantwortung – Zukunftsfähigkeit“ , die unter dem Motto steht "Eine vernetzte Welt gestalten", träfen zweifellos auch auf die Rolle der Landwirtschaft zu.

Gruppenfoto Bundesminister Schmidt mit den G20-Agricultural Deputies in Berlin , Quelle: BMEL

Kurz erklärt: G20

Die G20 ist das zentrale Forum zur internationalen Zusammenarbeit der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer in Finanz- und Wirtschaftsfragen. Die G20 sind verantwortlich für fast zwei Drittel der Weltbevölkerung, mehr als vier Fünftel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und drei Viertel des Welthandels.

Der G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs findet am 7./8. Juli in Hamburg statt. Ihm gehen eine Reihe von Fachministertreffen voraus. Den Auftakt bildet dabei das Agrarministertreffen am 22. Januar 2017.

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"Ohne die Landwirtschaft sind Fragen globaler Stabilität wie die dauerhafte Ernährungssicherung nicht zu lösen. Deshalb müssen wir die nachhaltige Landwirtschaft und die ländlichen Räume weltweit stärken. Dafür werde ich mich unter der deutschen G20-Präsidentschaft einsetzen", sagte Schmidt.

G20 repräsentiert 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche

Die Gemeinschaft der G20 repräsentiert 60 Prozent der global bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fläche sowie 80 Prozent des Handels mit Grundnahrungsmitteln. Folgerichtig haben die G20-Agrarminister bei ihrem Treffen am 3. Juni 2016 in China verabredet, sich künftig regelmäßig über die Fragen von Agrarpolitik und Ernährungssicherung auszutauschen.

Landwirtschaft und Wasser im Fokus der Agrarminister

Schmidt kündigte an, den Schwerpunkt beim G20-Agrarministertreffen auf das Thema "Landwirtschaft und Wasser" zu legen. Die Landwirtschaft benötigt schon heute global etwa 70 Prozent des genutzten Süßwassers. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird angesichts der wachsenden Weltbevölkerung der globale Bedarf an Agrarprodukten bis zum Jahr 2050 um bis zu 70 Prozent steigen. Entsprechend erhöht sich auch der Wasserbedarf zu ihrer Erzeugung. Wasser wird damit zu einem immer knapperen Gut, das auch von anderen Sektoren in wachsendem Maße nachgefragt wird.

"Die Landwirtschaft steht vor der Aufgabe, mehr Lebensmittel mit weniger Wasser zu produzieren. Dazu bedarf es intelligenter Lösungen, und die können wir nur gemeinsam in der Weltgemeinschaft erarbeiten. Mein Ziel ist es, mit den Agrarministern der 20 großen Wirtschaftsnationen und der Gastländer gangbare Wege zu erarbeiten. Mit dem Fokus auf das Thema "Landwirtschaft und Wasser" greifen wir eines der wichtigsten Zukunftsthemen der Welternährung auf", erklärte Schmidt.

Das Thema "Wasser und Landwirtschaft" wird auch im Zentrum des "GFFA - Der Berliner Welternährungskonferenz" stehen. Diese Konferenz findet vom 19. bis zum 21.1.2017 unmittelbar vor dem Treffen der G20-Agrarminister ebenfalls in Berlin statt.

Informationen zum vorangegangenen Agrarministertreffen in China:

Stand:
01.12.16

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