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Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Agrarministerkonferenz 2018 auf einem Treppenaufgang Quelle: BMEL/photothek.net/Thomas Koehler

10. Berliner Welternährungskonferenz beschließt Kommuniqué zur Zukunft der tierischen Erzeugung

Auf dem weltweit größten Agrarministertreffen in Berlin haben sich 69 Staaten zu einem verantwortlichen und nachhaltigen Umgang mit der Tierhaltung verpflichtet.

Impressionen von der Konferenz

Teilnehmer bei der Agrarministerkonferenz Quelle: BMEL/photothek.net/Thomas Koehler

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Bei der Übergabe des Abschlusskommuniqués betonte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: "Der nachhaltige Umgang mit den Tieren bei der Produktion tierischer Nahrungsmittel ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Nutztierhaltung ist unter verschiedenen Gesichtspunkten für die weitere Entwicklung der Bevölkerung bedeutsam. Der Ernährungsstatus der Menschen, der wirtschaftliche Wohlstand ländlicher Regionen und die Auswirkungen von Klima und Umwelt sind nur einige Faktoren, die in einen gerechten Interessenausgleich zu bringen sind."

Das Abschlusskommuniqué wurde im Rahmen der 10. Berliner Welternährungskonferenz, dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) übergeben an die Generaldirektorin der OIE, Dr. Monique Eloit, und den Generaldirektor der Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO), Prof. Dr. José Graziano da Silva.

Mit dem Beschluss verpflichten sich die teilnehmenden Ministerinnen und Minister, die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen aktiv zu unterstützen. Sie bekennen sich dazu, verstärkt Regeln und freiwillige Vereinbarungen einzusetzen, die die Produktion effizienter und nachhaltiger gestalten. Darüber hinaus unterstreichen sie die Bedeutung eines maßvollen Konsums von Lebensmitteln tierischer Herkunft für eine ausgewogene Ernährung.

Ernährungssicherheit gewährleisten bei gleichzeitigem Schutz der Ressourcen

Die Nachfrage nach Fleisch, Milch und Eiern wird aufgrund steigender Weltbevölkerung und veränderter Konsumgewohnheiten weltweit zunehmen. Eine ausreichende Versorgung ist vorrangig durch nachhaltige Effizienzsteigerung unter Beachtung des Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutzes zu erreichen. Daneben spielen Tiergesundheit und Tierschutz eine wichtige Rolle. Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) schätzt, dass durch bessere veterinärmedizinische Versorgung und verbesserte Tierschutz- und Tiergesundheitsstandards die tierische Erzeugung um 20 Prozent gesteigert werden könnte.

Die Ministerinnen und Minister identifizieren vier zentrale Handlungsfelder, die miteinander in Einklang zu bringen sind:

  • Ernährungssicherheit gewährleisten
  • Existenzgrundlagen verbessern
  • Ressourcen, Klima und Umwelt schützen
  • Tiergesundheit und Tierwohl verbessern

Hintergrund

Die Berliner Welternährungskonferenz, das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Sie hat ihren politischen Höhepunkt in der Berliner Agrarministerkonferenz – dem weltweit größten Agrarministertreffen. Auf Einladung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft diskutieren Landwirtschaftsministerinnen und -minister aus der ganzen Welt zentrale Zukunftsfragen der globalen Land- und Ernährungswirtschaft. In diesem Jahr steht es unter dem Motto "Die Zukunft der tierischen Erzeugung gestalten – nachhaltig, verantwortungsbewusst, leistungsfähig."

Stand:
20.01.18

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Landwirtschaft stärken, Ernährung sichern - weltweit.
15 Jahre Bilateraler Treuhandfonds mit der FAO

Titelseite der Broschüre

Vor 15 Jahren wurde der Bilaterale Treuhandfonds (BTF) mit dem Ziel gegründet, durch Leuchtturmprojekte innovative Strategien zur Ernährungssicherung sowie gegen Unter- und Mangelernährung international, überregional und in Partnerländern voranzubringen.
Mit der vorliegenden Broschüre anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des BTF starten wir eine Schriftenreihe, welche die bisherigen Erfolge, unser aktuelles Engagement sowie unsere künftigen Aufgaben vorstellen wird. Denn auch in den kommenden Jahren werden wir uns mit Nachdruck für die weltweite Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung einsetzen.

Welternährung Verstehen

Startbild für das Video „Welternährung Verstehen“

Die Weltbevölkerung wächst. Doch die Landwirtschaft erzeugt derzeit weltweit etwa ein Drittel mehr Kalorien, als für die Versorgung aller Menschen rechnerisch notwendig ist. Das heißt: Im Grunde gäbe es genug zu essen für alle. Trotzdem muss jeder neunte Mensch hungrig schlafen gehen. Weltweit hungern noch immer rund 800 Millionen Menschen.

zum Video: Welternährung Verstehen …

Welternährung verstehen - Fakten und Hintergründe

Titelbild der BMEL-Broschüre "Welternährung verstehen"

Die Landwirtschaft erzeugt weltweit derzeit genug Lebensmittel, um zumindest rein rechnerisch alle Menschen zu ernähren. Dennoch muss jeder neunte Mensch auf der Welt jeden Abend hungrig schlafen gehen. Und das, obwohl das Recht eines jeden Menschen auf Nahrung – und zwar in ausreichender Quantität und Qualität – ein Menschenrecht ist, das im internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (VN-Sozialpakt) völkerrechtlich verbindlich verankert ist.

English version: Understanding global food security and nutrition - Facts and backgrounds

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