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Vereinte Nationen beschließen "Dekade der Ernährung"

Die Vereinten Nationen (VN) haben am 01. April 2016 in New York die "Dekade für Ernährung" beschlossen. Ziel ist es, das Thema Ernährung weltweit sichtbarer zu machen und die Staatengemeinschaft zu verpflichten, weitere Anstrengungen zur Bekämpfung von Hunger und Unter-, Mangel- oder Überernährung zu unternehmen.

Die Grundlage hierfür bilden die Beschlüsse der zweiten internationalen Ernährungskonferenz (ICN2), die vom 19.-21. November 2014 in Rom stattfand.
Das Votum zu Gunsten einer VN-Dekade der Ernährung war unter anderem von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt im Gefolge von ICN2 maßgeblich mit vorangetrieben worden. Die Dekade für Ernährung bietet nach Ansicht des Ministers den nötigen Rahmen für eine schnelle und effiziente Umsetzung der Ergebnisse der ICN2. Diese hatte unter anderem einen konkreten Aktionsplan formuliert.

"Wir begrüßen sehr, dass die Vereinten Nationen diesen wichtigen Schritt gegangen sind, um sich entschieden für eine ausgewogene Ernährung weltweit einzusetzen. Mehr denn je ist ein ganzheitlicher Blick nötig: 45 Prozent aller Länder weltweit sind gleichzeitig von Mangelernährung und von Übergewicht bzw. Adipositas betroffen", würdigte Bundesminister Schmidt den VN-Beschluss.
Der globale Ernährungsbericht (Global Nutrition Report) zeigt: Nahezu jedes Land ist von mindestens einer Form nicht ausgewogener Ernährung (Unter-, Mangel-, Überernährung) betroffen. Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind gravierend. Sie treffen nicht nur die betroffenen Menschen und Staaten. Sie berühren nicht zuletzt auch die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele einer Nachhaltigen Entwicklung (SDGs), ist eine solche nachhaltige Entwicklung doch nur auf der Grundlage einer ausreichenden und ausgewogenen Ernährung auf Dauer möglich.

Konferenz "Politik gegen Hunger" im Juni in Berlin

Marktfrau mit Salatblättern Quelle: BLE / Justus-Liebig-Universität Gießen

Wie wichtig das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Thema nimmt, zeigt sich unter anderem an der diesjährigen XII. Konferenz "Politik gegen Hunger", die das Ministerium in Berlin ausrichtet. Diesjähriges Thema: "Ackern für gute Ernährung: Welche Nahrungsmittelsysteme brauchen wir?" Vom 22.-24. Juni 2016 werden im Auswärtigen Amt in Berlin rund 250 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erwartet. Sie sollen aufzeigen, welche politischen Weichenstellungen nötig sind, damit sich weltweit alle Menschen angemessen, ausreichend und gesund ernähren können.

Das BMEL fördert seit vielen Jahren neue Ansätze über seinen Bilateralen Treuhandfonds mit der Welternährungsorganisation FAO. Zudem engagiert sich das Ministerium im Rahmen der Forschungsinitiative "Nutrition – Diversifizierte Landwirtschaft für ausgewogene Ernährung in Subsahara Afrika" mit derzeit acht Forschungsprojekten in Subsahara Afrika. Die mit insgesamt rund neun Millionen Euro unterstützten Projekte zielen auf eine an den Ernährungsbedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtete Nahrungsmittelproduktion. Sie gehen der Frage nach, welchen Beitrag eine diversifizierte Landwirtschaft leisten kann, um Mangel- und Fehlernährung entgegenzuwirken. Um darüber hinaus eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, sollen langfristige Partnerschaften etabliert und ein Kompetenznetzwerk in diesem Bereich aufgebaut werden.

Stand:
19.04.16

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Landwirtschaft stärken, Ernährung sichern - weltweit.
15 Jahre Bilateraler Treuhandfonds mit der FAO

Titelseite der Broschüre

Vor 15 Jahren wurde der Bilaterale Treuhandfonds (BTF) mit dem Ziel gegründet, durch Leuchtturmprojekte innovative Strategien zur Ernährungssicherung sowie gegen Unter- und Mangelernährung international, überregional und in Partnerländern voranzubringen.
Mit der vorliegenden Broschüre anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des BTF starten wir eine Schriftenreihe, welche die bisherigen Erfolge, unser aktuelles Engagement sowie unsere künftigen Aufgaben vorstellen wird. Denn auch in den kommenden Jahren werden wir uns mit Nachdruck für die weltweite Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung einsetzen.

Welternährung Verstehen

Startbild für das Video „Welternährung Verstehen“

Die Weltbevölkerung wächst. Doch die Landwirtschaft erzeugt derzeit weltweit etwa ein Drittel mehr Kalorien, als für die Versorgung aller Menschen rechnerisch notwendig ist. Das heißt: Im Grunde gäbe es genug zu essen für alle. Trotzdem muss jeder neunte Mensch hungrig schlafen gehen. Weltweit hungern noch immer rund 800 Millionen Menschen.

zum Video: Welternährung Verstehen …

Welternährung verstehen - Fakten und Hintergründe

Titelbild der BMEL-Broschüre "Welternährung verstehen"

Die Landwirtschaft erzeugt weltweit derzeit genug Lebensmittel, um zumindest rein rechnerisch alle Menschen zu ernähren. Dennoch muss jeder neunte Mensch auf der Welt jeden Abend hungrig schlafen gehen. Und das, obwohl das Recht eines jeden Menschen auf Nahrung – und zwar in ausreichender Quantität und Qualität – ein Menschenrecht ist, das im internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (VN-Sozialpakt) völkerrechtlich verbindlich verankert ist.

English version: Understanding global food security and nutrition - Facts and backgrounds

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