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ein Bauer und eine Bäuerin bei der Reisernte Terrassenanbau von Reis, Quelle: Fotolia/martinhosmat083

Hunger bekämpfen durch Investitionen in ländliche Räume

Die Welt ist in Bewegung. Das zeigt auch der diesjährige Welternährungstag, der die Bedeutung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume für die Bekämpfung von Fluchtursachen unterstreicht.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärt dazu: „Weltweit leiden 815 Millionen Menschen an Hunger. Davon leben mehr als die Hälfte, 489 Millionen Menschen, in Konfliktgebieten. Hunger und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit gehören zu den Hauptursachen, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Die Angst um das tägliche Brot treibt die Menschen in Unruhen und bewaffnete Konflikte. Die Wohlstandsregionen der Welt sollten ein existenzielles Interesse haben, den Teufelskreislauf aus Hunger, Perspektivlosigkeit, Unruhen, Gewalt und Flucht zu unterbrechen. Denn: Ein leerer Magen findet keinen Frieden.“

Stichwort: Welternährungstag

Am 16. Oktober 1945 versammelten sich im kanadischen Quebec Vertreter aus 42 Staaten, um die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zu gründen. Ihr zentrales Ziel: die Menschheit von Hunger und Mangelernährung befreien.

Zur Erinnerung an ihre Gründung begeht die FAO alljährlich am 16. Oktober den Welternährungstag.

Eine gesicherte, angemessene und ausgewogene Ernährung, wie sie im Menschenrecht auf Nahrung verbrieft ist, ist ein wichtiger Schlüssel zur Bekämpfung von Fluchtursachen. Die Landwirtschaft spielt dabei eine wesentliche Rolle. „Die Agrar- und Ernährungspolitik hat die Verantwortung einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Stabilität weltweit zu leisten. Investitionen in die Landwirtschaft leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung weltweit, sondern zu wirtschaftlichem Wachstum und sozialer Entwicklung. Wir müssen neue Perspektiven schaffen – vor allem im ländlichen Raum. Die Vereinten Nationen sollte ihre Kooperation im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung intensivieren. Kein Industrie- und Schwellenland darf sich vor der notwendigen Finanzierung drücken“, betont Schmidt.

Auch das gerade zu Ende gegangene Treffen der G7-Agrarminister in Bergamo hat die Bedeutung einer leistungsfähigen und resilienten Landwirtschaft sowie die Entwicklung ländlicher Räume zur Bekämpfung von Fluchtursachen unterstrichen.

WEITERE INFORMATIONEN

G7-Agrarministertreffen in Bergamo

Film zu 15 Jahre Bilateraler Treuhandfond

Stand:
16.10.17

Zum Thema

Landwirtschaft stärken, Ernährung sichern - weltweit.
15 Jahre Bilateraler Treuhandfonds mit der FAO

Titelseite der Broschüre

Vor 15 Jahren wurde der Bilaterale Treuhandfonds (BTF) mit dem Ziel gegründet, durch Leuchtturmprojekte innovative Strategien zur Ernährungssicherung sowie gegen Unter- und Mangelernährung international, überregional und in Partnerländern voranzubringen.
Mit der vorliegenden Broschüre anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des BTF starten wir eine Schriftenreihe, welche die bisherigen Erfolge, unser aktuelles Engagement sowie unsere künftigen Aufgaben vorstellen wird. Denn auch in den kommenden Jahren werden wir uns mit Nachdruck für die weltweite Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung einsetzen.

Welternährung Verstehen

Startbild für das Video „Welternährung Verstehen“

Die Weltbevölkerung wächst. Doch die Landwirtschaft erzeugt derzeit weltweit etwa ein Drittel mehr Kalorien, als für die Versorgung aller Menschen rechnerisch notwendig ist. Das heißt: Im Grunde gäbe es genug zu essen für alle. Trotzdem muss jeder neunte Mensch hungrig schlafen gehen. Weltweit hungern noch immer rund 800 Millionen Menschen.

zum Video: Welternährung Verstehen …

Welternährung verstehen - Fakten und Hintergründe

Titelbild der BMEL-Broschüre "Welternährung verstehen"

Die Landwirtschaft erzeugt weltweit derzeit genug Lebensmittel, um zumindest rein rechnerisch alle Menschen zu ernähren. Dennoch muss jeder neunte Mensch auf der Welt jeden Abend hungrig schlafen gehen. Und das, obwohl das Recht eines jeden Menschen auf Nahrung – und zwar in ausreichender Quantität und Qualität – ein Menschenrecht ist, das im internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (VN-Sozialpakt) völkerrechtlich verbindlich verankert ist.

English version: Understanding global food security and nutrition - Facts and backgrounds

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