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Global Forum for Food and Agriculture eröffnet

Landwirtschaft und Digitalisierung stehen im Mittelpunkt der Berliner Welternährungskonferenz

Innovationsbörse, Podien und Workshops: Fachliche Arbeit zum Thema digitale Landwirtschaft prägte den Auftakt zum Global Forum for Food and Agriculture (GFFA). Noch bis Samstag, 19. Januar, kommen bei der Berliner Welternährungskonferenz etwa 2000 hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Sie tauschen sich bei der internationalen Konferenz zu den zentralen Zukunftsfragen der globalen Land- und Ernährungswirtschaft aus. Das GFFA startete parallel zur Internationalen Grünen Woche auf der Messe Berlin, die am Abend eröffnet wird.

Zum GFFA-Auftakt am 17. Januar sagte Michael Stübgen, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, im Beisein von mehreren 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, zu digitalen Technologien: "Sie bieten das Potential für mehr Tierwohl, eine höhere Qualität landwirtschaftlicher Produkte und nicht zuletzt auch für die Verbesserung des Verbraucherschutzes und der Verbraucherinformation." Stübgen unterstrich die Bedeutung einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: "Digitalisierung lässt sich niemals nur national gestalten, sondern nur international und gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft." Im Vordergrund stehe dabei der internationale Meinungsaustausch.

Stübgen: "Zukunftsaufgaben der Menschheit"

Der Staatssekretär ergänzte, beim GFFA gehe es um "Zukunftsaufgaben der Menschheit": Sicherung des Rechts auf Nahrung, Ermöglichung eines gesundes Lebens und die Entwicklung von lebenswerten ländlichen Räumen. Mit Blick auf die internationalen Delegationen sagte Stübgen: "All diese Herausforderungen können wir nur meistern, wenn wir mit anderen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten."

Auch Margit Gottstein, Staatssekretärin für Verbraucherschutz und Antidiskriminierung beim Berliner Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, hob die Bedeutung des internationalen Austauschs zu Fragen der Ernährung und der Landwirtschaft hervor. Bei der GFFA-Eröffnung sagte sie mit Blick auf das Thema Nachhaltigkeit: "Dafür bietet die Digitalisierung Chancen." Sie warf zusätzliche Fragen auf: Wie kann Digitalisierung zu einem schonenden Umgang mit Ressourcen beitragen? Wie lässt sich die Intensität des Pestizid- und Düngereinsatzes verringern. Politik habe die Aufgabe, die richtigen Leitplanken für die Entwicklung der Landwirtschaft zu setzen. Auch der Verbraucherschutz müsse eine Rolle spielen.

In seiner Keynote stellte Dr. Qu Dongyu, Vize-Agrarminister der Volksrepublik China, die Digitalisierung des Alltagslebens in Zusammenhang mit der Entwicklung der Landwirtschaft, etwa bei der Verhinderung von Ernteverlusten: "Weniger Verluste, weniger Abfall sind die wichtigsten Schritte zu mehr Nachhaltigkeit." Digitalisierung sei auch für die ländliche Entwicklung von Bedeutung - in seinem eigenen Land spiele sie eine Schlüsselrolle, sagte der Vizeminister.

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Unter dem Titel "Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft" geht es bei den Fachveranstaltungen des GFFA um die Frage, wie sich das Potenzial der Digitalisierung für die Landwirtschaft besser nutzen lässt und wie Landwirte von digitaler Technologie profitieren können. Dabei spielen auch Datensicherheit und Datenhoheit – im Zusammenhang mit – OpenData eine große Rolle. Ziel ist es, neue Impulse für die Gestaltung und Entwicklung von „Landwirtschaft und Digitalisierung“ auf internationaler Ebene geben.

Bundeskanzlerin Merkel spricht auf GFFA

Vor den Agrarministern aus etwa 70 Ländern wird Bundeskanzlerin Angela Merkel zum ersten Mal auf dem GFFA sprechen. Am Freitag, 18. Januar, ab 15:30 hält sie im Beisein von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine Rede zur Bedeutung der Digitalisierung für die Landwirtschaft der Zukunft. Die Veranstaltung ist presseöffentlich und wird per Live-Stream übertragen.

Weltweit führende Konferenz

Das GFFA ist die weltweit führende internationale Konferenz zu zentralen Zukunftsfragen der globalen Land- und Ernährungswirtschaft. Sie findet seit 2009 jährlich unter dem Leitthema der Ernährungssicherung im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin statt. Die Agrarministerkonferenz mit etwa 70 teilnehmenden Ministerinnen und Ministern bildet das politische Glanzlicht. Organisiert und geleitet wird das Forum vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Kooperation mit dem Senat von Berlin, der Messe Berlin GmbH und dem GFFA Berlin e. V.

Stand:
17.01.19

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