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Bundesminister Schmidt: Wir brauchen ein Nachhaltigkeitsbündnis zwischen den Marktteilnehmern

Namensbeitrag von Bundesminister Christian Schmidt

Mit ihrer Arbeit sorgen unsere Landwirte für hochwertige, gesunde und bezahlbare Lebensmittel, sichern intakte Wälder und Kulturlandschaften, gestalten vitale Lebensräume und liefern Rohstoffe für Energie.

Dabei liegt die Stärke unserer Landwirtschaft in ihrer Vielfalt: Große Betriebe und kleine Höfe, konventioneller und biologischer Anbau, globale und regionale Ausrichtung. Das sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten einer Medaille - und die ist golden! Wir brauchen keine ideologischen Grabenkämpfe, sondern ein konstruktives Miteinander. Nur diese Vielfalt gewährleistet ein breites Angebot, einen gesunden Wettbewerb und macht die Landwirtschaft stark für die Zukunft. Wir können stolz sein auf unsere Landwirte. Und zwar auf alle!

Mein Ziel ist es, die Gräben innerhalb der Landwirtschaft zu überbrücken durch Dialog, Kooperation und die Rückbesinnung auf das, was alle Landwirte eint: die Urproduktion dessen, was Leib und Seele zusammenhält, unserer Ernährung. Um dieses auch in Zukunft zu gewährleisten, braucht die Landwirtschaft unserer Unterstützung. Die Herausforderungen an sie sind groß:

  • Sie muss nachhaltig wirtschaften, damit künftige Generationen nicht mit Klima- und Umweltschäden belastet werden.
  • Sie muss begrenzte Ressourcen schützen.
  • Sie muss hohe Umwelt-, Tierschutz- und Sicherheitsauflagen erfüllen.
  • Und sie muss sich auf dem Weltmarkt behaupten.

Für die Politik heißt das: Weniger Bürokratie und mehr Marktorientierung und zwar mit den Landwirten und nicht gegen sie. Meine Marschroute lautet: Augenmaß, Sachlichkeit und verbindliche Freiwilligkeit. Landwirtschaftspolitik ist immer auch Gesellschaftspolitik.

Für die Wirtschaft heißt das: Fairer Umgang mit den Erzeugern, Verzicht auf Billigpreise als Lockmittel und dafür dauerhaft gute und preiswerte Lebensmittel.

Für die Gesellschaft heißt das: Fairer Dialog bei kontroversen Themen wie dem Tierwohl. Aber auch mehr Wertschätzung für die Leistung der Landwirte und ihrer guten Produkte: Landwirte müssen von ihrer Arbeit leben können und hochwertige und gesunde Lebensmittel haben ihren Preis. Mein Aufruf an die Verbraucherinnen und Verbraucher lautet: Nutzen Sie ihre Marktmacht, ihre tagtägliche Entscheidung an der Ladentheke sichert die Existenz unserer landwirtschaftlichen Unternehmen, faire Produktionsbedingungen und hohe Qualität, jetzt und in der Zukunft.

Aber auch und gerade die Landwirtschaft selbst muss sich in den Dialog einbringen, Positionen überdenken und sich einer veränderten Erwartungshaltung stellen.

Wir brauchen einen Brückenschlag, ein Nachhaltigkeitsbündnis zwischen den Marktteilnehmern:

Eine gesellschaftlich anerkannte und leistungsfähige Landwirtschaft braucht eine klare Marschroute mit Leitplanken! Nur so wird es gelingen, die Landwirtschaft auf Dauer fest in der Mitte unserer Gesellschaft zu verankern.

Stand:
06.03.15

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