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Gruppenfoto mit Abteilungsleiter Dr. Heider Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutsch-Afrikanischen Doktorandentreffens am 16.05.2018 im BMEL, Quelle: BMEL

Deutsch-Afrikanisches Doktorandentreffen in Berlin

Interkultureller Austausch, Exzellenz-Förderung und Stärkung der politischen Relevanz internationaler Agrarforschung

Austausch, Weiterbildung und ein politisch-kulturelles Programm: All das erlebten die rund 25 Teilnehmer und Teilnehmerinnen eines Doktorandenkolloquiums, das die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zusammen mit dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Berlin organisierte.

Ziel des Treffens war, junge Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland und aus afrikanischen Staaten zusammenzubringen, um durch den Aufbau eines Doktoranden-Netzwerks die Zukunftsperspektiven der Nachwuchswissenschaftler zu verbessern.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich hinsichtlich Präsentationstechniken noch so viel lernen kann. Ich dachte, ich halte doch regelmäßig Präsentationen – und die sind okay! Aber dieses Trainingsmodul hat mir gezeigt, dass eine Änderung von vielen Kleinigkeiten das Ergebnis enorm verbessern kann“, so Tonny Kabuuka, ugandischer Doktorand am Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Die aus ganz Deutschland angereisten Nachwuchswissenschaftler nahmen an einem zweitägigen Präsentationstraining teil, bei dem die Teilnehmer ihre Vortragsweise kritisch analysierten – auch mit Hilfe der anderen Doktoranden. So wurden die im Vorfeld erstellten Präsentationen oftmals unter dem Motto „Weniger ist mehr“ überarbeitet. Um die Forschungsergebnisse passgenau und professionell kommunizieren zu können, erwarben die Teilnehmer an einem weiteren Workshop-Tag vertiefte Kenntnisse über die Publikation ihrer Forschungsergebnisse. Ziel des Trainings war, schneller und effizienter publizieren zu können und die Doktorarbeiten erfolgreich abzuschließen.

Wissenschaftliches Netzwerk für Doktoranden unerlässlich

Zur Unterstützung der Netzwerkaktivitäten stellte Frau Dr. Almuth Wietholtz-Eisert von der Leibniz-Gemeinschaft die Initiative „Leibniz in Afrika“ vor. Diese erfasst und vernetzt die Aktivitäten der verschiedenen Leibniz-Institute in Afrika, denn mehr als die Hälfte der 93 Leibniz-Institute arbeiten hier. Die Bedeutung eines wissenschaftlichen Netzwerkes für die weitere Karriere der Doktoranden wurde auch von Dr. Stefan Sieber vom ZALF aus persönlicher Erfahrung hervorgehoben.

Zukunftsweisend war auch ein innovativer Input zum Thema „Open Science“ und „Open Access“, der im Nachgang zwischen den Doktoranden kontrovers diskutiert wurde. Da gerade afrikanische Forscher oftmals in etablierten Verlagen an „gläserne Decken“, also unsichtbare Grenzen stoßen, bietet die Open Access Bewegung vielfältige Möglichkeiten diesem Dilemma zu entgehen.

Internationale Zusammenarbeit als Schlüssel nachhaltiger Entwicklung

Dieses inhaltliche Programm wurde begleitet von einem Austausch mit Experten des BMEL. Das Ministerium lud die Teilnehmer zu einem informellen Gedankenaustausch ein, um deren Perspektiven, Fragen und Anregungen aufzunehmen. Herr Dr. Klaus Heider, Leiter der Abteilung „Ernährungspolitik, Produktsicherheit, Innovation“ hob in seiner Begrüßungsansprache hervor, dass das BMEL sehr an qualitativ hochwertiger Forschung in Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern interessiert sei. „Wir sind davon überzeugt, dass die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlern eine lohnende Investition in die Zukunft ist. Die internationale Forschungszusammenarbeit ist ein Schlüssel zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen für globale Herausforderungen wie Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit und zur Bekämpfung des Klimawandels sowie der Ausbreitung übertragbarer Krankheiten durch Tiere und Lebensmittel“, sagte Herr Dr. Heider.

Das politisch-wissenschaftliche Programm wurde flankiert von Austauschmöglichkeiten der Wissenschaftler untereinander, beispielsweise während eines Besuchs im deutschen Bundestag.

Stand:
06.06.18

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