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Forscher bitten Bürger um Zusendung von Mücken

Exotische Stechmücken auf dem Vormarsch

Durch die aktuelle Wetterlage ist in der nächsten Zeit verstärkt mit Mücken zu rechnen. Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) rufen daher zu Einsendungen von Mücken für den "Mückenatlas" auf.

Seit 2015 breitet sich das Zika-Virus in Süd- und Mittelamerika aus. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen und mit Missbildungen bei neugeborenen Kindern in Verbindung gebracht. Diese Ereignisse zeigen, dass blutsaugende Insekten eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier darstellen können und grundlegende Forschung aktuell und notwendig ist.

Über Stechmücken und ihre Verbreitung gibt es in Deutschland nur wenige gesicherte Daten. Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) nach führen bereits seit vier Jahren ein sogenanntes "Stechmücken-Monitoring“ durch, um der Frage nachzugehen, welche Mückenarten wann und wo in Deutschland vorkommen.

Derzeit fangen sie gemeinsam mit Kollegen aus fünf anderen Forschungsinstitutionen an 148 Standorten in Deutschland Stechmücken mit speziellen Fallen. In enger Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. läuft darüber hinaus seit 2012 als erfolgreiches Teilprojekt der Mückenatlas.

Fragen und Antworten zum Mückenatlas

Lesen Sie das Interview mit einem Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts

Ausschnitt aus der Karte mit dem Mückenatlas des Friedrich-Loeffler-Instituts

Aufruf zur Mückenjagd

Die Forscherinnen und Forscher haben ein großes Interesse, von möglichst vielen Standorten in Deutschland Mücken zu erhalten. Deshalb werden die Bürgerinnen und Bürger zur "Mückenjagd" aufgerufen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können als "Mückenjäger" aktiv werden und gefangene Stechmücken einschicken. Sie erhalten eine Information darüber, welche Mückenart gefangen wurde. Außerdem können sie ihren persönlichen Fangort in einer interaktiven Sammlerkarte auf der Homepage des Projekts "Mückenatlas" eintragen lassen. Für die Einsendung soll unbedingt das Einsendeformular ausgefüllt werden, das für die Wissenschaftler zur Bestimmung sehr wichtig ist. Sie finden es auf der Internetseite des Mückenatlas.

Asiatische Tigermücke überwintert in Süddeutschland

Weltweit gibt es ca. 3.500 Stechmückenarten. In Deutschland sind bisher 50 Arten nachgewiesen worden. Faktoren wie Globalisierung und die Klimaveränderung begünstigen die Einschleppung und Ansiedlung bisher nicht heimischer Mückenarten.

Mitte Juli 2015 fanden die Wissenschaftler des FLI und des ZALF Eier, Larven, Puppen und ausgewachsene Exemplare der Asiatischen Tigermücke in Freiburg. An gleicher Stelle hatten sie im Herbst 2014 erstmalig die Vermehrung der invasiven Stechmückenart in Deutschland festgestellt. Die neuen Funde deuten auf eine Überwinterung und Ansiedlung der Asiatischen Tigermücke hin. Weitere Untersuchungen dazu laufen.

Stand:
11.08.16

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