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BMEL unterstützt Bekämpfung der Tollwut im südlichen Afrika

Parlamentarische Staatssekretärin informiert sich über Kooperationsprojekt in Namibia

Auf Initiative der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth wurde 2015 ein Kooperationsprojekt zwischen dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) zur Bekämpfung der Tollwut im südlichen Afrika vereinbart.

Dr. Flachsbarth, die an der feierlichen Eröffnung der zweiten Projektphase teilnahm, zeigte sich beeindruckt vom Engagement Namibias bei der Bekämpfung der Tierseuche. Die Tollwut ist eine der bedeutendsten Zoonosen, d. h. eine Erkrankung, die vom Tier auf den Menschen übertragen wird und weltweit vorkommt. Jährlich sterben etwa 70.000 Menschen an der Krankheit. Deutschland ist seit 2008 frei von der Tierseuche und engagiert sich bei den internationalen Bestrebungen, die Tollwut zu bekämpfen. Im Frühjahr 2015 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen BMEL und OIE unterzeichnet, wobei Namibia als Zielland der Projektaktivitäten festgelegt wurde. Namibia hat bereits erhebliche eigene Anstrengungen zur Tilgung der Seuche unternommen, zudem kann das Kooperationsprojekt auf bestehenden veterinärmedizinischen Strukturen aufbauen. Der finanzielle Umfang des Projektes beträgt 300.000 Euro bei einer Laufzeit von drei Jahren. Deutschland bringt jedoch nicht nur Finanzmittel ein, sondern besonders auch die eigenen Erfahrungen mit der Tilgung der Tollwut. Mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, stellt ein weltweit anerkanntes Institut seine Expertise zur Verfügung. Das FLI unterstützt das Projekt technisch und wissenschaftlich.

Mit den Projektmitteln wurden bisher insbesondere Impfkampagnen bei Haustieren (Hunden und Katzen) sowie Informationsmaßnahmen zur Tollwut an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen durchgeführt. Es wurden Helfer vor Ort ausgebildet, denen es aufgrund dieser Schulung gelang, in zwei Zyklen mehrere Zehntausend Tiere zu impfen.

Mittelfristig beabsichtigt das BMEL eine noch intensivere Unterstützung des OIE bei Aktivitäten in der Region, die der Umsetzung des "One Health Konzepts" dienen. Darunter versteht man ganzheitlich orientierte Strategien zur Lösung gesundheitlicher Fragen an der Schnittstelle Mensch/Tier/ Umwelt.

Weitere Informationen zur Forschung im BMEL finden Sie unter: www.bmel-forschung.de

Stand:
17.03.17

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