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Ethik-Dialogtag im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Landwirtschaft und Ernährungsverhalten haben Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt. Doch dürfen wir alles ausschöpfen, was technisch möglich ist? Wo sind Grenzen verantwortlichen Handelns in der Agrar- und Ernährungspolitik? Darum ging es beim Ethik-Dialogtag am 9. Juni 2016 im BMEL.

Unter der Überschrift "Ethische Grundlagen der Agrar- und Ernährungspolitik" hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbänden geladen – darunter solche aus Land- und Ernährungswirtschaft ebenso wie aus Tier-, Natur- und Umweltschutzverbänden.
"Die Wertvorstellungen vor allem in Bezug darauf, welche Produktionsverfahren der modernen Landwirtschaft ethisch vertretbar sind, gehen zum Teil weit auseinander", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Maria Flachsbarth, in ihrer Begrüßungsrede. "Trotz oder gerade wegen der momentan sehr schwierigen Lage der Landwirtschaft möchten wir diesen grundsätzlichen Themen mit unserem heutigen Dialogtag angemessenen Raum geben," betonte die Politikerin. Der Dialog solle zu einem besseren gegenseitigen Verständnis beitragen.

Ethische Verantwortung der Agrarpolitik

Nach den Worten der Staatssekrtärin steht "die Agrar- und Ernährungspolitik heute in der Verantwortung, Rahmenbedingungen für eine wirtschaftlich tragfähige Produktion zu schaffen, die aber gleichzeitig sozial gerecht, tiergerecht, umweltverträglich und ressourcenschonend ist." Dabei gelte es, immer wieder ethische Aspekte abzuwägen. Beispielhaft nannte sie die Frage, ob es angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung verantwortbar sei, auf Technologien zu verzichten, die wesentlich zu einer besseren Ernährungslage weltweit führen könnten. Zudem gelte es, auch den ethischen Wert unternehmerischer Freiheit im Blick zu behalten, die wiederum durch die Sozialpflichtigkeit des Eigentums begrenzt werde.

Nach Impulsreferaten der Professoren Konrad Ott (Philosophisches Seminar, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) und Armin Grunwald (Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag) sowie von Frau Professorin Alena Buyx (Mitglied des Deutschen Ethikrats) ging es bei den sich anschließenden Diskussionen im Kern um drei Themenblöcke:


• Ethische Fragen der Agrar- und Ernährungspolitik,
• Ethik der Landwirtschaft: Wie viel technischer Fortschritt ist ethisch vertretbar? und
• Ethik der Ernährung: Wie sollen wir essen und wie kommen wird da hin?


So wurden unter anderem die von der Parlamentarischen Staatssekretärin zum Veranstaltungsauftakt angestoßenen Fragen diskutiert: Wo sind Grenzen verantwortlichen Handelns in der Agrar- und Ernährungspolitik? Dürfen wir alles ausschöpfen, was technisch möglich ist? Wie gehen wir damit um, dass immer mehr Menschen unter Übergewicht und Fehlernährung leiden? Wie können wir nachhaltigen Ernährungskonsum befördern? Und: Sollte der Staat aus ethischer Sicht das Ernährungsverhalten und das Lebensmittelangebot steuern?
Moderiert wurde die Veranstaltung von Professor Franz-Theo Gottwald, Humboldt-Universität zu Berlin.

Ethik-Dialog ist Teil des Grünbuch-Prozesses

Der Grünbuch-Prozess setzt sich u.a. aus einer Vielzahl von Veranstaltungen zu verschiedensten Fragen der Agrar- und Ernährungspolitik zusammen. Das Ziel: Er soll Perspektiven ermitteln für eine Land- und Ernährungswirtschaft, die wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert ist. Zudem soll der Grünbuch-Prozess dazu beitragen, Brücken zu bauen zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft.
Auf Grundlage des Dialogprozesses und der Analyse weiterer Daten und Fakten wird Bundesminister Schmidt im Herbst sein "Grünbuch Ernährung Landwirtschaft" vorstellen. Es wird die Leitlinien der künftigen Politik seines Ministeriums beschreiben.

Stand:
09.06.16

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Der Grünbuch-Dialog im BMEL

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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt brachte Vertreter von "Wir haben es satt" und "Wir machen Euch satt" und weitere Verbände am 13. Januar 2016 an einen Tisch. Das Ziel: Ein sachlicher Dialog. Das Thema: "Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft“.

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Der Grünbuch-Dialog auf der IGW2016

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"Landwirtschaft und Ernährung im Jahr 2030: Wie wollen wir wirtschaften, wie wollen wir uns ernähren?" – unter dieser Überschrift hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zur Podiumsdiskussions mit der jungen Generation im Rahmen der Internationalen Grüne Woche eingeladen.

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Grünbuch Ernährung Landwirtschaft

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Was wollen wir essen? Wie soll das produziert werden? Wie bekommen die Produzenten dafür einen angemessenen Preis? Wie stellen wir uns Ernährung und Landwirtschaft der Zukunft vor?

Diese und andere Fragen wirft das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in zahlreichen Dialog-Veranstaltungen zwischen Gesellschaft, Landwirtschaft, Handel, Ernährungswirtschaft, Kirchen und Politik auf. Nur über einen intensiven Austausch können wir Lösungsansätze für die großen Fragen finden, die über den Tag hinaus tragfähig sind. Bundesminister Christian Schmidt erstellt am Ende sein "Grünbuch Ernährung-Landwirtschaft".

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Bundesminister Christian Schmidt zum Grünbuch-Prozess

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"Ich will die Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft verankern. Dafür brauche ich Sie!" - Bundesminister Christian Schmidt ruft in seinem Grußwort zum Grünbuch-Prozess Bürgerinnen und Bürger zu einem aktiven Gedankenaustausch auf.

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