BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Europa und Naher Osten

Überblick über die Bilaterale Zusammenarbeit des BMEL mit den Partnerstaaten in Europa und dem Nahen Osten.

Weimarer Dreieck: Treffen der Landwirtschaftsminister im französischen Le Mans

Die Agrarminister Deutschlands, Frankreichs und Polens haben sich am 14. Oktober im französischen Le Mans über aktuelle agrarpolitische Fragen ausgetauscht. Es war das fünfte Treffen von Agrarministern der drei Länder im Gesprächsformat des "Weimarer Dreiecks". Bundesminister Christian Schmidt bilanzierte: "Das Weimarer Dreieck ist die Pressure-Group für die Weiterentwicklung der EU-Agrarpolitik."

Auf der Agenda von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt sowie seinen Amtskollegen Stéphane le Foll (Frankreich) und Krystof Jurgiel (Polen) standen u.a. die Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die Situation an den landwirtschaftlichen Märkten sowie der Freihandel.

Minister Schmidt hob nach dem Treffen hervor: "Die Achse Paris-Berlin-Warschau hat eine tragende Rolle für die europäische Integration. Es ist ein gutes Signal, dass wir diese Achse als Landwirtschaftsminister im Format des Weimarer Dreiecks so intensiv pflegen." Das besondere Format habe sich als effektiv bewährt und ermögliche schnelle Handlungsfähigkeit.

Fortsetzung des Kurses der Marktorientierung

So habe das Weimarer Dreieck sehr viel zur Verbesserung der schwierigen Situation auf dem Milchmarkt beitragen können. "Die von uns initiierten Hilfen der EU waren ein enormer Beitrag zur Existenzsicherung der bäuerlichen Betriebe. Die Europäische Union und die Nationalstaaten haben ihre Handlungsfähigkeit und ihre Verantwortung unter Beweis gestellt, ohne die Marktorientierung infrage zu stellen", sagte Schmidt. Entscheidend für die Zukunft der Agrarmärkte und des Handel sei die Fortsetzung des Kurses der Marktorientierung in Europa.

Schmidt, le Foll und Jurgiel hatten sich im Gesprächsformat des Weimarer Dreiecks zuletzt im Juni in Warschau getroffen. Dort hatten sie in einer "Warschauer Erklärung" gemeinsame Marktmaßnahmen zur europäischen Lösung der Milchkrise auf den Agrarmärkten formuliert. Zentrale Positionen dieser Erklärung waren später in dem im Juli verabschiedeten zweiten EU-Hilfspaket aufgegriffen worden.

Deutliche Vereinfachung der GAP erforderlich

In Le Mans war zudem die Zukunft der GAP nach 2020 Thema. Schmidt hob hervor, man wolle gemeinsame starke Positionen für die anstehenden Reformen entwickeln. "Wir benötigen eine deutliche Vereinfachung bei der GAP, um ihre öffentliche Akzeptanz zu erhalten. Die GAP muss künftig besser in der Lage sein, auf globale, europäische und nationale, aber auch gesellschaftliche Herausforderungen reagieren zu können", urteilte der Minister.

Auch in Fragen der Positionierung zu Handelsabkommen könne man gemeinsame Akzente setzen. Schmidt: "Im Fokus stehen für uns dabei sensible Produktbereiche, der Verbraucherschutz und Qualitätsstandards."

Hintergrund:
Das Weimarer Dreieck geht zurück auf ein Treffen des damaligen deutschen Außenministers Hans-Dietrich Genscher mit seinen französischen und polnischen Kollegen Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski in Weimar im Jahre 1991. Ziel dieses Treffens war es, gemeinsame Grundinteressen zwischen Deutschland, Frankreich und Polen über die Zukunft der Entwicklung Europas zu identifizieren und die grenzüberschreitende regionale Zusammenarbeit zu verbessern. Seither arbeiten die drei Länder in diesem Gesprächsformat in mehreren Ressorts zusammen.

Das Treffen der Agrarminister am 14. Oktober 2016 in Le Mans war das erste Treffen der Landwirtschaftsminister im Format des Weimarer Dreiecks in Frankreich. Zuvor hatten Begegnungen von Agrarministern der drei Länder in Bonn, Brüssel (2014) in Berlin (2015) und in Warschau (Juni 2016) stattgefunden.

Stand:
14.10.16

Inhalt des Dossiers

Publikationen

Bilaterales Kooperationsprogramm des BMEL mit dem Ausland

Cover des Flyers "Bilaterales Kooperationsprogramm des BMEL mit dem Ausland"

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert mit seinem Bilateralen Kooperationsprogramm die Zusammenarbeit in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und gesundheitlicher Verbraucherschutz mit dem Ausland.

Twinning-Projekte im Bereich Ernährung und Landwirtschaft

Cover des Flyers zum Twinning

Ziel eines Twinning-Projektes ist es, EU-Beitrittskandidaten bei der Übernahme des europäischen Rechts und dem Aufbau der dazu notwendigen Verwaltungskapazitäten sowie Länder ohne Beitrittsperspektive bei der Annäherung an EU-Niveau zu unterstützen.

Weitere Publikationen

Presse

Pressemitteilungen

Interviews

Links

Unternavigation aller Website-Bereiche