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Die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (links) trifft ihre niederländische Amtskollegin Carola Schouten. Austausch auf Spitzenebene: Die Agrarministerinnen Deutschlands und der Niederlande, Julia Klöckner (links) Carola Schouten trafen sich in Berlin, Quelle: BMEL

Gespräch auf Spitzenebene: Ministerinnen Klöckner und Schouten im Austausch

Deutsche und niederländische Agrarministerinnen trafen sich in Berlin

Am heutigen Montag haben sich die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihre niederländische Amtskollegin Carola Schouten getroffen. Sie sprachen über die Zukunft der europäischen Agrarpolitik.

Im Mittelpunkt stand dabei der Etat der Europäischen Union (EU) für die nächsten Jahre, der sogenannte mehrjährige Finanzahmen von 2021 bis 2027. Weitere EU-Themen auf der Tagesordnung der beiden Ministerinnen waren die gemeinsame Fischereipolitik sowie die Herausforderungen für den Binnenhandel nach dem Brexit.

Bundesministerin Klöckner sagte: "Deutschland und die Niederlande profitieren von einer starken Gemeinsamen Agrarpolitik. Sie ist die tragende Säule der europäischen Integrationspolitik. Trotz des Brexit ist es mir wichtig, dass wir die Einheit der EU27 wahren und eine finanziell gut ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik erhalten. Sie braucht weniger Bürokratie und mehr Effizienz für eine marktfähige Landwirtschaft, die gesunde Lebensmittel nachhaltig produziert."

Tierwohl im Blick

Wichtiges Thema war auch die geplante Tierwohlkennzeichnung in Deutschland. In den Niederlanden gibt es seit acht Jahren ein dreistufiges Tierwohllabel, das der niederländische Tierschutzbund vergibt. Deutschland plant eine staatliche Tierwohlkennzeichnung, die Verbraucherinnen und Verbrauchern verlässliche Informationen für Ihre Kaufentscheidungen bietet.

Intensiver Handel zwischen den beiden Ländern

Die Niederlande sind für Deutschland der wichtigste Partner für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel. Deutschland führt pro Jahr Agrarwaren im Wert von rund 14 Milliarden Euro aus den Niederlanden ein. Der Wert der Ausfuhren von Deutschland in das Nachbarland beläuft sich auf etwa 9 Milliarden Euro.

Was ist das niederländische Tierschutzlabel "Beter Leven"?

In den Niederlanden gibt es kein staatliches Tierschutzlabel. Seit 2010 vergibt der niederländischen Tierschutzbund "Dierenbescherming" das dreistufige Tierschutzlabel "Beter Leven" ("Besseres Leben"). Diese Kennzeichnung gilt als die bekannteste und erfolgreichste auf dem niederländischen Markt. "Beter Leven" kennzeichnet Fleisch und Wurstwaren von Schweinen, Rindern und Hühnern sowie Eier. Für die Kennzeichnung spielen Tierhaltung, Betriebsmanagement, Transport und Tiergesundheit eine Rolle. Je besser diese Kriterien erfüllt sind, desto mehr Sterne gibt es in der Bewertung.

Zahl der SterneLabelAussage
Ein Stern

Niederländisches Tierwohllabel "Beter Leben" - Stufe "Ein Stern"

Kriterien liegen über den gesetzlichen Anforderungen
Zwei Sterne

Niederländisches Tierwohllabel "Beter Leben" - Stufe "Zwei Sterne"

"Zwischensegment" mit mehr Auslauf für Tiere
Drei Sterne

Niederländisches Tierwohllabel "Beter Leben" - Stufe "Drei Sterne"

Bio oder den Kriterien für bio ähnliche Anforderungen

Niederlande: Einzelhandel verpflichtet sich freiwillig

Mittlerweile haben sich 90 Prozent aller niederländischen Lebensmitteleinzelhändler freiwillig verpflichtet, im Frischfleisch-Segment nur noch Schweinefleisch anzubieten, dass mindestens einen Stern in der "Beter Leven"-Bewertung trägt. Die Supermarktkette Albert Heijn, die mit einem Marktanteil von rund einem Drittel im Lebensmittelsektor führend, verkauft nach eigenen Aussagen in ihren Märkten seit Januar auch bei verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren ausschließlich Produkte, die mit „Beter Leven“-Schweinefleisch hergestellt wurden.

Bundesministerin Klöckner: Statement zum mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union von 2021 bis 2027 (Audio)

Presseinformation: Fortschritt erreicht auf dem Weg zu einer staatlichen Tierwohl-Kennzeichnung

Presseinformation: Klöckner: "Die Niederlande und Deutschland verstetigen die Zusammenarbeit in der Landwirtschaftspolitik"

Publikationen

Bilaterales Kooperationsprogramm des BMEL mit dem Ausland

Cover des Flyers "Bilaterales Kooperationsprogramm des BMEL mit dem Ausland"

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert mit seinem Bilateralen Kooperationsprogramm die Zusammenarbeit in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und gesundheitlicher Verbraucherschutz mit dem Ausland.

Twinning-Projekte im Bereich Ernährung und Landwirtschaft

Titelseite des Flyers "Twinning-Projekte im Bereich Ernährung und Landwirtschaft"

Ziel eines Twinning-Projektes ist es, EU-Beitrittskandidaten bei der Übernahme des europäischen Rechts und dem Aufbau der dazu notwendigen Verwaltungskapazitäten sowie Länder ohne Beitrittsperspektive bei der Annäherung an EU-Niveau zu unterstützen.

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