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Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des BMEL - Vorlage des Zwischenberichts

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt lässt die Geschichte des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aufarbeiten. Die Wissenschaftler sollen dabei nicht nur einen Zeitraum betrachten, der das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft und die Gründung der Bundesrepublik Deutschland erfasst. Es geht vielmehr darum den Gesamtkontext der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu beleuchten, einschließlich der Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäischen Union und damit verbunden der Begründung einer Gemeinsamen Agrarpolitik.

"Mir ist wichtig, Kontinuitäten und Brüche in der Geschichte des BMEL erkennbar werden zu lassen. Es geht nicht darum auf einzelne Personen mit dem Finger zeigen zu können. Erst wenn wir die Geschichte des Hauses kennen, können wir sie auch bewerten", betonte Bundesminister Schmidt.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hatte am 20. Juli 2016 eine Kommission aus Historikern und Verwaltungsexperten eingesetzt, um die Vergangenheit des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufarbeiten zu lassen. Diese Historikerkommission hat nun ihren Zwischenbericht vorgelegt.

Der Auftrag der Unabhängigen Historikerkommission ist die Erforschung der Vergangenheit des BMEL im Kontext der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Dabei sollen im Einzelnen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Die Wiederbegründung des Ministeriums im Jahr 1949,
  • die Geschichte seiner Vorgänger Institutionen,
  • die Frage nach der personellen und sachlichen Kontinuität bzw. Diskontinuität,
  • die Haltung zu seinen Vorgängerinstitutionen,
  • die Rolle der Verbände
  • und die zeitlich parallelen Entwicklungen in der Deutschen Demokratischen Republik.

Die Mitglieder der Kommission sind:

Gruppenfoto Bundesminister Schmidt mit den Mitgliedern der Historikerkommission, Quelle: BMEL

  • Prof. Dr. Horst Möller, Vorsitzender der Unabhängigen Historikerkommission beim BMEL, ehemaliger Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München
  • Prof. Joachim Bitterlich, Botschafter a.D. Professor an der ESCB (Ecole Supérieure de Commerce de Paris)
  • Prof. Dr. Gustavo Corni, Professor für Zeitgeschichte, Dipartimento di Lettere e Filosofia und Scuola di Studi Internazionali, Universität Trient
  • Prof. Dr. Andreas Dornheim, außerplanmäßiger Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
  • Prof. Dr. Friedrich Kießling, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
  • Prof. Dr. Daniela Münkel, Projektleiterin beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, außerplanmäßige Professorin an der Leibniz Universität Hannover

Die Historikerkommission hat ihre Aufgabe in sechs teils chronologisch, teils systematisch definierte Arbeitspakete aufgeteilt. Der Zwischenbericht gibt einen Überblick über die wesentlichen Fragestellungen des Projekts, enthält aber noch keine abschließenden Ergebnisse, da dafür noch umfangreiche Archivrecherchen erforderlich sind. Die Kommission strebt an, den Bericht über ihre Arbeit bis Sommer 2019 vorzulegen, so dass er als Buchveröffentlichung im selben Jahr erscheinen kann.

Am Montag, den 19. Juni 2017 wird es ab 16.30 Uhr eine öffentliche Dialogveranstaltung mit Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt im BMEL geben, zu der wir Sie jetzt schon gerne zum Vormerken aufmerksam machen möchten. Dort werden die Kommissionsmitglieder die Zwischenstände ihrer Forschungen im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter Leitung von Herrn Prof. Blasius von der FAZ vorstellen.

Stand:
18.05.17

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