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Tag der offenen Tür 2016 im BMEL

Rund 4000 Besucherinnen und Besucher strömten zum Tag der offenen Tür 2016 ins BMEL.

Am Samstag und Sonntag, 27. und 28. August, begaben sie sich mitten in Berlin auf Streifzüge durch die moderne Landwirtschaft und konnten sich davon überzeugen: Die Landwirtschaft gehört in die Mitte der Gesellschaft. Die Gäste genossen die Atmosphäre in den Innenhöfen des Ministeriums, kamen ins Gespräch mit Bundesminister Schmidt, lauschten dem Musikprogramm oder kühlten sich bei hochsommerlichen Temperaturen mit einem Lupinen-Eis ab.

Das ausführliche Programm

Bei den Hausführungen erfuhren die Besucherinnen und Besucher nicht nur einiges über die wechselvolle Geschichte des Gebäudes, sondern konnten auch einen Blick in das Büro des Ministers werfen. Die Führungen wurden in diesem Jahr erstmals auch in Gebärdensprache angeboten.

Eine Frage der Haltung! Landwirtschaft und Verantwortung für mehr Tierwohl

Laut Meinungsumfragen ist das Thema Tierwohl eine Herzensangelegenheit der Deutschen. Mit der Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" zeigt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), wie die moderne Landwirtschaft ihrer Verantwortung gegenüber den Nutztieren mit hohen Tierschutzstandards gerecht werden kann. Welchen Beitrag die moderne Landwirtschaft und das BMEL für die Stärkung des Tierwohls leisten, erfuhren die Besucherinnen und Besucher am Stand der Initiative. So lernten sie, wie die Geschlechtsbestimmung im Ei das Töten männlicher Küken verhindert oder was das Etikett auf der Verpackung eines Fleischstücks über dessen Herkunft verrät. Anschauungsobjekte und ein virtueller Stallrundgang gaben Einblick in die moderne Nutztierzucht. Im 360-Grad-Panorama des Forums Moderne Landwirtschaft war die moderne Landwirtschaft aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen: mit einer Virtual-Reality-Brille.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) präsentierte sich am Tag der offenen Tür mit der Sonderschau "Das nachwachsende Büro". Angesichts von 17 Millionen Büroarbeitsplätzen in Deutschland lohnt sich nicht nur ein Blick auf die mehr als 100 innovativen, klimaschonenden, biobasierten Produkte für Büroausstattung, -material und -gestaltung. Anerkannte Umweltzeichen sichern die Nachhaltigkeit der vorgestellten Produkte – sie sind eine Alternative zu den herkömmlichen Materialien, die oft aus Erdölprodukten gemacht sind. Für Überblick sorgt eine Produktdatenbank, die am Tag der offenen Tür ebenfalls einsehbar war.

Einladung zum Tag der offenen Tür 2016 in Gebärdensprache

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Deutscher Wetterdienst

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) unterstützt die Land- und Forstwirtschaft mit agrarmeteorologischen Informationen, denn Pflanzenwachstum und Ertrag hängen vom Wetter ab. Am Tag der offenen Tür erklärten die DWD-Fachleute, welchen Einfluss der Klimawandel auf die Landwirtschaft hat:

  • Die "Klimaorgel" veranschaulichte Klima-Varianten und macht den Klimawandel sichtbar.
  • Die "phänologische Doppeluhr" zeigte, wie Pflanzen auf den Klimawandel reagieren.
  • Das "Extremwetterprojekt", eine Kooperation zwischen BMEL und DWD, wurde vorgestellt.

Schul-Umwelt-Zentrum Mitte

Das Schul-Umwelt-Zentrum (SUZ) Mitte ist eine Einrichtung im Bezirk Berlin-Mitte. Es geht auf den Zusammenschluss der Gartenarbeitsschulen Wedding und Tiergarten zurück. Bereits in den 1920er-Jahren wurden die ersten Berliner Gartenarbeitsschulen unter reformpädagogischer Zielsetzung (Gemeinschaftsgärten mit dem Leitsatz "Lernen mit Kopf, Herz und Hand") gegründet. Unter dem Motto "Gärten für die Kleinen der Stadt" engagieren sich Menschen seit Jahrzehnten dafür, die Berliner Gärten im Sinne einer nachhaltigen Umweltbildung für die Kinder zu nutzen. Am SUZ Mitte werden mobile, kreative Mini-Gärten vorgestellt. Auf kleinem Raum sollen die Freude am eigenen Garten geweckt und Lust auf kleine Anbauprojekte gemacht werden.

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei

Mädchen mit 3D-Brille betrachtet ein Aquaphonik-Modell Fisch und Tomaten wachsen zusammen: das 3D-Modell der Aquaphonik-Demoanlage, Quelle: BMEL/Peter Kossok

Die Kombination von Fisch- und Pflanzenproduktion, um besonders ressourcenschonend Nahrungsmittel herzustellen – darum geht es bei der sogenannten Aquaponik. Das Projekt INAPRO arbeitet mit insgesamt 17 internationalen Partnern an einem innovativen und nachhaltigen Aquaponiksystem. Am Tag der offenen Tür ist ein 3D-Modell der INAPRO-Demoanlagen zu sehen. INAPRO ist ein EU-gefördertes, vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) koordiniertes Vorhaben.

Bundesinstitut für Risikobewertung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist die nationale Bewertungsbehörde in Deutschland – sie beurteilt gesundheitliche Risiken von Lebensmitteln, Produkten und Chemikalien sowie von Pestiziden und ihren Wirkstoffen. Die Sicherheit von Pestiziden, insbesondere von Pflanzenschutzmitteln und ihren Wirkstoffen, ist Thema vieler Debatten. Am Stand beim Tag der offenen Tür gab das Team des BfR einen Überblick zum Verfahren der Bewertung gesundheitlicher Risiken von Pestizidwirkstoffen und zu den Kriterien, die für eine Genehmigung oder Ablehnung von Wirkstoffen und damit für deren Einsatz in Pflanzenschutzmitteln entscheidend sind.

Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien sowie WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie

Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) ist ein international ausgerichtetes agrarökonomisches Forschungsinstitut. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IAMO forschen zu agrarpolitischen Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten, untersuchen die Märkte im Agrar- und Ernährungssektor und analysieren die Entwicklung der Betriebe und Strukturen in ländlichen Räumen. Der WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH) ist eine Dachorganisation zum Thema nachhaltiges, biobasiertes Wachstum. Er vereint weltweit führende Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Pflanzen-, Agrar-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Am Gemeinschaftsstand von IAMO und WCH konnten Besucherinnen und Besucher erfahren, was der Pflanzenfarbstoff Anthocyan in Getreide bewirkt und wie man aus landwirtschaftlichen Abfällen wie Stroh oder Spargel- und Rhabarberschalen kompostierbare Taschen herstellt. Das Melkmodell fand vor allem bei Kindern großen Anklang.

Besucher gärtnern beim Tag der offenen Tür Es gibt viel zu entdecken! Macht mit! z.B. neue Ideen für den kleinen Garten , Quelle: BMEL/Peter Kossok

Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

2016 hat die Welternährungsorganisation FAO zum Jahr der Hülsenfrüchte erklärt – zu diesen so genannten Leguminosen zählt die Blaue Süßlupine, "die Soja-Bohne des Nordens". Forscherinnen und Forscherinnen des Julius-Kühn-Instituts (JKI) verbessern diese heimische Pflanze züchterisch. Das Ziel: eine alternative Eiweißquelle erschließen. Denn Lupineneiweiß wird immer häufiger in Lebensmitteln eingesetzt – auch als Alternativen für Veganer und alle, die Milcheiweiß nicht vertragen. Dazu sind noch einige Hürden zu überwinden: Die jetzigen Lupinensorten sind anfällig für die Pilzkrankheit Anthraknose. Deshalb sucht das JKI nach Resistenzgenen, die sich in neue Sorten einkreuzen lassen. Der Wuchstyp der Pflanzen bestimmt die Höhe des Ertrags, das JKI hat ertragreichere Wuchstypen identifiziert. Beim Tag der offenen Tür informierte das Team des JKI über Züchtung und Forschung. Außerdem gab es am Stand leckere Kostproben aus der Welt der Leguminosen.

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stellt im Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte die eiweißhaltigen Alleskönner für Boden, Mensch und Tier in den Fokus ihrer Arbeit. Die Fachleute möchten damit das Bewusstsein für die Vorteile von Hülsenfrüchten stärken. Beim Tag der offenen Tür erhielten Besucherinnen und Besucher am Stand der BLE Informationen rund um Erbsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte. Bei einem Quiz konnten Erwachsene und Kinder ihr Wissen testen.

Bundessortenamt

Das Team des Bundessortenamts (BSA) stellte beim Tag der offenen Tür sein Engagement für Sortenschutz und Sortenzulassung vor. Im Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte liegt der Schwerpunkt auf Erbsen, Bohnen, Lupinen und Co. sowie ihren besonderen Eigenschaften. Sortenvielfalt ist ein wichtiges Anliegen für das BSA. Beim Tag der offenen Tür gab es viele Informationen dazu – bei der Mitmachaktion am Stand konnten Gäste eine kleine Überraschung zum Thema Biodiversität gewinnen.

"Zu gut für die Tonne!" – Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Pro Person und Jahr sind das rund 82 Kilogramm Essensabfall. Rund zwei Drittel davon wären vermeidbar. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative "Zu gut für die Tonne!" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbände, Kirchen und Zivilgesellschaft unterstützen die Initiative. Beim Tag der offenen Tür gab es Tipps aus der Praxis zu Lebensmittellagerung und –haltbarkeit sowie Rezepte für "beste Reste". Das Ziel: weniger Essen wegwerfen.

Der Verbraucherlotse – zentrale Anlaufstelle für Bürgeranfragen

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung betreibt seit 2012 den Verbraucherlotsen als zentrale Anlaufstelle für Bürgeranfragen an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Am Telefon, per Brief und E-Mail werden Bürgerfragen zur Landwirtschaft, zur Ernährung und zum gesundheitlichen Verbraucherschutz beantwortet. Allein im vergangenen Jahr konnten über den Verbraucherlotsen rund 9.000 Anfragen beantwortet werden. Das Team stellte beim Tag der offenen Tür sich und seine Arbeit vor – und beantwortete auch Fragen zu gesunder Ernährung und Landwirtschaft mit Zukunft.

Stand:
30.08.16
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