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Pflanze wächst in Hand mit Geldmünzen Der Haushalt des BMEL steigt 2017 um 6,8 Prozent gegenüber 2016., Quelle: Tony95 - Fotolia.com

Investitionen in Innovation, Forschung und Digitalisierung

Der Deutsche Bundestag hat dem Haushalt für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für das Jahr 2019 zugestimmt.

Der Haushalt 2019 ist ein Rekordhaushalt: Mehr als 6,3 Milliarden Euro sind für das BMEL veranschlagt - 78 Millionen Euro mehr als im Regierungsentwurf vorgeschlagen.

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel, sagte: "Das ist eine klare Wertschätzung für alle, die im ländlichen Raum produzieren und wirtschaften. Der Haushalt für das Jahr 2019 macht die Bedeutung der Land- und Ernährungswirtschaft für unser Land deutlich."

Das Ministerium habe damit ganz klar den Auftrag, Zielkonflikte zu lösen – auch für mehr gesellschaftliche Akzeptanz der Landwirtschaft. Das BMEL werde wie bisher auch künftig in Innovation, Forschung und Digitalisierung investieren, sagte der Staatssekretär.

Forschung mit konkretem Nutzen

Im Etat für das kommende Jahr sind unter anderem zehn Millionen Euro allein für die Ackerbaustrategie vorgesehen, die 2019 vorgelegt wird. Ziel dieser Strategie ist es beispielsweise, Innovationen zur Aufbereitung von Gülle zu fördern. Damit sollen Regionen mit intensiver Tierhaltung entlastet und die Gülle so verarbeitet werden, dass sie dort eingesetzt wird, wo die Nährstoffe gebraucht werden.

Tierwohl, Umweltschutz und Klimaschutz

Weitere 15 Millionen Euro werden vom BMEL in die Nutztierstrategie investiert, in der Tierwohl, Umweltschutz und Klimaschutz zusammenlaufen. Darüber hinaus fließen 31,4 Millionen Euro in die Verbesserung der Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau, 30 Millionen Euro in die Förderung des Ökolandbaus, sechs Millionen Euro in den Anbau von Eiweißpflanzen und 56,8 Millionen Euro in die Förderung von Innovationen in der Land- und Ernährungswirtschaft. Um die Digitalisierung als Innovationstreiber voranzubringen sind allein für digitale Techniken auf dem Acker und im Stall 15 Millionen Euro vorgesehen.

Die finanzielle Unterstützung der agrarsozialen Sicherung wird künftig auf dem hohen Niveau von vier Milliarden Euro gehalten, um Bäuerinnen und Bauern vor den finanziellen Folgen aus Krankheit, Pflege, Arbeitsunfall und Alter abzusichern. Damit ist der Haushalt 2019 ein klares Bekenntnis zu einer eigenständigen agrarsozialen Versicherung.

Gemeinschaftsaufgabe weiter im Fokus

900 Millionen Euro stehen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) zur Verfügung. Zusätzlich werden Mittel in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre in der GAK für die deutschen Wälder veranschlagt, sodass Hilfen zur Bewältigung von Dürreschäden und nachfolgenden Borkenkäferschäden bereitgestellt werden können. Des Weiteren werden 150 Millionen Euro aus der GAK für den Sonderrahmenplan Ländliche Entwicklung genutzt, um die ländliche Entwicklung voranzutreiben. 70 Millionen Euro stehen zudem dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung zur Verfügung. Auch dem Thema der ausgewogenen Ernährung im Alter widmet sich der Haushalt, indem dafür zwölf Millionen Euro im Haushaltstitel "Maßnahmen zur Förderung ausgewogener Ernährung" vorgesehen sind.

Stand:
22.11.18

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