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Großaufnahme einer Biene an einer Blüte Quelle: fotolia.com/besjunior

Internationale Bienenkonferenz: Viele Akteure, ein Ziel

Unter dem Motto "Viele Akteure, ein Ziel" fand am 28. und 29. März in Berlin die erste Internationale Bienenkonferenz statt. Rund 500 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verbänden, diskutierten wie der Schutz der Honigbiene verbessert werden könnte.

"Wir brauchen die Biene, ihr Schutz ist eine schlichte Lebensnotwendigkeit", sagte Bundesminister Christian Schmidt in seiner Begrüßungsrede. "Bienen leisten einen immensen Beitrag zur Ernährungssicherheit und zu einer nachhaltigen Landwirtschaft."

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Konferenz gemeinsam mit dem Deutschen Imkerbund ausgerichtet. Der Fokus der Veranstaltung lag darauf, Impulse für einen internationalen Ansatz zum Bienenschutz zu geben, denn die Probleme für die Bienengesundheit sind weltweit die gleichen: Mangelndes Nahrungsangebot, Bienenkrankheiten und Parasiten, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie der Klimawandel.

Auf persönliche Einladung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt nahmen auch sein slowenischer Amtskollege Dejan Zidan und der geschäftsführende Direktor der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, Dr. Bernhard Url, an der Internationalen Bienenkonferenz teil. Anwesend waren zudem Vertreter der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und der Welternährungsorganisation (FAO). Von Seiten des internationalen Dachverbandes der Imker, der APIMONDIA, war sein Präsident, der Ire Philip McCabe, anwesend.

Ziel der Veranstaltung war es, verschiedene Akteure, die sich für den Bienenschutz engagieren, zu vernetzen und deren interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern. Dazu fanden drei parallele Foren zu folgenden Themenschwerpunkten statt:

  • Pathogene und Klima
  • Biodiversität und Ernährung
  • Pflanzenschutzmittel und Umweltschutz

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden im Plenum die Ergebnisse zusammengefasst und ein politischer Ausblick auf die zukünftige gemeinsame Arbeit gegeben.

Es wurde deutlich, dass der Fokus der Veranstaltung die aktuellen Probleme der internationalen Bienenhaltung - ebenso wie die Probleme für anderen Bestäuberinsekten - sehr gut abgebildet hat. Zudem wird das Treffen der Experten zum Thema "Bienen und Bestäuber" die Netzwerkbildung deutlich erleichtern, die für die weitere Konzipierung und Umsetzung länderübergreifender Maßnahmen notwendig ist.

Das Format der Internationalen Bienenkonferenz ist bisher einmalig und soll zu vergleichbaren Aktivitäten auf regionaler, lokaler, europäischer und internationaler Ebene anregen.

Mit der Veranstaltung setzt das BMEL sein Engagement zum Schutz der Honigbiene fort:

Nationale Bienenkonferenzen 2016

Um die Akteure besser miteinander zu vernetzen, hatte das BMEL 2016 bereits drei nationale Bienenkonferenzen organisiert:

  • im April 2016 in Mayen
  • im Juni 2016 in Berlin und
  • im Oktober 2016 in Nürnberg.

Daran haben beispielsweise alle wichtigen Flächeneigentümer und –nutzer teilgenommen, unter anderem der Deutsche Städtetag, Kommunen und Landkreise sowie die Deutsche Bahn. Ergebnis: Es sind Kooperationen mit Imkern entstanden und es werden mehr Flächen mit bienenfreundlichen Pflanzen bereitgestellt (zum Beispiel von der Deutschen Bahn).

Bürgerengagement: Die Kampagne "Bienen füttern!"

Anlässlich der internationalen Bienenkonferenz startete die diesjährige Kampagne "Bienen füttern!" Auf der Website www.bienenfuettern.de können Bienenfreunde eintragen, an welchem Standort sie bienenfreundliche Pflanzen pflegen. Die Standorte werden online in einer Deutschlandkarte angezeigt. Teilnehmer können zudem einen von 50 Insekten-Nistkasten gewinnen.

Mit der Fortführung der Initiative rückt das BMEL unter anderem gemeinsam mit dem Verband Deutscher Garten-Center (VDG), dem Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), dem Industrieverband Garten (IGV) und dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) die Leistungen der Bienen für Ernährungssicherheit und Biodiversität ins Rampenlicht. Gleichzeitig wird darüber informiert, wie jeder mithelfen kann das Nahrungsangebot für Bienen zu sichern – ganz einfach mit der Auswahl bienenfreundlicher Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten.

Wissenschaft und Forschung fördern

Viele Fragen zur Bienengesundheit können noch nicht beantwortet werden, weil wissenschaftliche Erkenntnisse fehlen. Um die Bienenforschung weiter zu stärken, hat das BMEL 2016 das Bienenschutzinstitut am Julius-Kühn-Institut gegründet.

Bereits 2004 hatte das Ministerium gemeinsam mit den Bundesländern, Imkern sowie Akteuren aus Landwirtschaft und Industrie das Deutsche Bienenmonitoring etabliert.

Restriktive Zulassung von Pflanzenschutzmittel

Zum Schutz der Bienen gelten in Deutschland besonders strenge Vorschriften für Pflanzenschutzmittel: Der Handel und die Aussaat von Getreide-Saat, die mit sogenannten Neonikotinoiden behandelt wurde, ist verboten. Ziel ist es, Bienen vor den Stäuben zu schützen, die bei der Aussaat des behandelten Getreides freigesetzt werden. (mehr...)

Stand:
24.04.17

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Häufig gestellte Fragen

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