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Per Klick zu den Fragen und Antworten Afrikanische Schweinepest (verweist auf: Fragen und Antworten zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)) Quelle: AdobeStock/wojciech nowak

Fragen und Antworten zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft und für diese tödlich ist. Für den Menschen stellt sie keine Gefahr dar.

In Deutschland ist ASP bisher noch nie aufgetreten. Eine Einschleppung der ASP nach Deutschland würde neben den Auswirkungen für die Tiere auch schwere wirtschaftliche Folgen mit sich bringen. Kritisch wäre eine Einschleppung in die Wildschweinepopulation, da hier die Möglichkeiten der Seuchenbekämpfung begrenzt sind.

Weiterverbreitung der Afrikanischen Schweinepest

Fragen und Antworten zur Einschleppung der ASP nach Europa zur Ausbreitung der Tierseuche.

Warum kann das Mitbringen von Fleischprodukten aus anderen Ländern zu einer Ausbreitung der Tierseuche führen?

Das Virus der ASP ist sehr widerstandsfähig. Es überlebt in frischem, gefrorenen, gepökelten und geräuchertem Fleisch sowie Wurstwaren. Um ein Einschleppen der ASP in die Europäische Union zu vermeiden, ist das Mitbringen von Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) verboten.

In jedem Fall sollten Reisende Essensreste nur in fest verschlossenen Müllbehältern entsorgen.

Wie lange kann der Erreger nach dem Tod eines erkrankten Schweins überleben?

Der Erreger ist gegenüber Umwelteinflüssen sehr widerstandsfähig, er bleibt auch während des Verwesungsprozesses des Schweins mehrere Wochen bis Monate infektiös.

In Schlachtkörpern und Blut ist das Virus monatelang, in Gefrierfleisch sogar jahrelang vermehrungsfähig.

Wie kam die Afrikanische Schweinepest nach Europa?

Im Jahre 2007 wurde das Virus der ASP aus Afrika, vermutlich über den Schwarzmeerhafen von Poti, nach Georgien eingeschleppt und hat sich seither über mehrere Trans-Kaukasische Länder nach Russland, Weißrussland und die Ukraine ausgebreitet.

Anfang 2014 erreichte die Tierseuche die Europäische Union.

Welche Länder sind betroffen?

Neben vielen afrikanischen Ländern kommt die ASP in Europa derzeit in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, Polen, Bulgarien und Belgien sowie der Tschechischen Republik, Rumänien, Ungarn und auf Sardinien vor. Auch Russland, Moldawien und die Ukraine melden nach wie vor Fälle und Ausbrüche der Tierseuche. Wöchentlich aktualisierte Informationen zur Ausbreitung veröffentlicht das Friedrich-Loeffler-Institut hier.

Wieso ist es schwierig, eine Ausbreitung der ASP über Ländergrenzen hinweg zu verhindern?

Auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass infizierte Wildschweine Staatsgrenzen überschreiten, spielt der Mensch bei der Verbreitung des Virus über größere Entfernungen eine große Rolle. So ist beispielsweise eine Verbreitung über unachtsam entsorgte, kontaminierte Schweinefleischerzeugnisse möglich.

Worauf ist der Ausbruch in Osteuropa zurückzuführen?

Durch die meist kleinstrukturierte Landwirtschaft in Osteuropa gibt es häufig keine abgeriegelten Stallsysteme, vielmehr werden die Schweine oft im Freien gehalten. Der Kontakt zur Wildschweinpopulation, die vor allem von der ASP betroffen ist, lässt sich so kaum vermeiden. Dadurch überträgt sich das Virus auf Hausschweine, wie auch durch die (verbotene) Verfütterung von Speiseabfällen.

Wie viele Nachweise der Afrikanischen Schweinepest gab es bisher in Europa?

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 3.979 Nachweise geführt (124 Hausschweinebestände und 3.855 Nachweise bei Wildschweinen). Aktuelle Daten veröffentlicht das Friedrich-Loeffler-Institut hier.

Stand:
14.09.18

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Schutz vor Tierseuchen – was Landwirte tun können

Cover der Broschüre

Aktuell bedroht die Afrikanische Schweinepest (ASP) die Wild- und Hausschweinebestände Osteuropas. Um eine Einschleppung nach Deutschland zu verhindern, sind viele gefordert. Landwirte können einen wichtigen Beitrag leisten, um ihre Bestände zu schützen. Dafür ist die Biosicherheit entscheidend, vor allem Hygienemaßnahmen im Stall.

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Empfehlungen für Hygienemaßnahmen bei der Haltung von Wiederkäuern

Fressende Bullen im Stall

Die Empfehlungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums dienen zur Überprüfung der bestehenden betrieblichen Hygienemaßnahmen und sollen Tierhalter wie auch andere Personengruppen, die mit den Tieren Kontakt haben (z. B. Viehhändler, Transporteure) auf notwendige Hygienemaßnahmen aufmerksam machen.

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Fleisch oder Milchprodukte im Gepäck? Helfen Sie mit, Tierseuchen zu vermeiden!

Verschiedene Würste und Schinken hängen herab

Um ein Einschleppen von Tierseuchen in die Europäische Union zu vermeiden, ist das Mitbringen von Fleisch und Milch sowie daraus hergestellter Erzeugnisse aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) untersagt.

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Bekanntmachungen und Listen - pdf-Dateien beim Friedrich-Loeffler-Institut

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