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Andere Tierkrankheiten und Tierseuchen

Das BMEL informiert zu weiteren Tierseuchen und -krankheiten wie Tollwut, Paratuberkulose, Fuchsbandwurm sowie bakteriellen Erkrankungen.

Zu den bakteriellen Erkrankungen zählt beispielsweise der Milzbrand. Es handelt sich um Zoonosen, d.h. sie sind auch auf den Menschen übertragbar.

Ansteckende Blutarmut bei Einhufern

Nachdem im Spätsommer 2010 Pferde in mehreren Bundesländern an der Ansteckenden Blutarmut erkrankt waren, sind im August 2012 erneut mehrere Fälle in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen festgestellt worden.

Die Infektion ist in diesen Fällen höchstwahrscheinlich durch Blutspenden eines infizierten Spenderpferdes verbreitet worden. Wie das inzwischen eingeschläferte Spenderpferd selbst sich angesteckt hat, ist bisher noch unklar.

Die anzeigepflichtige Tierseuche, die auch als infektiöse Anämie bezeichnet wird, kann bei Pferden zu langwierigen Krankheitsverläufen mit Fieber, Schwäche, Blutarmut und auch zum Tod führen. Impfung und Heilung sind nicht möglich. Infizierte Tiere müssen getötet werden. Die Krankheit kann unter anderem durch blutsaugende Insekten direkt auf andere Pferde übertragen werden. Für den Menschen stellt die Tierseuche jedoch keine Gefahr dar.

Für Blutspenden bei Pferden gelten in Deutschland seit 2011 strenge Regeln. Es werden alle Tierarztpraxen und -Kliniken daran erinnert diese in jedem Fall zu beachten. Experten schätzen das Risiko für die Einschleppung der Ansteckenden Blutarmut über den Pferdehandel weiterhin als deutlich höher ein. Im Jahr 2010 waren Tiere ohne die vorgeschriebenen Tiergesundheitsbescheinigungen von Rumänien nach Deutschland gebracht worden. Solche Pferde stellen eine ernsthafte Gefahrenquelle für die Übertragung der ansteckenden Blutarmut und auch anderer Infektionskrankheiten dar. Pferdekäufern wird deshalb geraten, keine Pferde mit zweifelhafter Herkunft zu kaufen. Allein die Untersuchung im Verdachtsfall kann zu hohen Kosten führen, die der Besitzer des Pferdes tragen muss.

In Deutschland ist die ansteckende Blutarmut in den vergangenen Jahren selten aufgetreten. In Rumänien dagegen waren allein im Jahr 2009 mehr als 11.000 Pferde betroffen. Die EU hat daher strenge Schutzmaßnahmen vorgeschrieben. Demnach müssen Pferde vor der Verbringung aus Rumänien in andere Mitgliedstaaten mehrmals auf die ansteckende Blutarmut untersucht werden.

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