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Klassische Schweinepest

Unter "Schweinepest" versteht man zwei unterschiedliche virusbedingte Tierseuchen, die "Klassische Schweinepest" und die "Afrikanische Schweinepest". Beide Tierseuchen befallen Haus- und Wildschweine, sind ansteckend und fieberhaft verlaufend. Sie sind auf den Menschen nicht übertragbar.

Die "Klassische Schweinepest" und die "Afrikanische Schweinepest" sind unheilbar. Im Seuchenfall ist der gesamte Tierbestand zu töten und unschädlich zu beseitigen. Diese wirtschaftlichen Schäden werden verschärft durch großflächige Schutzzonen mit strengen Handels- und Transportverboten.

Hauptüberträger sind lebende Schweine, aber insbesondere bei der "Afrikanischen Schweinepest" kommen zusätzlich Transportfahrzeuge und insbesondere eingeführte Lebensmittel und Speiseabfälle infrage.

Hinweise für Reisende

Um ein Einschleppen von Tierseuchen zu vermeiden, ist das Mitbringen von Fleisch und Milch aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) untersagt.

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Da das Virus sehr widerstandsfähig ist, hält es sich lange in gekühltem, gefrorenem, gepökeltem und geräuchertem Fleisch. Solche Produkte - auch Würste - dürfen auf keinen Fall von Reisenden in die EU mitgebracht werden.

In Deutschland trat die Klassische Schweinepest zuletzt 2006 bei Hausschweinen und 2009 bei Wildschweinen auf.

Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland bisher nie aufgetreten. Allerdings wurde die Tierseuche 2007 aus Georgien nach Armenien, Aserbaidschan und schließlich in die Russische Förderation eingeschleppt. Von da aus breitete sie sich in die Ukraine und nach Weißrussland aus, wo im Juni 2013 Fälle nahe der polnischen EU-Außengrenze gemeldet wurden. Ende Januar 2014 trat die Afrikanische Schweinepest erstmals in Litauen in zwei Regionen an der Grenze zu Weißrussland auf. Mitte Februar 2014 meldete Polen einen Fall von Afrikanischer Schweinepest bei einem Wildschwein, ebenfalls an der Grenze zu Weißrussland. Somit hat die Afrikanische Schweinepest EU-Gebiet erreicht.

Aus der Forschung

Dr. Sandra Blome und PD Dr. Martin Beer vom Friedich-Loeffler-Institut geben im "ForschungsReport 2/2013" einen Überblick über den derzeitigen Kenntnisstand zur Afrikanischen Schweinepest.

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Stand:
19.02.14

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