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Regierungsbericht: Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration

Ab Januar 2019 ist die betäubungslose Kastration von Ferkeln verboten. Die Bundesregierung hat in dieser Woche den Deutschen Bundestag über den Stand der Entwicklung alternativer Verfahren und Methoden informiert.

Der Bundestag hatte 2013 mit einer Änderung des Tierschutzgesetzes die Kastration von unter acht Tage alten männlichen Schweinen neu geregelt, um die bislang übliche Praxis der Kastration ohne Betäubung zu beenden. Außerdem sieht das Gesetz vor, dass die Bundesregierung dem Bundestag spätestens bis zum 31. Dezember 2016 einen Bericht über den Stand der Entwicklung alternativer Verfahren und Methoden zur betäubungslosen Ferkelkastration erstattet.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zum Bericht der Bundesregierung:

„Mit dem Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration kommen wir unserem Ziel, Deutschland zum Vorreiter in Sachen Tierwohl zu machen, einen entscheidenden Schritt näher. Ich will dabei auch die kleinen und mittleren Betriebe mitnehmen. Deshalb bleiben wir mit der Branche im Gespräch. Wir arbeiten gemeinsam an praktikablen Lösungen und unterstützen die Tierhalter auch weiterhin aktiv dabei, dass der Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration möglichst reibungslos gelingt.“

Die Ergebnisse des Berichts in Kürze:

  1. Die Durchführung des Eingriffs unter Narkose, die Immunokastration und die Jungebermast sind vor dem Hintergrund des Tierschutzes, der Arzneimittelsicherheit und des Verbraucherschutzes geeignet, die Praxis der betäubungslosen Ferkelkastration abzulösen.
  2. Um eine problemlose Umstellung zu gewährleisten und, um größtmögliche Flexibilität zu erhalten, ist es wichtig, dass alle drei Alternativen auf allen Stufen der Lebensmittelkette gleichberechtigt Akzeptanz finden.
  3. Teilweise wird in der Branche der Bedarf gesehen, weitere Alternativen zu entwickeln - insbesondere solche, die der Landwirt selber durchführen kann, die möglichst wenig Veränderungen an der bisher üblichen Praxis erfordern und möglichst keine oder nur geringe Mehrkosten verursachen. Sollten sich Ansätze abzeichnen, die den Erfordernissen des Tierschutzes, der Arzneimittelsicherheit und des Verbraucherschutzes Rechnung tragen, ist die Bundesregierung bereit, die Entwicklung solcher Verfahren zu unterstützen.
  4. Insgesamt waren die Kostenannahmen, vor deren Hintergrund die Neuregelung beschlossen wurde, eher über- als unterschätzt. Das gilt insbesondere für die Immunokastration und die Jungebermast.
Stand:
15.12.16

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