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Tierschutz in der Forschung

Das BMEL unterstützt die Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen.

Sollten Tierversuche in bestimmten Bereichen unvermeidbar sein, macht sich das BMEL dafür stark, Versuchstieren den größtmöglichen Schutz zu gewährleisten. Ziel bleibt es, Tierversuche auf ein unerlässliches Maß zu beschränken.

Verleihung des Tierschutzforschungspreises 2015

Am 25. September 2015 hat Bundesminister Christian Schmidt den 34. Tierschutzforschungspreis verliehen. Mit dem Tierschutzforschungspreis werden methodische Arbeiten gefördert, die das Ziel der Einschränkung und des Ersatzes von Tierversuchen verfolgen.

Schon nach derzeitiger Rechtslage dürfen Tierversuche nur durchgeführt werden, soweit sie zu einem der nach dem Tierschutzgesetz erlaubten Zwecke unerlässlich sind. Und obwohl an der Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen mit Unterstützung der Bundesregierung verstärkt geforscht wird, kann nach dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf Versuche am Tier noch nicht verzichtet werden. Um die Forschung anzuregen, nach Möglichkeiten zur Einschränkung oder zum Ersatz dieser Tierversuche zu suchen, schreibt das BMEL einen Forschungspreis aus.

Am 9. März 2015 wurde der mit 15.000 Euro dotierte 34. Tierschutzforschungspreis des BMEL zur Vergabe ausgeschrieben. Bewerbungsschluss war der 31. Mai 2015. Es sind insgesamt 12 wissenschaftliche Arbeiten für den Forschungspreis eingereicht worden. Die Arbeiten wurden von den fünf wissenschaftlichen Sachverständigen des Preiskuratoriums insbesondere hinsichtlich ihrer Tierschutzrelevanz und ihres Einsparpotentials für Versuchstiere bewertet.

Der 34. Tierschutzforschungspreis wurde an folgenden Gewinner verliehen:

Prof. Dr. Marcel Leist und seine Arbeitsgruppe (Dr. Stefan Schildknecht, Liudmila Efremova), Universität Konstanz

Die vorgelegte Arbeit trägt den Titel "Prevention of human dopaminergic neurodegeneration in an astrocytes co-culture system allowing endogenous drug metabolism".

In der Arbeit wird untersucht, wie mit der Hilfe von in-vitro Zellkulturen aus Neuronen und Astrozyten die Interaktionen im Gehirn modelliert werden können und dadurch ein System für Neurodegenerationsstudien (Pharmakologie und Grundlagenforschung) entwickelt werden kann. Die spezifisch für diese Studien erzeugten Zellen benötigen keine Primärkulturen oder embryonalen Stammzellen und können den Einsatz transgener Tiere ersetzen. Das Modell reproduziert und ersetzt weitgehend ein häufig angewandtes pharmakologisches Modell in Mäusen und Primaten.

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl

Das Modell kann insbesondere bei neurodegenerativen Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Epilepsie), die in Nagern nicht vorkommen, angewandt werden und somit in den nächsten 10 Jahren bis zu 100.000 Tiere für solche Versuche einsparen.

Stand:
25.09.15

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Publikationen

Schritte zu mehr Tierwohl

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl"

Die Broschüre informiert über bereits getätigte und zukünftige Schritte hin zu mehr Tierwohl.

Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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