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Tierschutz in der Forschung

Das BMEL unterstützt die Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen.

Sollten Tierversuche in bestimmten Bereichen unvermeidbar sein, macht sich das BMEL dafür stark, Versuchstieren den größtmöglichen Schutz zu gewährleisten. Ziel bleibt es, Tierversuche auf ein unerlässliches Maß zu beschränken.

"Mein langfristiges Ziel ist es, Tierversuche komplett zu ersetzen"

Bundesminister Schmidt eröffnet das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren

Im Rahmen der BMEL-Initiative "Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl" wird die Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET) zum Deutschen Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) ausgebaut.

Am 25. September 2015 hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel das Zentrum eröffnet. "Mein langfristiges Ziel ist es, Tierversuche komplett zu ersetzen. Kurzfristig will ich Alternativmethoden noch stärker fördern. Mit dem Deutschen Zentrum zum Schutz von Versuchstieren nimmt Deutschland bei der Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen eine Vorreiterrolle ein", so Bundesminister Christian Schmidt bei der Eröffnung.

Die Bundesregierung macht sich dafür stark, Versuchstieren den größtmöglichen Schutz zu gewährleisten. So wird der Bereich des Tierschutzes bei Versuchstieren in Deutschland und international umfassend verstärkt.

Deutschland leistet innerhalb der Europäischen Union bereits zum jetzigen Zeitpunkt einen herausragenden Beitrag für die Erforschung tierversuchsfreier Prüfmethoden und die Entwicklung von Verfahren, die für die Tiere mit weniger Belastungen verbunden sind. Weiterhin wird das Ziel verstärkt verfolgt, Tierversuche auf ein unerlässliches Maß zu beschränken und Alternativen zum Tierversuch zu entwickeln.

Vermeidung, Verringerung, Verminderung

Beim Klicken wird eine vergrößerte Version der Grafik angezeigt Darstellung des 3R-Prinzips für Alternativmethoden, Quelle: Deutsches Zentrum zum Schutz von Versuchstieren

Im Bereich der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch kommt dem sogenannten 3R-Prinzip eine besondere Bedeutung zu:

  • Replace – Vermeidung von Tierversuchen durch den Einsatz von Alternativmethoden
  • Reduce – Verringerung der Anzahl der Versuchstiere auf das Minimum
  • Refine – Verminderung des Leidens der Versuchstiere

Internationale Anerkennung

Durch fundierte wissenschaftliche Arbeit hat sich die ZEBET seit 1989 national wie international einen hervorragenden Ruf geschaffen und einen großen Beitrag dazu geleistet, Tierversuche so weit wie möglich durch Alternativmethoden zu ersetzen.

Das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren soll bundesweit alle Aktivitäten mit den Zielen koordinieren, Tierversuche auf das unerlässliche Maß zu beschränken und Versuchstieren den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. Auf diese Weise sollen durch die Arbeit des Zentrums weltweit Forschungsaktivitäten angeregt und der wissenschaftliche Dialog gefördert werden.

Folgende Aufgaben soll das Zentrum wahrnehmen:

Logo des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren

  • Ausbau der Ersatz- und Ergänzungsmethodenforschung,
  • Intensivierung der Aktivitäten im Bereich der Anerkennung von Alternativmethoden auf nationaler und internationaler Ebene,
  • Verbesserung der Bedingungen für Versuchstiere und
  • effektive Umsetzung der neuen gesetzlichen Aufgaben durch Beratung der Behörden und Forschungseinrichtungen sowie
  • Information der Öffentlichkeit über dessen Arbeit und Intensivierung des Dialogs mit den verschiedenen Interessengruppen zu wissenschaftlichen und ethischen Herausforderungen des Themas "Schutz von Versuchstieren".
Stand:
25.09.15

Inhalt des Dossiers

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