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Ferkel auf Stroh Quelle: CNL IMAGE 360°, Fotolia.com

Tierschutz in der EU: Plattform für Vernetzung und Austausch

EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis hat am 6. Juni 2017 offiziell die EU-Plattform für Tierschutz ins Leben gerufen. Ziel der Plattform ist es, durch bessere Zusammenarbeit und Vernetzung aller Akteure den Tierschutz effektiv voran zu bringen.

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte bereits 2016 gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus den Niederlanden, Dänemark und Schweden angeregt, eine EU-Tierschutzplattform zu etablieren und ein entsprechendes Positionspapier an die EU-Kommission gerichtet. In seiner Initiative "Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl" legt der Minister einen besonderen Schwerpunkt darauf, höhere Standards im Tierschutz auf EU-Ebene zu erreichen, denn:

"Wenn wir mehr Tierwohl erreichen wollen, dann dürfen wir mit unserer Politik keinen Halt vor den Ländergrenzen machen - Tierschutz endet nicht vor der eigenen Haustür. Ich möchte, dass Deutschland zum Trendsetter beim Tierwohl wird. Aber unsere Märkte sind durch Warenströme stark miteinander verbunden. Die höchsten Standards in Deutschland nützen nichts, wenn die Tiere aus Kostengründen nur noch im Ausland im Stall stehen", so Schmidt.

Mit der Plattform soll der Dialog zwischen den zuständigen Behörden, Wirtschafts- und Tierschutzorganisationen, der Gesellschaft und Wissenschaftlern über Fragen des Tierschutzes gefördert werden. Die Plattform soll die EU-Kommission dabei unterstützen, koordinierte Maßnahmen zum Tierschutz zu entwickeln und auszutauschen. Schwerpunkte sind dabei

  1. die bessere Anwendung der EU-Tierschutzvorschriften durch den Austausch von Informationen und bewährten Verfahren sowie die direkte Einbeziehung von Interessengruppen,
  2. der Ausbau und die Nutzung von freiwilligen Verpflichtungen der Branche und
  3. die Förderung der EU-Tierschutzstandards weltweit.

Die Plattform stellt eine Chance für Interessengruppen dar, durch Zusammenarbeit und Vernetzung zur Verbesserung des Tierschutzes beizutragen. Sie soll in erster Linie ein Forum für den Informations- und Erfahrungsaustausch sein. Zudem bietet sie die Gelegenheit, mehr Verständnis, Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedern zu entwickeln.

Die Plattform vereint 75 Vertreter von Interessengruppen und Nichtregierungsorganisationen, aus der Wissenschaft, aus Mitgliedstaaten und Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes, von internationalen Organisationen und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).
Zweimal pro Jahr wird die Plattform tagen, die Austaktsitzung fand am 6. Juni 2017 statt. Ziel ist es, regelmäßig wechselnde Foren oder Interessengruppen einzuladen, ihre Initiativen und Tätigkeiten vorzustellen. Dies wird nicht nur die Debatten bereichern, sondern auch den Austausch und die Verbreitung von Kenntnissen, Initiativen und Erfahrungen im Themenfeld Tierschutz fördern.

Stand:
16.06.17

Zum Thema

Haustierportal des BMEL

Bild der Startseite des Portals Haustierberater

Das Online-Angebot stellt die Bedürfnisse von über 120 häufig gehaltenen Haustieren vor und hilft, das Wohlergehen und den Schutz von Haustieren in Deutschland zu verbessern. Die Plattform richtet sich an alle, die ein Tier zu Hause halten oder sich ein Haustier zulegen wollen.

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Bürgerportal "Tierwohl stärken"

Auf der Startseite des Portals ist eine Kuh und das Logo der Tierwohl-Initiative zu sehen

e werden unsere Nutztiere gehalten? Wie kann man beim Einkauf erkennen, welche Tiere besonders tiergerecht gehalten wurden? Was unternehmen Politik und Wirtschaft, damit es den Tieren besser geht? Auf diese und weitere Fragen finden Sie Antworten in unserem Informationsportal.

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Alternativen zum Töten männlicher Küken

Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zum Video „Alternativen zum Kükentöten“

Wie funktioniert die Geschlechtsbestimmung im Hühnerei und was ist das "Zweinutzungshuhn"? Im Video erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, das Töten männlicher Küken zu zukünftig zu vermeiden.

zum Video: Alternativen zum Töten männlicher Küken …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Publikationen

Von der Forschung in die Praxis: Gute Beispiele in der Nutztierhaltung

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl. Von der Forschung in die Praxis"

Mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung lässt sich oft schon erreichen, wenn an einzelnen Stellschrauben im landwirtschaftlichen Betrieb gedreht wird. Dazu zählen Veränderungen bei der Fütterung, beim Stallklima oder bei der Beleuchtung. In der Broschüre stellen wir das Programm Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz vor: Das BMEL unterstützt ausgewählte Betriebe dabei, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Nutztierhaltung auszuprobieren. Ziel ist es, gute und erfolgreiche Beispiele für mehr Tierwohl im Stall bekannt zu machen und in der Praxis zu etablieren.

Schritte zu mehr Tierwohl

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl"

Die Broschüre informiert über bereits getätigte und zukünftige Schritte hin zu mehr Tierwohl.

Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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