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Europäische Forschungsförderung für eine nachhaltige Tierproduktion

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hatte sich gemeinsam mit Spanien im Ständigen Agrarforschungsausschuss der Europäischen Kommission (SCAR) erfolgreich für die Einrichtung einer neuen Arbeitsgruppe "Nachhaltige Tierproduktion" (Collaborative Working Group on Sustainable Animal Production, CWG-SAP) eingesetzt. Das BMEL leitet diese neue Arbeitsgruppe, Spanien hat den Vizevorsitz inne.

22 europäische Länder haben ihre Zielsetzungen und Prioritäten zur nachhaltigen Tierproduktion innerhalb von 15 Monaten diskutiert und sich auf eine gemeinsame Linie zur Forschungsförderung in dem Themenbereich auf EU-Ebene verständigt.

Die Mitgliedstaaten sind sich einig, dass die erwartete steigende Nachfrage insbesondere auch nach tierischen Lebensmitteln nur mit einer weiteren Erhöhung der Produktivität und der Effizienz in der gesamten Tierproduktionskette befriedigt werden kann.

Tierische Lebensmittel im Kontext von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt

Einigkeit besteht auch darin, dass ein Ausgleich im Sinne der Nachhaltigkeit in Wirtschafts-, Gesellschafts- und Umweltaspekten erfolgen muss. Soll Europa auch in Zukunft ein weltweit wettbewerbsfähiger Standort für die Tierproduktion und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor bleiben, müssen demnach auch die Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften gemeinsam an diesem Nachhaltigkeitsziel arbeiten. Gemeinsame grenzüberschreitende Forschung ist hier ein Schlüsselelement.

Neue Forschungskooperation in Europa

In diesem Zusammenhang sieht auch die Europäische Kommission erheblichen Forschungs- und Innovationsbedarf, der sich unter anderem in der Bekanntmachung für ein ERA-NET (European Research Area Network) zur "Nachhaltigen Tierproduktion" im aktuellen Arbeitsprogramm der Challenge 2 "Nachhaltige Landwirtschaft und Bioökonomie" unter dem Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 widerspiegelt. 22 Partnerländer, die größtenteils bereits in der CWG-SAP vertreten sind sowie weitere Forschungsförderer aus anderen Mitgliedsstaaten beteiligen sich daher an dem Antrag für eine neue Forschungskooperation in Europa. Der Antrag für das ERA-NET "SusAn - European Research Area on Sustainable Animal Production Systems" wird im Juni 2015 bei der Kommission eingereicht und voraussichtlich ab Anfang 2016 mit einer Laufzeit von fünf Jahren starten. Mit dem unter "Horizont 2020" neu eingeführten sogenannten "Cofund"-Finanzierungsinstrument können Forschungsprojekte mit einer Gesamtsumme von fünf Millionen Euro von der Kommission kofinanziert werden.

Europäische Kommission - Nachhaltige Tierproduktion (in Englisch)

BMEL beteiligt sich als Partner

Um den Antrag abschließend zu diskutieren, trafen sich Vertreter der Mitgliedstaaten auf Einladung des Bundeslandwirtschaftsministeriums am 28. Mai 2015 in Bonn. Das BMEL wird sich als Partner an diesem ERA-NET beteiligen und die Forschung aus dem Programm zur Sicherung der Welternährung fördern. Das Referat "Europäische Forschungsangelegenheiten" der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wird die Koordination des neuen ERA-NET SusAn übernehmen. Es unterstützt das BMEL bereits als Geschäftsstelle in der CWG-SAP und vertritt das BMEL im SCAR. Die BLE ist darüber hinaus eigenständiger Partner in 12 verschiedenen europäischen Initiativen, darunter "Animal Health and Welfare", "Joint Programming Initative Agriculture, Food Security and Climate Change". Ergebnisse und Erfahrungen aus diesen EU-Initiativen werden in das neue Cofund ERA-NET SusAn einfließen.

Stand:
01.06.15

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