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Nachhaltige Tierhaltung: BMEL fördert zehn neue Projekte

Wie lassen sich in der Nutztierhaltung gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Aspekte miteinander in Einklang bringen? 14 deutsche Forschungseinrichtungen haben dazu mit europäischen Verbundpartnern Projektskizzen eingereicht und am 22. August 2017 entsprechende Förderbescheide erhalten.

Ziel der Europäischen Forschungsinitiative "Nachhaltige landwirtschaftliche Nutztierhaltung – SusAn" ist die Nachhaltigkeit der europäischen Tierhaltung weiterzuentwickeln.

Aus 74 Projektskizzen waren nach Prüfung durch ein internationales Gutachtergremium 14 Verbundprojekte hervorgegangen. Dafür stehen Fördergelder in Höhe von rund 16 Millionen Euro von 28 Förderorganisationen aus ganz Europa einschließlich einer Kofinanzierung durch die EU bereit. In zehn dieser Verbundprojekte sind 14 deutsche Forschungseinrichtungen vertreten. Das BMEL fördert die deutschen Projektbeiträge mit rund zwei Millionen Euro.

Die neuen Projekte der Forschungsinitiative "Nachhaltige Tierhaltung" zeigen Wege auf, wie Tierhaltung so gestaltet werden kann, dass sie gesellschaftlich akzeptiert wird und ökologische und ökonomische Aspekte miteinander in Einklang gebracht werden. Konkret geht es dabei unter anderem um Systeme zur innovativen Freilaufhaltung, um Alternativen zur Ebermast und zur chirurgischen Ferkelkastration oder um Untersuchungen, wie die Milch- und Fleischproduktion durch vermehrt grün- und weidefutterbasierte Fütterung ressourcenschonender werden kann. SusAn (Cofund ERA-NETs Sustainable Animal Production) ist mit einer Beteiligung von insgesamt 37 Partnern aus 23 europäischen Ländern eine der größten EU-Forschungsinitiativen.

Die Nutztierhaltung ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Mitgliedstaaten. Sie leistet insbesondere in ländlichen Regionen einen großen Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung. Durch die weltweit steigende Nachfrage nach tierischen Lebensmitteln wird sie auch in Zukunft von Bedeutung sein für die Ernährung der Weltbevölkerung.

Stand:
24.08.17

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