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Rückblick auf Aktivitäten und Informationen der Tierwohl-Initiative

Seit dem Start der Tierwohl-Initiative am 17. September 2014 haben wir über viele Termine und Aktivitäten berichtet, die im Rahmen der Inititative "Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl" stattgefunden haben. Eine Zusammenstellung der älteren Beiträge finden Sie in diesem Dossier.

Bundesminister Schmidt startete die Tierschutz-Initiative des BMEL mit den Worten: "Den Tieren muss es am Ende dieser Legislaturperiode besser gehen als heute."

Verleihung des 33. Tierschutzforschungspreises

Am 4. Dezember 2014 hat Bundesminister Christian Schmidt den 33. Tierschutzforschungspreis verliehen. Mit dem Tierschutzforschungspreis werden methodische Arbeiten gefördert, die das Ziel der Einschränkung und des Ersatzes von Tierversuchen verfolgen.

Tierversuche sind nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft noch immer unerlässlich, unter anderem bei der Entwicklung, Prüfung und Kontrolle von Stoffen, zum Beispiel im Bereich der Arzneimittel, Lebensmittelzusatzstoffe und Bedarfsgegenstände. Um die Forschung anzuregen, nach Möglichkeiten zur Einschränkung oder zum Ersatz dieser Tierversuche zu suchen, schreibt das BMEL einen Forschungspreis aus.

Am 25. Februar wurde der mit 15.000 Euro dotierte 33. Tierschutzforschungspreis des BMEL zur Vergabe ausgeschrieben. Bewerbungsschluss war der 30. April 2014. Es sind insgesamt 16 wissenschaftliche Arbeiten für den Forschungspreis eingereicht worden. Die Arbeiten wurden von den fünf wissenschaftlichen Sachverständigen des Preiskuratoriums insbesondere hinsichtlich ihrer Tierschutzrelevanz und ihres Einsparpotentials für Versuchstiere bewertet.

Der 33. Tierschutzforschungspreis wurde an die folgenden Gewinner verliehen:

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl

Dr. Uwe Marx, Technische Universität Berlin
Er hat in seiner Arbeit Multi-Organ-Chips entwickelt, mit denen ein Ersatz von Tierversuchen zur Sicherheitsbewertung von Chemikalien sowie für Wirksamkeitsbewertungen von Arzneimitteln erreicht werden könnte. Es handelt sich um künstliche Systeme, die das Zusammenspiel verschiedener Organe durch Verbindung von Kompartimenten unterschiedlicher Zelltypen mittels eines Flüssigkeitsflusses simulieren. Dr. Marx ist bislang die Entwicklung eines Zwei-Organe-Chips gelungen. Ziel ist die Entwicklung eines Zehn-Organe-Chips.

Dr. Peter Reinhardt, Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Münster
Seine Arbeit "Stammzellbasierte Modellsysteme für die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen" beschäftigt sich mit der Entwicklung von Zellkulturmodellen für Krankheiten wie zum Beispiel Parkinson. Hierzu werden Zellen von Patienten (z.B. Hautzellen) gewonnen und in einen Zustand versetzt, in dem sie sich vermehren und in der Lage sind, sich zu anderen Zelltypen zu differenzieren (so genannte humane, induzierte pluripotente Stammzellen = iPS-Zellen). Dr. Peter Reinhardt hat ein iPS-Zellbasiertes Krankheitsmodell für Parkinson entwickelt, mit dessen Hilfe ohne Versuchstiere u.a. Mechanismen der Krankheit entschlüsselt und mögliche therapeutische Wirkstoffe getestet werden können.

Forschungsteam Prof. Dr. Vera Rogiers, Universität Brüssel
Die Arbeitsgruppe hat eine neue stammzellbasierte Screening-Methode entwickelt, mit der das für den Menschen relevante lebertoxische Potenzial von Stoffen ohne den Einsatz von Versuchstieren eingeschätzt werden kann. Dazu werden Stammzellen, die aus "erwachsenen" menschlichen Geweben gewonnen werden, in Zellen mit Lebereigenschaften ausdifferenziert. Die Arbeitsgruppe konnte damit erstmals zeigen, dass humane Stammzellen der Haut ein vielversprechendes Modell sind und hat eine Methode entwickelt, mittels der sich diese Zellen in Leberzellen differenzieren lassen.

Stand:
04.12.14

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Publikationen

Schritte zu mehr Tierwohl

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl"

Die Broschüre informiert über bereits getätigte und zukünftige Schritte hin zu mehr Tierwohl.

Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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