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Rückblick auf Aktivitäten und Informationen der Tierwohl-Initiative

Seit dem Start der Tierwohl-Initiative am 17. September 2014 haben wir über viele Termine und Aktivitäten berichtet, die im Rahmen der Inititative "Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl" stattgefunden haben. Eine Zusammenstellung der älteren Beiträge finden Sie in diesem Dossier.

Bundesminister Schmidt startete die Tierschutz-Initiative des BMEL mit den Worten: "Den Tieren muss es am Ende dieser Legislaturperiode besser gehen als heute."

Gemeinsam für mehr Tierschutz in der Schweinehaltung

Internationale Tierschutzkonferenz in Kopenhagen am 29. und 30. April 2015

Der dänische Landwirtschaftsminister Dan Jørgensen, die Landwirtschaftsministerin aus den Niederlanden Sharon Dijksma, der schwedische Landwirtschaftsminister Sven-Erik Bucht und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erörtern auf der internationalen Konferenz zur Schweinehaltung in Dänemark Verbesserungen für das Tierwohl in der Schweinehaltung.

Zu dieser Konferenz treffen internationale Experten und Spezialisten sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Tierschutzorganisationen zusammen.

Gemeinsame Stellungnahme auf europäischer Ebene

Anlässlich der Konferenz haben Dänemark, Niederlande, Schweden und Deutschland eine gemeinsame Stellungnahme zum Schutz der Schweine in Europa, mit der die Staaten die EU-Kommission auffordern, die Rechtsvorschriften für den Schutz von Schweinen anzupassen, vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen die Reduzierung der Anzahl schwanzkupierter Schweine und der Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration sowie die Kastenstandhaltung von Sauen nach dem Absetzen der Ferkel.

Rede des Bundesministers Christian Schmidt

29. April 2015 in Kopenhagen

Bundesminister Schmidt am Rednerpult Bundesminister Christian Schmidt verdeutlicht bei seiner Rede das Ziel, Tierwohl "Made in Europe" zum echten Markenzeichen im internationalen Wettbewerb auszubauen, Quelle: BMEL

Zur Rede

Am 14. Dezember 2014 unterzeichneten Dänemark, Niederlande und Deutschland bereits eine gemeinsame Erklärung zur Verbesserung des Tierschutzes. Ziele sind eine verbesserte Zusammenarbeit, ein durchlässigerer Wissenstransfer und eine Vereinfachung des Regelungsrahmens.

Wie lauten die Forderungen der Stellungnahme?

Verringerung des Schwänzekupierens beim Schwein

Ferkelaufzüchter und Mäster sollen in die Verantwortung genommen werden können, die Voraussetzungen für das Halten unkupierter Tiere zu schaffen. Dazu gehören beispielsweise weitere Anforderungen an das Anbieten von Beschäftigungsmaterial, die Besatzdichte und die Bodengestaltung.

Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration

In Anlehnung an die freiwillige Vereinbarung der Wirtschaft (Brüsseler Erklärung - derzeit nur in Englisch) ist hier das Ziel, dass die Kastration von Ferkeln in der EU ab 2018 nur noch mit Betäubung und Schmerzmittelgabe erfolgen darf.

Gruppenhaltung für Sauen ab dem Absetzen

Langfristig soll auf die Einzelhaltung von Sauen im Kastenstand im Deckzentrum verzichtet werden.

Verringerung oder Verzicht auf das Fixieren von Sauen mit Ferkeln

Derzeit gibt es noch keine ausreichenden Kenntnisse über die Anforderungen an die optimale Haltung von Sauen mit ihren Ferkeln in der Freilaufabferkelbucht. Wünschenswert wäre eine Förderung entsprechender Studien durch die Europäische Kommission.

Stand:
29.04.15

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Publikationen

Schritte zu mehr Tierwohl

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl"

Die Broschüre informiert über bereits getätigte und zukünftige Schritte hin zu mehr Tierwohl.

Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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