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Einigung auf Fangquoten 2017
für die Nordsee

Bei der Tagung des EU-Agrarrats am 12. und 13. Dezember in Brüssel haben sich die Europäischen Fischereiminister auf die Gesamtfangmengen (TACs) und Fangquoten für die Fischerei im Jahr 2017 geeinigt. Dies betrifft insbesondere die Fischbestände für die Nordsee und den Nordostatlantik.

Die TACs und Quoten für die Ostsee hatte der Rat bereits im September 2016 beschlossen.

Die Fangmengen für 2017 wurden auf Basis der wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) festgelegt. Besonders erfreulich ist, dass der Nordseekabeljau - lange Zeit Symbolfisch für die Überfischung der Meere – sich deutlich erholt hat und jetzt nachhaltig befischt wird. Die Biomasse und die Größe der Nachwuchsjahrgänge beim Seelachs in der Nordsee nehmen stark zu und erlauben eine wesentlich stärkere Befischung als in den Vorjahren. Die Bestände von Hering und Scholle befinden sich nach wie vor auf einem historisch hohen Niveau. Die Fangmenge für Scholle bleibt daher auf Vorjahresniveau, bei Hering ist eine leichte Kürzung (-7 Prozent) vorgesehen.

Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik wirkt

Nach den Worten des Bundesministers für Fischerei Christian Schmidt zeigt damit die umfassende Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik nunmehr Wirkung: "2017 steigen die Fangmengen der deutschen und europäischen Fischer erneut bei wichtigen Fischbeständen der Nordsee, bei Kabeljau um 17 Prozent, bei Seelachs sogar um 55 Prozent. Der mit der Reform eingeschlagene Kurs der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer lebenden Meeresschätze zahlt sich damit schon nach wenigen Jahren aus." Es gelte daher jetzt, das gemeinsame Ziel, spätestens 2020 alle Bestände nachhaltig zu bewirtschaften, fest im Blick zu behalten. "Diese Politik ist der beste Garant für eine positive Zukunftsperspektive unserer Fischerei. In der Fischereipolitik bleiben wir auf Nachhaltigkeitskurs. Deswegen können Verbraucherinnen und Verbraucher ohne Gewissensbisse Fisch aus Nordsee und Nordostatlantik genießen. Eine Gefahr für die Bestände besteht dadurch nicht," sagte der Minister.

Bereits heute wird über die Hälfte der Fischbestände im Nordostatlantik nachhaltig bewirtschaftet. Dieser Anteil wird sich voraussichtlich in den nächsten beiden Jahren weiter deutlich erhöhen.

EU- und deutsche Quoten 2017 bei wichtigen Nordseebeständen und Makrele
Bestand

EU-Quote

(Angaben in Tonnen)

Deutsche Quote

(Angaben in Tonnen)

Veränderung 2017/2016

(Angaben in %)

Hering288.76551.066-7
Scholle122.4947.067 0
Seelachs47.88810.447 +53
Kabeljau32.5534.222+17
Schellfisch26.4051.225-45
Makrele
(Nordostatlantik)
407.51725.928+14

Nähere Informationen über die genaue Situation der einzelnen Fischbestände sind über die Website „Fischbestände online“ abrufbar: http://fischbestaende.portal-fischerei.de/

Stand:
14.12.16

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