BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Fischkutter mit Netzen im Wasser, umgeben von Möwen Quelle: Eric Gevaert, Fotolia.com

Einigung auf Fangquoten 2019 für die Nordsee

Bei der Tagung des EU-Fischereirats am 17. und 18. Dezember 2018 in Brüssel haben sich die Fischereiminister auf die Gesamtfangmengen (TACs) und Fangquoten für die Fischerei im Jahr 2019 geeinigt. Dies betrifft insbesondere die Fischbestände für die Nordsee und den Nordostatlantik.

Die TACs und Quoten für die Ostsee hatte der Rat bereits im Oktober 2018 beschlossen.

Deutsche Fischer müssen teilweise empfindliche Kürzungen verkraften

Zum Abschluss der Verhandlungen der Europäischen Fischereiminister in Brüssel über die Fangquoten für das kommende Jahr erklärte der Staatssekretär im Bundesernährungs-ministerium Dr. Hermann Onko Aeikens: "Nach mehreren guten Jahren müssen die deutschen Fischer im kommenden Jahr teilweise empfindliche Kürzungen ihrer Quoten verkraften. Das gilt insbesondere für Hering und Kabeljau in der Nordsee. Bei Seelachs setzt sich der positive Trend hingegen fort. Diese harten Schnitte sind notwendig, damit wir auf Nachhaltigkeitskurs bleiben. Denn unser Ziel ist es, spätestens 2020 alle Bestände nachhaltig zu bewirtschaften. Das erreichen wir nur, wenn wir den natürlichen Schwankungen der Fisch-bestände mit unseren Beschlüssen angemessen Rechnung tragen. Damit sichern wir nicht nur unsere lebenden Meeresschätze, sondern auch die Zukunft unserer Fischer."

Aal: Es bleibt bei Schonzeit

Beim Aal einigte sich der Rat darauf, die Schonzeit von drei Monaten 2019 in Nordostatlantik, Nord- und Ostsee fortzusetzen und im Mittelmeer einzuführen. Aeikens begrüßte in diesem Zusammenhang, dass jetzt auch der Jungaal (Glasaal) in diese Maßnahme einbezogen wird: "Beim Aal besteht schon seit längerem dringender Handlungsbedarf. Deshalb freue ich mich, dass es jetzt gelungen ist, den Schutz dieser gefährdeten Art, insbesondere am Beginn ihres Lebenszyklus‘, weiter zu verbessern." Die Schutzmaßnahmen erstrecken sich nicht auf die Binnengewässer, wo bereits die Aalmanagementpläne greifen.

Wissenschaft ist Basis für Quoten

Die Fangmengen für 2019 wurden auf Basis der wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) festgelegt. Dieser hatte insbesondere für Hering und Kabeljau in Nordsee eine drastische Kürzung der Fangmengen empfohlen, um eine nachhaltige Bewirtschaftung sicherzustellen.

"Die Fischereiminister haben mit ihren Beschlüssen angesichts des rückläufigen Elterntierbestands bei wichtigen Fischbeständen Augenmaß bewiesen und bleiben gleichzeitig weiter auf Nachhaltigkeitskurs. Der rechtzeitige Abschluss der Fischereiverhandlungen mit Norwegen schafft zusätzliche Planungssicherheit zu Beginn der neuen Fangsaison", betonte Aeikens und fügte hinzu: "Nachhaltige Fischereipolitik nützt der Natur, den Fischern und den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Es besteht kein Anlass, auf den Genuss von frischem Meeresfisch aus Nordsee und Nordostatlantik zu verzichten."

EU- und deutsche Quoten 2018 bei wichtigen Nordseebeständen und Makrele
Bestand

EU-Quote

(Angaben in Tonnen)

Deutsche Quote

(Angaben in Tonnen)

Veränderung 2019/2018

(Angaben in %)

Hering*230.78239.404- 40 %
Scholle58.52412.768+ 16 %
Seelachs92.5315.338- 12 %
Kabeljau23.2113.010- 35 %
Schellfisch22.5911.048- 1 %
Makrele
(Nordostatlantik)
260.81316.594- 20 %

* Nördliche Nordsee (Gebiete 4a und 4b)

Stand:
19.12.18

Zum Thema

BMEL-Forschung: Meeresressourcen nachhaltig nutzen

Ostseedorsch

Lange Zeit galt die Ostsee als überfischt. Mittlerweile erholen sich die Fischbestände wieder, sodass die EU-Kommission in ihrem letzten Bericht zumindest teilweise Entwarnung geben konnte: Nur noch 41 Prozent statt bisher 86 Prozent der Bestände sind konkret bedroht. Grund für die positive Entwicklung sind strenge Fangquoten.

Zur externen Website: BMEL-Forschung: Meeresressourcen nachhaltig nutzen …

Fischerei in Deutschland - Verantwortliche Nutzung natürlicher Ressourcen

Startbild für das Video "Fischerei in Deutschland"

Das BMEL setzt sich für eine nachhaltige Fischerei in unseren Gewässern, in der EU und weltweit ein. Der Info-Film zur Fischerei in Deutschland gibt Einblick in den Alltag von Menschen in Berufen rund um den Fisch und erläutert, warum es so wichtig ist, die natürlichen Ressourcen unserer Meere, Flüsse und Seen verantwortlich zu nutzen.

Bestellung und Streaming bei den Landesfilmdiensten möglich.

zum Video: Fischerei in Deutschland - Verantwortliche Nutzung natürlicher Ressourcen …

Publikationen

Links

Rechtsgrundlagen

Unternavigation aller Website-Bereiche