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Wal im Meer Quelle: © David Granville - Fotolia.com

Walschutz

Die Bundesregierung tritt seit langem für einen umfassenden Schutz der Wale ein und lehnt den kommerziellen Walfang entschieden ab. Das gilt in gleicher Weise für den so genannten wissenschaftlichen Walfang.

Der Deckmantel der Wissenschaftlichkeit darf nicht dazu genutzt werden, um das Walfangmoratorium der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) auszuhöhlen.

Die IWC wurde 1946 im Rahmen des in Washington beschlossenen Übereinkommen zur Regulierung des Walfangs gegründet. Deutschland ist diesem Übereinkommen 1982 beigetreten und zählt damit zu den heute 89 IWC-Mitgliedstaaten.
Die IWC trifft sich alle zwei Jahre und beschäftigt sich insbesondere mit der Entwicklung der Walbestände und erforderlichen Schutzmaßnahmen, mit Walschutzgebieten, Walfangquoten für indigene Völker und Walforschung. Die Kommission wird von drei Ausschüssen (Wissenschafts-Ausschuss, Bestanderhaltungs-Ausschuss sowie Finanz- und Verwaltungs-Ausschuss) und mehreren Unterausschüssen in ihrer Arbeit unterstützt.

Das Moratorium für den kommerziellen Walfang gilt seit 1986 und hat sich seither sehr günstig auf die Entwicklung einiger Großwalarten ausgewirkt. Das Moratorium verbietet jeglichen Walfang. Es sieht lediglich für indigene Völker Ausnahmen vor.

Deutschland tritt dafür ein, das Moratorium im Interesse des Walschutzes beizubehalten. IWC-Mitgliedsländer, die zu den Walfangnationen zählen, setzen sich dagegen dafür ein, das Moratorium zu beenden.

Gemeinsamer Standpunkt der EU-Mitglieder

Die in der IWC vertretenen Mitgliedstaaten der Europäischen Union - und damit auch Deutschland - haben sich im Dezember 2017 erneut auf einen sogenannten "Gemeinsamen Standpunkt" für ihre Verhandlungen in den folgenden drei Tagungen der IWC in 2018, 2020 und 2022 verständigt. Unterstützt werden soll danach:

  • die Beibehaltung des Moratoriums für den kommerziellen Walfang
  • Vorschläge, die auf die Einstellung des "Walfangs zu wissenschaftlichen Zwecken" abzielen,
  • Vorschläge zur Regelung des indigenen Subsistenzwalfangs
  • Vorschläge zur Ausweisung von Schutzgebieten für Wale nach den IWC-Regeln

Abgelehnt werden sollen hingegen grundsätzlich alle Vorschläge für neue, derzeit im Übereinkommen nicht vorgesehene Arten des Walfangs.

67. Tagung der Internationalen Walfangkommission in Florianopolis, Brasilien

Drei Wale im Meer

Ausweisung eines Walschutzgebiets im Südatlantik und Quoten für den indigenen Subsitzenz-Walfang: Das waren zwei Themen auf der Tagesordnung der 67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) im September 2018.

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IGH verbietet japanischen Walfang in der Antarktis

Auftauchender Wal vor einem Eisberg

In seinem Urteil vom 31. März 2014 kommt der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag zu dem Ergebnis, dass der so genannte wissenschaftliche Walfang Japans gegen die Walkonvention verstößt.

mehr: IGH verbietet japanischen Walfang in der Antarktis …

Internationale Walfangkommission: Gemeinsamer Standpunkt der EU

Wal ganz nah mit geöffnetem Maul

25 der 28 EU-Mitgliedstaaten sind Mitglieder in der IWC

Die EU kann mit ihrem großen Stimmengewicht auf den Ausgang von Entscheidungen in der IWC großen Einfluss nehmen. Um die Verhandlungen in einem für den Walschutz günstigen Sinn zu beeinflussen, legte die EU im Rat am 12. Dezember 2017 erneut einen "Gemeinsamen Standpunkt" für die nächsten drei IWC-Tagungen 2018, 2020 und 2022 fest. Oberstes Ziel der EU ist es, eine wirksame internationale Rahmenregelung für die Erhaltung und Bewirtschaftung der Walpopulation sicherzustellen, die langfristig eine erhebliche Verbesserung des Erhaltungszustands der Wale gewährleistet und alle Walfangaktivitäten der Kontrolle des IWC unterstellt.

mehr: Internationale Walfangkommission: Gemeinsamer Standpunkt der EU …

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