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Holzmarktberichte des BMEL

Einen detaillierten Überblick über die Rohholzbereitstellung durch die Forstbetriebe und die Verwendung in den holzwirtschaftlichen Betrieben geben die Holzmarktberichte des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Mit unserem Wald verfügen wir in Deutschland über eine Rohstoffquelle, die bei nachhaltiger Bewirtschaftung dauerhaft zur Verfügung steht. Der Wald leistet nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag für die Versorgung unserer Volkswirtschaft mit Holzprodukten und Bioenergie, sondern erfüllt zugleich zahlreiche weitere Funktionen zum Schutz von Klima, Natur sowie für Freizeit- und Erholungszwecke. Er ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Klimaregulator, CO2-Speicher, Trinkwasser- und Luftfilter und vieles mehr. Auf der Grundlage einer kontinuierlichen Rohstoffversorgung sichert die deutsche Forst-, Holz- und Papierwirtschaft Arbeitsplätze und Wertschöpfung insbesondere im ländlichen Raum. Mit ökologisch vorzüglichen Holzerzeugnissen können energieintensivere und fossile Rohstoffe substituiert werden. Wald und Holz sind die Basis für einen dauerhaften und umweltfreundlichen Beitrag zur Wertschöpfung.

Hätten Sie's gewusst?

Das Testbetriebsnetz Forst liefert die Datengrundlage zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage im größeren Privat- und Körperschaftswald. Die Betriebsergebnisse finden Sie hier Buchführungsergebnisse Forstwirtschaft.

Holz wächst in Deutschland in sehr produktiven Wäldern mit hohen Zuwachsraten von über 120 Millionen Kubikmeter im Jahr. Der Wald in Deutschland wird nicht übernutzt, sondern über viele Generationen nachhaltig bewirtschaftet. Seit Jahrzehnten wächst mehr Holz nach als genutzt wird. dadurch haben sich hohe Vorräte aufgebaut. Mit mehr als 3,74 Milliarden Kubikmetern verfügt Deutschland mittlerweile über die höchsten Holzvorräte in Europa.

Holzproduktion und Verarbeitung bedeutet Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Ländlichen Raum. Der Jahresumsatz des gesamten Clusters Forst und Holz (einschließlich Druckerei- und Verlagswesen), in dem 1,1 Millionen Menschen beschäftigt sind, beträgt rund 180 Milliarden Euro.

Holzmarktbericht 2016

Der Holzeinschlag lag im Wirtschaftsjahr 2016 bei 52,19 Millionen Kubikmeter (m³). Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang von rund 6,1 Prozent. Im Vergleich zum 10-Jahres-Durchschnitt von 57 Millionen Kubikmeter fällt der Rückgang mit 8,4 Prozent bzw. 4,81 Millionen m³ noch deutlicher aus. Im Vergleich zum Vorjahr gingen in allen Waldbesitzarten die Holzeinschläge zurück. Am stärksten im Privatwald mit – rd. 1,9 Millionen m³ .

Bei den einzelnen Holzartengruppen hat lediglich der Einschlag bei der Holzgruppe Eiche geringfügig zugelegt. Bei allen anderen Holzartengruppen war der Einschlag rückläufig. Am deutlichsten bei der Holzartengruppe Fichte mit -10,2 Prozent. Dennoch entfällt nach wie vor rund die Hälfte des gesamten Holzeinschlags auf die Holzartengruppe.

Der Holzeinschlag 2016 nach Holzgruppen- und Waldbesitzarten:

Holzeinschlag
insgesamt
1000 m³

(ohne Rinde)

im Vergleich
zu 2015

Staatswald/
1000 m³

(ohne Rinde)

Privatwald/
1000m³

(ohne Rinde)

Körperschaftswald/
1000 m³

(ohne Rinde)

Fichte26.478- 10,2 %9.35611.9805.142
Kiefer12.574+ 0,1 %4.5476.3811.646
Eiche2.135+ 2,7 %788777570
Buche11.007- 4,2 %4.3093.4473.250

Mit der amtlichen Holzeinschlagsstatistik kann nicht die gesamte Holznutzung in Deutschland erfasst werden, vor allem wegen statistischer Abschneidegrenzen und nicht erfasster Holzmengen im Kleinprivatwald.

Die in den Holzmarktberichten veröffentlichten Daten sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage und dienen der Transparenz sowie der Dokumentation. Sie reflektieren auch den Beitrag eines bedeutenden Wirtschaftsbereiches auf dem Weg hin zu einer "green economy", dessen Potenzial für die Gesellschaft noch längst nicht ausgeschöpft ist.

Mit einem von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe geförderten Forschungsprojekt "Rohstoffmonitoring aller Stoffströme auf der Basis von Holz" (2015 – 2017) soll die Erfassungslücke zwischen amtlicher Holzeinschlagsstatistik und tatsächlicher jährlicher Holznutzung möglichst weitgehend geschlossen werden.

Stand:
16.06.17

Zum Thema

Grafik des Ablaufes (verweist auf: Funktionsweise einer Lignocellulose-Bioraffinerie)

Biobasierte Wirtschaft - Wie aus Holz biobasierte Produkte entstehen (Klick auf das Bild zur interaktiven Grafik)

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Publikationen

Wald und Rohholzpotenzial der nächsten 40 Jahre - Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Cover der Broschüre "Wald und Rohholzpotential der nächsten 40 Jahre"

Die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung (WEHAM) weist ein potenzielles Rohholzaufkommen von jährlich 77,7 Mio. m³ Erntefestmaß im Durchschnitt der nächsten vier Jahrzehnte aus. Dabei steigt der Holzvorrat sogar noch an. Das Potenzial ist nach Baumarten getrennt im Vergleich mit der vergangenen Nutzung und mit der Vorratsentwicklung in Verbindung mit den waldbaulichen Modelleinstellungen differenziert zu bewerten. Dazu schätzt die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung die Entwicklung des Waldes und das Rohholzpotenzial für die nächsten vier Jahrzehnte als ein mögliches Szenario gemäß den Erfahrungen der letzten Jahre und Erwartungen an die kommenden Jahre. Für Politiker, Verbände, Wissenschaft und Forst- und Holzwirtschaft ist sie ein Instrument zur Prüfung der Auswirkung waldbaulicher Entwicklungen und Ziele und zur Planung von Nutzung und Verarbeitung des Rohstoffes Holz und von Investitionen in dem Bereich.

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