Forschungsförderung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt Fördermittel für Forschungsprojekte zur Verfügung, um die Forschung in wichtigen Themenbereichen voranzubringen. Beispielsweise durch das Programm zur Innovationsförderung, das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖLN) oder das Programm Nachwachsende Rohstoffe.

Zu den Themen gehören:

  • Innovationen in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz,
  • Ökologischer Landbau,
  • Verwendung Nachwachsender Rohstoffe,
  • Eiweißpflanzen,
  • Ländliche Entwicklung und
  • Welternährung

Mit seinem Programm zur Innovationsförderung unterstützt das BMEL die Entwicklung von Innovationen in seinem Bereich. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft in Deutschland steht unter ständigem Konkurrenzdruck. Das Programm hat zum Ziel, die wirtschaftliche Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern, Arbeitsbedingungen zu verbessern und zur Schonung natürlicher Ressourcen beizutragen. Gefördert werden besonders geeignete Projekte zur Entwicklung innovativer, international wettbewerbsfähiger Produkte und Verfahren. Dafür stehen 2019 rund 56 Millionen Euro zur Verfügung.

Rund 30 Millionen Euro stehen aus dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) an Forschungsmitteln bereit, um den ökologischen Landbau als eine zukunftsweisende Form der landwirtschaftlichen Nutzung voranzutreiben. Die Forschungsförderung im Rahmen des BÖLN bildet einen wichtigen Schwerpunkt für die Entwicklung neuer Technologien und die Verbreitung der Ergebnisse in die Praxis.

Für Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben zu nachwachsenden Rohstoffen sowie deren Markteinführung stehen jährlich rund 84 Millionen Euro zur Verfügung. Die Forschungsförderung bei Nachwachsenden Rohstoffen zielt in erster Linie auf den Aufbau von Produktlinien von der Erzeugung bis zur Verwendung nachwachsender Rohstoffe und die Erschließung weiterer Verwendungsmöglichkeiten nachwachsender Rohstoffe im Nichtnahrungsmittelsektor. Die Fördermittel des BMEL fließen in produktions- und verwendungsorientierte, anwendungsbezogene Projekte.

Ende 2012 hat das BMEL die Eiweißpflanzenstrategie veröffentlicht. Seit 2016 stehen jährlich 6 Mio. Euro zur Verfügung. Der in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgegangene Leguminosenanbau in Deutschland wird gefördert und die Anbaufläche soll ausgedehnt werden. Dabei gilt es, Wettbewerbsnachteile heimischer Eiweißpflanzen zu vermindern, Forschungslücken zu schließen und erforderliche Maßnahmen zur Umsetzung in die Praxis durchzuführen.

Neue Impulse für Leben, Arbeiten und das Miteinander in ländlichen Regionen setzt das BMEL durch das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE). 10 Mio. Euro stehen in 13 Förderregionen zur Verfügung. Mit den Akteuren vor Ort werden die ländlichen Räume gestärkt und für die Zukunft attraktiver gemacht.

Das Förderprogramm Internationale Forschungskooperationen zu Welternährung stellt angewandte und praxisorientierte Lösungen sowie den Aufbau langfristiger und tragfähiger Partnerschaften zwischen deutschen und entsprechenden Agrar- und Ernährungsforschungseinrichtungen in ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländern in den Vordergrund. Insgesamt werden Projekte in einem Umfang von mehr als 8 Mio. Euro gefördert.

Das BMEL hat die Möglichkeit, Forschungsaufträge, die seine eigenen Forschungseinrichtungen nicht bearbeiten können, an Dritte zu vergeben. Wo die Ressortforschungseinrichtungen den Bedarf an wissenschaftlicher Entscheidungshilfe nicht abdecken, kann das Ministerium andere Institutionen mit der notwendigen Forschung, Untersuchung, Entwicklung und Erprobung beauftragen.

Projektträger:

Mit dem Management der externen Forschungsprojekte hat das BMEL Projektträger beauftragt. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ist Projektträger für

Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe ist Projektträger des BMEL für Forschungs- , Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben zu Nachwachsenden Rohstoffen sowie deren Markteinführung.

Erschienen am im Format Basistext

zu ausgewählten Forschungsprojekten

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