Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf der IGW 2020 in Berlin

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Über 1800 Aussteller aus 72 Ländern haben sich vom 17. bis zum 26. Januar 2020 auf der 85. Internationalen Grüne Woche (IGW) in Berlin präsentiert. Diesjähriges Partnerland der Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau war Kroatien. Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) war auf der Messe vertreten. Es informierte über seine Lebensthemen in den Hallen 23a sowie 27. Ein Dankeschön geht an alle Besucher, Aussteller und Helfer: Sie haben das Motto "#duentscheidest", die Vielfalt der ländlichen Regionen und Bio-/Landwirtschaft erlebbar gemacht!

Verbraucherentscheidungen im Blick (Halle 23a): Du entscheidest

Die BMEL-Präsenz in Halle 23a ist ein traditioneller Bestandteil und Besuchermagnet auf der IGW. Sie ist national wie international ein Treffpunkt für Branchenkenner und Plattform für den nationalen und internationalen Politikdialog.

Das Ministerium präsentierte sich bürgernah und interaktiv die politischen Schwerpunkte des Hauses, aktuelle Themen und Forschungsinnovationen. Ein Bühnenprogramm rundete das Angebot ab.

2020 rückte das BMEL unter dem Motto "Du entscheidest" Verbraucherinnen und Verbraucher sowie deren Einflussmöglichkeiten innerhalb der Wertschöpfungskette in den Fokus der Halle.

Impressionen von der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche 2020
Impressionen von der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche 2020

Die Präsentation deckte dabei ein breites Spektrum von Entscheidungsmöglichkeiten ab: beim Einkauf im Supermarkt, bei der Gestaltung des eigenen Gartens, bei der Verwertung von Lebensmitteln und auch bei der Frage, was auf den Tisch kommt.

Dabei wurde gleichzeitig deutlich, wie das BMEL mit seinen Forschungseinrichtungen durch politisches Handeln und Forschung den Rahmen für bewusste Verbraucherentscheidungen schafft.

... Du entscheidest beim Lebensmitteleinkauf

Besucherinnen und Besucher erfuhren hier, wie sich mehr Tierwohl im Schweinestall auf die Fleischpreise auswirkt.

In einem virtuellen Supermarkt entdeckten sie interaktiv, welche Siegel in Deutschland auf Bio-Qualität, Regionalität und die geschützte Herkunftsbezeichnung von Lebensmitteln hinweisen.

Lebensmittelkontrolleure gaben Tipps: Wie lässt sich die Qualität von Obst und Gemüse erkennen? Was kann ich selbst im Haushalt für die Haltbarkeit von Lebensmitteln tun?

Mit einem Apfellaser zeigte das Bundesministerium zudem, wie durch Forschung und die Entwicklung von Alternativen dazu Plastikabfälle reduziert werden können.

... Du entscheidest, was auf den Tisch kommt

Kampagnenbild - Du entscheidest: Mehr Wohl fürs Tier? Kampagnenbild - Du entscheidest: Mehr Wohl fürs Tier?
© BMEL

Wie lässt sich der Gehalt an Zucker, Fett und Salz in verarbeiteten Lebensmitteln reduzieren und gleichzeitig der Geschmack erhalten – daran wird derzeit geforscht. Was die so genannte "Reformulierung" von Lebensmitteln bedeutet, konnten Besucher in der Messehalle probieren: An einem Touchscreen konnte jeder sein Frühstück durch reformulierte Lebensmittel gesünder machen – und vor Ort testen, wie gut die Alternativen schmecken.

Auch in der Gemeinschaftsverpflegung – ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Seniorenverpflegung – kann jeder Einfluss darauf nehmen, was auf den Tisch kommt.

... Du entscheidest, wie viele Lebensmittel im Müll landen

Die BMEL- Initiative "Zu gut für die Tonne!" sensibilisiert für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Lebensmittel gehören auf den Tisch und nicht in die Tonne – mit nützlichen Tipps zeigte das Bundesministerium auf der IGW beispielsweise, wo sich im Kühlschrank Lebensmittel am besten und längsten halten. Außerdem hat das BMEL die ‚Beste Reste-App‘ entwickelt, eine der beliebtesten Apps der Bundesregierung. Man kann hier eingeben, welche Lebensmittel man noch zu Hause hat und erhält dazu leckere Rezeptvorschläge.

... Du entscheidest, wie insektenfreundlich dein Garten ist

Insektenschutz fängt im Garten und auf dem Balkon an. In Halle 23a bekamen Interessierte Tipps, wie Gärten insektenfreundlicher und auch der Balkon in der Großstadt zum Mikrobiotop werden kann.

Das Motto des BÖLN in Halle 27: Bio - innovativ, kreativ, nachhaltig

Wer sich für den Einsatz des BMEL im Bereich ökologischer Landbau interessiert, war mit einen Besuch der neuen Halle 27 gut beraten: An Stand 310 präsentierte sich hier das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN--Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft) unter dem Motto "Bio-innovativ, kreativ, nachhaltig".

Der BÖLN-Messeauftritt lud Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Fachpublikum und Medien ein, sich umfassend über relevante Themen des Ökolandbaus auszutauschen: Messegäste konnte Forschern über die Schulter schauen und sich von Erzeugern aus Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau des Netzwerks der Demonstrationsbetriebe die Vielfalt des Ökolandbaus in Mini-Workshops präsentieren lassen. Das Netzwerk der Biostädte ergänzte den BÖLN-Messeauftritt.

Ein Live-Programm am Stand bot Debatten sowie Koch- und Mitmach-Aktionen. Dazu gab es Biosnacks von BIOSpitzenköchen zum Probieren. Auf der zentralen Bühne der Halle 27 präsentierte sich das BÖLN täglich mit einer morgendlichen Frühstücksaktion sowie einem Wissens-Quiz.

Die Gewinner des Bundespreises Ökologischer Landbau wurden am 23. Januar 2020 auf der Hallenbühne gefeiert.

Das BÖLN hat das Ziel, die Rahmenbedingungen für die nachhaltige und ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft zu verbessern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu schaffen. Das BÖLN ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert.

BMEL-Gemeinschaftsschau "Lust aufs Land!" in Halle 27

"Lust aufs Land"! versprach die BMEL-Gemeinschaftsschau, die sich ebenfalls erstmalig in der neuen Halle 27 präsentierte. Auch 2020 zeigte die Schau die Vielfalt der ländlichen Regionen. Unter dem Motto "Wir bewegen das Land" konnten Messegäste engagierte Aussteller im direkten Gespräch kennenlernen und interaktiv erleben, wie sie mit kreativen Konzepten die ländlichen Regionen Deutschlands fit machen für die Zukunft.

Der Stand 401 des BMEL veranschaulichte, wie das Ministerium zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land beiträgt. Spannende Projekte und Ideen aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung zeigten, wie wir auch fernab der Metropolen zukünftig gut leben und arbeiten können.

Herzstück des Messestandes war der Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", der sichtbar macht, dass Menschen mit kreativen Ideen und großem bürgerschaftlichen Engagement in vielen Dörfern Deutschlands ein attraktives Leben auf dem Land mitgestalten.

Gestalten konnten Messebesucher auch direkt am Stand selbst – und zwar Jutetaschen, Turnbeutel und Postkarten.

Dorfkinder oder Stadtkind?

Wolkenkratzer oder Eigenheim? Im Quiz "Dorfkind oder Stadtkind" erfuhren Besucher des Stands, ob ihr Herz stärker für das Land oder die Stadt schlägt. Wer mochte, hielt sein Ergebnis als Porträtfoto mit passendem Bildhintergrund an der Messewand fest oder teilte es in den Sozialen Medien.

Doch was und wo genau sind eigentlich diese ländlichen Räume?

Mit dem interaktiven Landatlas des Thünen-Institutes konnten Besucher einen genaueren Blick auf Stadt und Land und die entscheidenden Unterschiede werfen. Das Angebot der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) richtete sich an alle, die die ländlichen Räume gestalten wollen. Die DVS informiert über die Fördermöglichkeiten des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), vernetzt Akteure, die sich für ihr Dorf und ihre Region einsetzen und berichtet über aktuelle Themen, die das Land bewegen.

Interessierte konnten auf der IGW die Vielfalt ländlicher Regionen zudem auf einer "Landpartie" erleben: Via Audioguide konnten sie jederzeit spontan auf Entdeckungstour gehen und in verschiedenen Themenrundgängen alle Stationen der Gemeinschaftsschau kennen lernen.

Das Land erleben auf der LandSchau-Bühne

Was sich in ländlichen Regionen alles bewegt, erlebten Interessierte täglich auf der LandSchau-Bühne. Organisiert von der Agrarsozialen Gesellschaft, erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm zu aktuellen Entwicklungen und Fragen der Ländlichen Entwicklung.

Hat es dieses Jahr bei Ihnen nicht mit einem Besuch geklappt?

Dann merken Sie sich doch einfach schon den kommenden IGW-Termin vom 15.-24. Januar 2021 vor und informieren sich bis dahin auf bmel.de, Twitter oder Instagram über unsere Themen.
Wir freuen uns auf Sie und über Ihr Interesse!

Startbild Imagefilm IGW 2020
Video zur Einstimmung auf die IGW 2020 © BMEL

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