Auftaktsitzung des Begleitgremiums zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie

Bundesministerin Julia Klöckner leitet am 12. Februar 2019 die erste Sitzung des Begleitgremiums zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie. Dem Gremium gehören Vertreter von Verbänden aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft, Verbraucherschutz und Wissenschaft ebenso an wie Vertreter von Bundes- und Landesministerien.

Drei Frauen stehen an einem Stehtisch; eine von ihnen hält ein Stück einer Wurst prüfend zwischen den Fingern. Die beiden anderen schauen ihr zu.
Reformulierung - Weniger Salz, Zucker und Fett in Lebensmitteln. Die Arbeit des MRI.

Das Begleitgremium sowie ein wissenschaftsbasiertes Monitoring flankieren die Umsetzung der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten. Das Begleitgremium setzt die Reihe der drei Runden Tische der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten während der Umsetzungsphase der Strategie fort. Zu den Aufgaben des Begleitgremiums gehört es

  • Transparenz einerseits im Hinblick auf die Prozess- und Zielvereinbarungen herzustellen sowie
  • andererseits im Hinblick auf die sonstigen in der Strategie vorgesehenen Maßnahmen herzustellen sowie
  • die Monitoring-Ergebnisse zu bewerten.

Zudem können die Mitglieder des Begleitgremiums Hinweise auf zusätzlichen Forschungsbedarf und Empfehlungen für weitere Strategiemaßnahmen geben.

Schaubild Prozess der Reduktions- und  Innovationsstrategie
© BMEL

Es ist geplant, dass das Begleitgremium bis zum Jahr 2025 mindestens einmal jährlich tagt. Nach der Auftaktsitzung am 12. Februar 2019 wird es im Herbst 2019 eine weitere Sitzung geben, bei der anhand erster Zwischenergebnisse des Monitorings eine erste Erörterung der Umsetzung der konkreten produkt- oder branchenbezogenen Prozess- und Zielvereinbarungen erfolgen soll.

Das Begleitgremium ist ein Forum, um den Dialog zum Thema Reformulierung zwischen Vertretern der Bundesregierung, der Länder, sowie Verbänden aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft, Verbraucherschutz und Wissenschaft aufrecht zu halten.

Monitoring

Ziele und Maßnahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie müssen messbar und überprüfbar sein. Daher wird die Umsetzung der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie durch ein umfassendes, wissenschaftliches Monitoring begleitet. Das Monitoring wird in den Bereichen Produkte sowie Ernährung und Gesundheit erfolgen.

Produktmonitoring: Das Max Rubner-Institut (MRI) wird bis zum Jahr 2025 regelmäßig die Gehalte an Energie, Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten erfassen und mit den vom MRI erhobenen Basisdaten aus dem Jahr 2016 vergleichen. Die Ergebnisse werden im Begleitgremium vorgestellt und bewertet.

Von September bis Dezember 2019 erfolgte die erste Folgeerhebung bei Milchprodukten, Erfrischungsgetränken, Tiefkühl-Pizzen und Frühstückscerealien – für diese Produktgruppen haben Verbände der Lebensmittelwirtschaft bereits konkrete Zielvereinbarungen getroffen. Die Ergebnisse dieser Folgeerhebung liegen seit Anfang April 2020 vor und belegen, dass die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie bereits Wirkung zeigt: Bei allen untersuchten Produktkategorien wurden reduzierte Gehalte an Energie, Zucker oder Salz festgestellt. Ende 2020 wird das BMEL einen Zwischenbericht zur Strategie veröffentlichen, in den auch die Bewertung der Monitoring-Ergebnisse durch das Begleitgremium einfließt.

Ernährungs- und Gesundheitsmonitoring: Ernährungserhebungen liefern Daten zur Energieaufnahme sowie zur Zucker-, Fett- und Salzzufuhr in der Bevölkerung. Gesundheitserhebungen können zudem Hinweise auf Veränderungen des Gesundheitsstatus der Bevölkerung geben. Deutschland verfügt sowohl im Bereich des Ernährungs- als auch im Bereich des Gesundheitsmonitorings über langjährige Expertise.

Erstmalig wird ab 2020 eine bundesweite repräsentative Gesundheits- und Ernährungsstudie der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland (GErn-Studie) gemeinsam von MRI und RKI (Robert-Koch-Institut) durchgeführt. Mit der GErn-Studie werden die Nationalen Verzehrsstudien (NVS I und II), das Nationale Ernährungsmonitoring (NEMONIT) und das Gesundheitsmonitoring (DEGS/GEDA) fortgesetzt.

Weitere Forschungsförderung

Zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in vorverarbeiteten Lebensmitteln sowie der Außer-Haus- und Gemeinschaftsverpflegung besteht weiterer Forschungs- und Innovationsbedarf. Daher hat das BMEL im Februar 2019 eine neue Bekanntmachung zu "Innovationen zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in verarbeiteten Lebensmitteln sowie in Mahlzeiten in der Außer-Haus- und Gemeinschaftsverpflegung" veröffentlicht. Geforscht werden soll zu innovativen Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung, die Lösungsansätze zur Verringerung der Aufnahme von Zucker, gesättigten Fettsäuren, trans-Fettsäuren und/oder Salz durch den Verzehr von Fertigprodukten zum Ziel haben. Durch diese Forschungsförderung wird somit ein Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten geleistet.

Erschienen am im Format Aktuelles

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