Forschung zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie

Weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten

Das BMEL fördert viele Projekte, die dazu forschen, wie sich Zucker, Fette und Salz sowie der Gesamtenergiegehalt reduzieren lassen.

 

Durch das BMEL geförderte Projekte

Im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung fördert das BMEL seit 2016 Projekte mit Bezug zur Zucker-, Fett- und Salzreduktion in Höhe von insgesamt rund elf Millionen Euro. Neun dieser Projekte wurden zwischen 2016 und 2018/2019 am Max Rubner-Institut (MRI), dem Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, bearbeitet. Auch aktuell forscht das MRI an der Reduzierung von Zucker, Fetten und Salz in Lebensmitteln. Weitere Informationen zu den Inhalten der Projekte finden Sie unter Reformulierung von Lebensmitteln am Max Rubner-Institut.

Außerdem wurden nachfolgende Projekte zum Thema Reformulierung über das Programm zur Innovationsförderung vom BMEL gefördert:

Ein weiteres Projekt zur Entwicklung von Reformulierungsstrategien für Bio-Lebensmittel hat das BMEL von 2020 bis 2023 aus Mitteln des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) finanziert.

Weitere Forschungsprojekte zum Themenbereich

Folgende Projekte der Forschungsvereinigung Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V. (FEI) werden bzw. wurden über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) bzw. dem damaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert:

Auch das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV forscht zum Thema Reformulierung. Es war beispielsweise an zwei Projekten beteiligt, die von EIT Food, der Innovationsgemeinschaft zum Thema Lebensmittel des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT), im Rahmen von Horizon 2020, dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, gefördert wurden:

Darüber hinaus forschte das Fraunhofer IVV von 2014 bis 2016 mit Mitteln der Bayerischen Forschungsstiftung zur Salzreduktion in Wurstwaren und beteiligte sich von 2012 bis 2014 am EU-Projekt TASTE, um das Potenzial von Algen als Salzersatz zu untersuchen. Auch hat das Fraunhofer IVV in Kooperation mit der Lebensmittelwirtschaft pflanzliches Speiseeis aus Lupinenprotein mit reduziertem Fettgehalt sowie fettarme und proteinreiche Wurst aus magerem Schinkenfleisch entwickelt.

Weiterhin hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Projekt zur Reformulierung von kalorienreduzierten Lebensmitteln mittels Inhaltsstoffen aus asiatischen Pflanzen gefördert.

Eine bedeutende Fördermaßnahme des BMBF sind die vier nationalen Kompetenzcluster für Ernährungsforschung, von denen sich drei unter anderem mit der Reformulierung von Lebensmitteln beschäftigt haben:

  • Das Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) Halle-Jena-Leipzig ist ein Verbundvorhaben der Universitäten Halle, Jena und Leipzig. Mehrere Prototypen und marktfähige Lebensmittel wie protein- und ballaststoffangereicherte Wurstprodukte wurden entwickelt. Dabei erfolgte eine enge Kooperation mit klein- und mittelständigen Unternehmen der Ernährungsbranche. Die innovativen Lebensmittel wurden auch in humanen Interventionsstudien auf ihren gesundheitlichen Nutzen (Einfluss auf kardiovaskuläre Risikofaktoren) geprüft.
  • Das enable-Cluster beinhaltete ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Entwicklung ballaststoffangereicherter Lebensmittel.
  • Das Cluster NutriAct – Ernährungsintervention für gesundes Altern verfolgte das Ziel, die wissenschaftlichen Grundlagen für altersgerechte Ernährungsinterventionen und -empfehlungen zu schaffen sowie neue Lebensmittel zu entwickeln, die eine gesunde Ernährung ermöglichen. Dabei lag der Fokus auf der 50- bis 70-jährigen Bevölkerung. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) hat im Rahmen von NutriAct ein Projekt zur Reformulierung von Joghurt durchgeführt, in dem die Fettsäurezusammensetzung durch die Substitution von Milchfett durch Rapsöl verbessert wurde.

Erschienen am im Format Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Ergebnisse des Produktmonitorings des Max Rubner-Instituts (Thema:Reduktionsstrategie)

Das Max Rubner-Institut (MRI) führt ein engmaschiges, regelmäßiges Produktmonitoring durch, das sich in mehrere Einzelerhebungen gliedert. Die Ergebnisse geben Auskunft über die Entwicklung der Zusammensetzung von am Markt erhältlichen verarbeiteten Lebensmitteln im festgelegten Zeitverlauf und zeigen, ob Bedarf zur Nachsteuerung oder weiterer Handlungsbedarf besteht.

Mehr

Forschung zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (Thema:Reduktionsstrategie)

Das BMEL fördert viele Projekte, die dazu forschen, wie sich Zucker, Fette und Salz sowie der Gesamtenergiegehalt reduzieren lassen.

 

Mehr

Salzzufuhr in Deutschland: Ergebnisse der DEGS- und KiGGS-Studie (Thema:Gesunde Ernährung)

Eine zu hohe tägliche Salzzufuhr ist ein Risikofaktor für Bluthochdruck und damit auch für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Schlaganfall. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, täglich nicht mehr als 6 Gramm Salz zu sich zu nehmen.

Mehr