Aktivitäten des BMEL gegen Lebensmittelverschwendung

Mehr Wertschätzung, weniger Lebensmittelbfall!

Lebensmittelverschwendung ist aus ethischer, ökologischer und ökonomischer Sicht nicht akzeptabel. Mit der Initiative Zu gut für die Tonne! ist es in den letzten Jahren gelungen, durch gezielte, öffentlichkeitswirksame Information das Bewusstsein für die Wertschätzung unserer Lebensmittel zu erhöhen und so die Verschwendung zu reduzieren.

Ziele und nationale Strategie

Im Koalitionsvertrag bekennt sich Deutschland erneut zu dem im September 2015 vereinbarten Ziel der Vereinten Nationen:

  • Bis 2030 soll die Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbiert werden.
  • Entlang der Produktions- und Lieferkette sollen Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten verringert werden

Dieses Ziel ist sehr ambitioniert und kann national nur mit allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette erreicht werden. Die 2012 gestartete Initiative Zu gut für die Tonne! ist als Dachmarke und Informationskampagne wichtiger Bestandteil der neuen "Strategie zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung".

Zahlen & Fakten zur Lebensmittelverschwendung in Deutschland

Rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland pro Jahr im Müll. © Studie des Thünen-Instituts, 2019

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Mit 52 Prozent entsteht der Großteil der Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten. © Studie des Thünen-Instituts, 2019

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Etwa 75 Kilogramm  werden pro Person und Jahr in den Privathaushalten in Deutschland weggeworfen. © Studie des Thünen-Instituts, 2019

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Aktivitäten des BMEL

Mit verschiedenen Angeboten für unterschiedlichste Zielgruppen unterstützt das BMEL schon heute alle, denen ein nachhaltiger, ressourcenschonender und wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln wichtig ist:

Zu gut für die Tonne! im Netz

Wie viel wird eigentlich weggeschmissen? Aus welchen Gründen landen Lebensmittel in der Tonne? Und was kann ich selbst dagegen tun? Anhand einfacher Tipps, Rezepte für "beste Reste" und zahlreicher Mitmachaktionen erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher Antworten und Handlungsempfehlungen. Dabei erfahren sie, wie sie ihre alltäglichen Lebensmittelabfälle leicht reduzieren können. Hilfestellung gibt die Internetseite www.zugutfuerdietonne.de mit monatlichen Themenschwerpunkten und einem großen Info- und Servicebereich.

Rezeptevideos der Reihe #Restereloaded

Was tun mit übrig gebliebenem Essen? You-Tube-Videos mit Rezepten liefern anschauliche Hilfestellungen beim Kochen mit Lebensmittelresten und werden insbesondere auf den Social Media-Kanälen des BMEL veröffentlicht.

Rezepte mit Gemüsegrün - #restereloaded #zugutfürdietonne #zerowaste

Bild / Video 1 von 5

Rezepte mit Gemüsegrün - #restereloaded #zugutfürdietonne #zerowaste

Möhren und Kohlrabi landen auf dem Teller, aber das Grünzeug in der Tonne? Das muss nicht sein. Basilikum kann jeder, also wie wäre es zum Beispiel mal mit einem Pesto aus Möhrengrün? Eine gute Beilage ist das Kohlrabi-Blattgemüse und aus den Blättern von Radieschen lässt sich noch eine leckere Suppe kochen. Alle Rezepte im Überblick: 1. Möhrengrün-Pesto 2. Kohlrabi-Blattgemüse 3. Radieschenblätter-Suppe .Mehr Restereloaded-Videos gibt es auf YouTube.

Lebensmittelwertschätzung zum Anfassen

Der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist wichtig, um Lebensmittel als wertvolle Mittel unseres täglichen Lebens in den Fokus zu rücken. Unter dem Motto "Wir retten Lebensmittel" finden regelmäßig und bundesweit Aktionstage mit starken Partnern wie Slow Food Deutschland e.V. und die Tafeln Deutschland e. V. statt. Weitere Events und Aktionen machen Lebensmittelwertschätzung erlebbar, zum Beispiel beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung.

Die App für beste Reste

Noch ein Teller Nudeln und Gemüsereste vom Vortag im Kühlschrank? Die Beste-Reste-App von Zu gut für die Tonne! zeigt, was man damit noch leckeres zaubern kann. Neben rund 700 Rezeptenfinden Nutzerinnen und Nutzer auch hier Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Alle Rezepte sind auch im Online-Angebot der Initiative verfügbar.

Die Beste-Reste-Box

Mit Greentable wurde 2016 die erfolgreiche Aktion "Restlos genießen" gestartet. Ziel ist es, mit der "Beste-Reste-Box" Gastronomiebetriebe zu animieren, ihren Gästen das Einpacken der Reste aktiv anzubieten. Zugleich sollen die Gäste motiviert werden, dies aktiv einzufordern und nachzufragen – für den zweiten Hunger zu Hause. Die Boxen können inzwischen bei Metro Cash&Carry erworben werden.

Zu gut für die Tonne!-Bundespreis

Mit dem Zu gut für die Tonne! - Bundespreis zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) herausragende Projekte und ihre Initiatorinnen und Initiatoren aus, die mit ihren konkreten Ideen, Pioniergeist und großem Engagement dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Der Preis geht an Projekte aus den unterschiedlichsten Bereichen entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette: von Produktion und Handel bis hin zur Verarbeitung der Lebensmittel in Gastronomie und Privathaushalten. Der Wettbewerb ist dabei offen für alle: Ganz gleich ob Unternehmen, Gastronomie, landwirtschaftlicher Betrieb, wissenschaftliche Einrichtung, Privatperson, NGO, Kommune oder Initiative – jeder kann mitmachen! Den Bundespreis erhält je ein Projekt aus den fünf Kategorien Landwirtschaft & ProduktionHandelGastronomieGesellschaft & Bildung sowie Digitalisierung. Hinzu kommen Förderpreise im Gesamtwert von 15.000 Euro für Konzepte und Projekte in der Start- oder Entwicklungsphase.

Gemeinsam aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Die vereinbarten Ziele zur Reduzierung der Lebensmittelabfälle können nur erreicht werden, wenn sich alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette mit eigenen, möglichst konkreten Beiträgen beteiligen und insgesamt das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel steigt. Die Online-Plattform www.lebensmittelwertschaetzen.de bündelt das vielfältige Engagement und wird gemeinsam von Bund und Ländern stetig ausgebaut.

Erschienen am im Format Basistext

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