Äpfel richtig lagern, damit sie nicht in der Tonne landen

Äpfel sind das beliebteste Obst der Deutschen: Der Pro-Kopf-Verzehr liegt bei rund 19 Kilogramm pro Jahr. Tipps, wie man Äpfel richtig lagert und auf vielfältige Weise verarbeiten kann, gibt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Besonders gut aufbewahren lassen sich alte heimische Sorten. Dazu gehören beispielsweise Berlepsch, Boskoop, Gala, Gloster, Braeburn, Cox Orange, Golden Delicious, Jonagold, Ontario und Elstar. Bei idealen Lagerbedingungen halten Äpfel etwa drei bis fünf Monate.

Lange Haltbarkeit durch richtiges Lagern

  • Äpfel sind druckempfindlich und sollten nach Möglichkeit nicht gestapelt gelagert werden.
  • Am besten lagern sie kühl und dunkel, mit Folie abgedeckt, bei hoher Luftfeuchtigkeit und gut durchlüftet, zum Beispiel im Keller, in der frostsicheren Garage oder auf kühlen Dachböden.
  • Aber: Ist der Raum zu trocken, schrumpeln sie; ist die Temperatur zu hoch, reifen und verderben sie schneller.
  • Bei kurzer Lagerung empfiehlt sich der Kühlschrank.
  • Äpfel sondern das Reifegas Ethylen ab, das die Reifung bei anderem Obst und Gemüse beschleunigt. Daher sollten sie getrennt gelagert werden.
  • Wer wenig Platz hat, verpackt sie am besten in verschließbare Folienbeutel aus Polyethylen mit kleinen Luftlöchern. Es entsteht eine sauerstoffarme Atmosphäre – wie bei der Großraumlagerung. Dies verhindert das Austrocknen und erhält die Luftfeuchtigkeit.

Außerdem: Kleine Schönheitsfehler schaden nicht!

Beschädigte Äpfel gehören nicht ins Lager, aber auch nicht in die Tonne. Pro Kopf und Jahr landen in privaten Haushalten rund 9 Kilogramm Obst im Müll. Dies lässt sich vermeiden! Manchmal haben gesunde Äpfel wässrige, durchscheinende Stellen. Ursache ist ein erhöhter Zuckergehalt, dadurch lagert sich Flüssigkeit in den Zwischenzellräumen an. Ein Grund dafür kann ein sehr sonniger Herbst sein. Solche Äpfel kann man ohne Bedenken essen. Auch lagern ist möglich, außer wenn mehr als ein Drittel der Frucht betroffen ist. Lagern Äpfel lange, können sie dunkle Punkte bekommen, die sogenannte "Stippe“. Diese schmecken bitter, sind aber nicht giftig. Auch schrumpelige Äpfel oder solche mit kleinen Fehlern müssen nicht weg. Sind Äpfel nicht von Schädlingen oder Schimmel befallen, lassen sie sich einkochen, zu Mus verarbeiten, in Müsli raspeln, pürieren oder eignen sich für Apfelkuchen oder als Bratäpfel.

Weitere Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste unter: www.zugutfuerdietonne.de

Erschienen am im Format Tipp

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