67. Tagung der Internationalen Walfangkommission in Florianopolis, Brasilien

Ausweisung eines Walschutzgebiets im Südatlantik und Quoten für den indigenen Subsitzenz-Walfang: Das waren zwei Themen auf der Tagesordnung der 67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) im September 2018.

Stichwort: Tagung der IWC

Blick in den Konferenzraum IWC Tagung 2016
© BMEL

Tagung der IWC

Die Internationale Walfangkommission (IWC) basiert auf dem 1946 beschlossenen Übereinkommen zur Regulierung des Walfangs. Alle zwei Jahre kommen die derzeit 89 IWC-Mitgliedsstaaten zusammen. Deutschland ist seit 1982 in der IWC vertreten und setzt sich in dem Gremium entschieden gegen kommerziellen und so genannten wissenschaftlichen Walfang ein.

Im Mittelpunkt der 67. Jahrestagung der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) vom 10. bis 14. September 2018 in Florianopolis, Brasilien, standen folgende Vorschläge:

  • Ausweisung eines Walschutzgebiets im Südatlantik
  • Quoten für den indigenen Subsitzenz-Walfang (ASW)
  • "The Way-Forward of the IWC" (Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs)"
  • Florianopolis-Erklärung"

Der seit Jahren von der Buenos Aires-Gruppe immer wieder vorgelegte Vorschlag für die Ausweisung eines Walschutzgebietes im Südatlantik scheiterte erneut an der dafür notwendigen Dreiviertel-Mehrheit.

Mit der erforderlichen Dreiviertel-Mehrheit angenommen wurde hingegen der Vorschlag für die Fangquoten der indigenen Einwohner Alaskas, Russlands, Grönlands sowie St. Vincent und die Grenadinen für den Zeitraum 2019 bis 2025.

Weder die notwendige Dreiviertel-Mehrheit, noch die einfache Mehrheit konnte Japan für sein vorgelegtes Gesamtpaket „The Way Forward of the IWC“ erzielen, mit dem unter anderem die Aufhebung des Walfangmoratoriums und die Festlegung von Fangquoten für bestimmte Walbestände zu kommerziellen Zwecken ab 2020, die Einrichtung eines „Ausschusses für nachhaltigen Walfang“ sowie die Einberufung einer diplomatischen Konferenz zur Änderung der in Art. 3 Abs. 2 der Konvention vorgesehenen Dreiviertel-Mehrheit in eine einfache Mehrheit vorgesehen war.

Mit einfacher Mehrheit ist die Florianopolis-Erklärung verabschiedet worden, in der die Beibehaltung des Walfangmoratoriums zu kommerziellen Zwecken bekräftigt und die Tötung von Walen zu wissenschaftlichen Zwecken – wie von Japan praktiziert – abgelehnt wird.

Die 68. Jahrestagung der IWC wird im Herbst 2020 in Portoroz, Slowenien stattfinden. Deutschland wird dort im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft den Vorsitz der EU-Delegation übernehmen.

Erschienen am im Format Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

EU-Rats­prä­si­dent­schaft: Er­näh­rungs- und Land­wirt­schaft stär­ken (Thema:EU-Agrarpolitik)

Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 übernimmt Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union (EU). Am Montag, 29. Juni, hat Bundesministerin Julia Klöckner den Staffelstab von ihrer kroatischen Amtskollegin Marija Vučković in Zagreb übernommen. Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union wechselt alle sechs Monate. Zuletzt führte Deutschland 2007 den Vorsitz im Rat der EU.

Mehr

GAP-Stra­te­gie­plan für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (Thema:Gemeinsame Agrarpolitik)

Alle EU-Mitgliedsstaaten müssen für die neue GAP-Förderperiode ab 2021 erstmals Nationale Strategiepläne für die 1. und 2. Säule der GAP entwickeln. Das sieht der im Juni 2018 vorgelegte Entwurf der Europäischen Kommission für eine GAP-Strategieplan-Verordnung vor.

Mehr

Ta­gung des Ra­tes (Land­wirt­schaft und Fi­sche­rei) am 16. und 17. De­zem­ber 2019 in Brüs­sel (Thema:Fischerei)

Leitung der deutschen Delegation: Bundesministerin Julia Klöckner

Mehr

Verwandte Themen

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Diese Seite verwendet Cookies, damit Sie Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen können, wie z.B. die Bestellung von Publikationen im Warenkorb. Nähere Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.