Sichere Lebensmittel: Deutschland unterstützt Entwicklungsländer weiterhin beim Umsetzen internationaler Standards

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hilft Entwicklungsländern dabei, internationale Standards zum Schutz von Menschen, Tieren und Pflanzen umzusetzen.

Es unterstützt in diesem Jahr die Initiative "Standards and Trade Development Facility" (STDF) der Welthandelsorganisation (WTO) mit 150.000 Euro. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete der deutsche Botschafter bei der WTO, Walter Werner, am 20. November 2018 in Genf.
"Mit unserem Beitrag helfen wir Entwicklungsländern, ihre Agrarprodukte besser abzusetzen. Hohe Standards dienen nicht nur den Verbrauchern in Deutschland, sie helfen auch die Ausbreitung von Tierseuchen und Pflanzenkrankheiten weltweit zu unterbinden. Zur Ernährungssicherheit und Armutsbekämpfung sind sie essentiell." Dies sind Ziele der Bundesregierung. "Wir freuen uns, dass das BMEL auch dieses Jahr 150.000 Euro in die STDF-Projekte einfließen lässt. Die Gewährleistung hoher Gesundheitsstandards ist zudem im Interesse der Verbraucher", betonte der Botschafter.

Der Hintergrund:

Vielen Entwicklungsländern fällt es schwer, internationale gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Normen umzusetzen. Das hat oft zur Folge, dass die von ihnen erzeugten Produkte nicht exportiert werden können.

Wie lässt sich verhindern, dass Schädlinge komplette Ernten zerstören? Was ist nötig, um Tierherden gesund zu halten? Auch bei Fragen wie diesen setzt das STDF-Programm an: Es bietet in den Entwicklungsländern vor Ort Schulungen und Maßnahmen zum Aufbau von Pflanzenschutzdiensten oder Tiergesundheitsbehörden an.

Die STDF ist eine von der WTO koordinierte, institutionenübergreifende globale Partnerschaft. Beteiligt sind unter anderem die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen (IPPC) oder die Weltbank.

Sie konzipieren Förderansätze in den gesetzlich geregelten Bereichen Pflanzenschutz, Tiergesundheit sowie Lebensmittelsicherheit und stimmen diese ab. Die Mitarbeit in der STDF bietet die Möglichkeit, bilaterale Projekte und Programme mit regionalen und internationalen Aktivitäten zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und Hebelwirkungen durch Kooperationen im Rahmen der Aid-for-Trade-Initiative zu erzielen. Aid for Trade hilft den Entwicklungsländern - insbesondere den am wenigsten entwickelten Ländern - den Handel zu entwickeln. Es geht darum, angebotsseitige Hindernisse und die handelsbezogene Infrastruktur zu verbessern um am internationalen Handel teilzuhaben.

Deutschland beteiligt sich seit 2006 an der STDF-Initiative.

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